Intelligente Sensorik: Neue Möglichkeiten für die Gebäudeautomation

Der neue SmartMotion-Sensor von Jäger Direkt erkennt Veränderungen in der Helligkeit und berücksichtigt auch kurzfristige Schwankungen.

Der Trend zur Hausautomation hat schon vor mehreren Jahrzehnten seinen Anfang genommen. Durch die zunehmend günstige Verfügbarkeit von beispielsweise Zeitschaltuhren und Bewegungs- und Temperatursensoren für den Endanwender, konnten grundlegende Anwendungen wie Heizungs- und Beleuchtungssteuerung teilweise automatisiert werden. Eine ganzheitliche Vernetzung war zu diesem Zeitpunkt für den normalsterblichen Anwender aber noch kaum realisierbar. Grundlage für die Automation bildeten dabei vergleichsweise statische Parameter. Das automatische Schließen eines Rollladens zum Beispiel, gesteuert in einem festgelegten Zeitplan, nimmt keine Rücksicht auf tatsächliche Lichtverhältnisse. Auch die Regulierung einer Heizungsanlage über einen Außentemperatursensor ermöglicht zwar eine grundlegende Steigerung der Energieeffizienz. Mangels Anwesenheitserkennung wird aber auch hier keine tatsächlich bedarfsgerechte Steuerung sichergestellt. Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Funk- und Bussystemen jedoch, ist die Vision des intelligenten Wohnens mittlerweile Realität geworden.

Skalierbare Systeme

Gerade mit Funksystemen wie EnOcean, stehen dem Anwender flexible Lösungen zur Verfügung, die nicht nur von der Einzelanwendung bis zur Vollvernetzung skalierbar sind, sondern auch kosteneffizient, mit geringem Aufwand und möglichst renovierungsfrei in Bestandsbauten integriert werden können. Bedarfs- und tageszeitabhängige Beleuchtungsschaltung oder das zeit- und bedarfsgerechte Steuern von Heizungs, Lüftungs- und Klimaanlagen sind ebenso umsetzbar wie Anwesenheits- und Zutrittskontrollen. So kann ein Komfortgewinn, eine Energieverbrauchsreduktion oder auch zusätzliche Sicherheit gewährleistet werden. Je nach Anwendung, kommt der Sensorik hierbei besondere Bedeutung zu.

Was macht Sensoren clever?

Während ein Thermometer Temperaturabweichungen kontinuierlich registriert, erkennen andere Sensoren definierte Zustandsveränderungen nur binär, also beim Eintreten bzw. Nichteintreten eines erwartbaren Zustandes. Dies kann an einem herkömmlichen Bewegungsmelder illustriert werden, der jede erkannte Bewegung in eine Reaktion umsetzt. Die Reaktion erfolgt unabhängig von der Relevanz des Ereignisses oder den Begleitumständen. Zeitverzögertes Wiedereinschalten des Sensors nach manueller Abschaltung ist nicht vorgesehen. In die Praxis übertragen kann das bedeuten, dass auch ein vorbeilaufendes Tier eine Reaktion auslöst oder angeschlossene Beleuchtung am hellen Tag eingeschaltet wird. Manuelles Abschalten sorgt in diesem Fall dafür, dass der Sensor dauerhaft aus ist. Funktionen wie eine Kleintierunterdrückung oder die Kombination mit einem zusätzlichen Helligkeitssensor können solchen Falschauslösungen vorbeugen. Moderne, intelligente Sensoren gehen aber noch einen Schritt weiter. Sie sind nicht nur im Stande mehrere Empfänger zu schalten und somit verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Ebenso können sie komplexe Szenarien erkennen und reagieren dynamisch. Als Beispiel dafür kann der neue SmartMotion Sensor des deutschen Elektrosystemanbieters Jäger Direkt dienen. Statt nur zwischen Hell und Dunkel, ein oder aus zu unterscheiden, erkennt der Sensor Veränderungen in der Helligkeit kontinuierlichen und berücksichtigt auch kurzfristige Schwankungen. Wird beispielsweise in einem Besprechungsraum die Beleuchtung für eine Präsentation gedimmt, passt der Sensor sein Verhalten an. Je nach Ausführung wird sein Funktionsumfang um die Erfassung von Temperatur und Feuchtewerten ergänzt. Wenn der SmartMotion Sensor hingegen im Rahmen eines persönlichen Assistenzsystems für unterstütztes Leben (AAL) ingesetzt wird, ist er im Stande zwischen Hilflosigkeit (z.B. nach einem Sturz) und Inaktivität (z.B. bei Bewusstlosigkeit) zu unterscheiden und angepasste Reaktionen auszulösen. Der SmartMotion-Sensor wird ab September in den ersten drei Versionen bei Jäger Direkt erhältlich sein. Die Einführung einer Ausführung zur Schimmelerkennung ist für das letzte Quartal 2017 geplant.


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