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Aufrüsten in der Küche

Corona verändert Anforderungen an die Elektroinstallation

Infolge der Corona-Pandemie spielt sich das Leben zurzeit größtenteils in den eigenen vier Wänden ab. Das führt auch dazu, dass wesentlich häufiger selbst gekocht wird. Die veränderte Lebensweise hat in vielen Fällen dazu beigetragen, dass die bestehende Küchenausstattung aufgerüstet und um neue Geräte ergänzt wurde.

Bild: Elektro+ / Jung

So haben sich in diesem Jahr viele einen größeren Kühlschrank zugelegt, um die vielen frischen Lebensmittel besser lagern zu können. Auch der Verkauf von Kaffeemaschinen ist deutlich gestiegen. „Mit den neuen Geräten steigen auch die Anforderungen an die Elektroinstallation“, erklärt Michael Conradi von der Initiative Elektro+. „Denn, für einen einwandfreien und sicheren Betrieb ist eine ausreichende Anzahl an Steckdosen und Stromkreisen zwingend notwendig“.

Mehrfachsteckdosen keine Alternative

Wer in seiner Küche nicht über ausreichend Steckdosen verfügt, sollte aufgrund von Sicherheit und Komfort dringend nachrüsten. Viele greifen stattdessen auf Mehrfachsteckdosen zurück. Diese dauerhafte Übergangslösung sorgt aber nicht nur für Komforteinbußen, sie kann auch gefährlich werden. Steckdosenleisten werden schnell überlastet, überhitzen und können im schlimmsten Fall einen Brand auslösen. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten sich in der Küche mindestens 17 Steckdosen befinden. Denn in der Regel sind bereits Geräte, wie Kühlschrank, Geschirrspüler, Kaffeemaschine, Küchenmaschine, Wasserkocher und Mikrowelle dauerhaft eingesteckt. Hinzukommen oft noch weitere Kleingeräte, wie Pürierstab, Mixer oder Eierkocher.

Ausreichend Stromkreise einplanen

Einen Festanschluss mit eigenem Stromkreis benötigen der Backofen, die Kochmulde (selbst wenn derzeit ein Elektroherd als Kombigerät von Backofen und Kochmulde besteht) und der Dampfgarer. Der Anschluss aller anderen Geräte erfolgt über Steckdosen. Um die Elektroinstallation nicht zu überlasten, gilt folgende Faustregel: Geräte mit einer Anschlussleistung von mehr als 2.000W benötigen einen eigenen Stromkreis, auch wenn sie über Steckdosen betrieben werden. Hierzu zählen etwa Geschirrspüler, Backöfen und auch viele Mikrowellengeräte. In punkto Sicherheit (Kinderschutz) ist der Einsatz von Steckdosen mit integriertem erhöhten Berührungsschutz zu empfehlen. Alle Steckdosen müssen heute außerdem mit Fehlerstrom-Schutzschaltern (FI-Schaltern) geschützt sein. Diese erkennen, wenn ein Teil des Stromes nicht auf dem ordnungsgemäßen Weg fließt, z.B. bei defekten Geräten oder Leitungen, und unterbrechen sofort den Stromfluss. Weitere Informationen zum Thema finden Interessierte in der Broschüre ‚Modernisierungsratgeber‘ der Initiative Elektro+.

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