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Digitale Sprachassistenten und KNX

Mehr Komfort im Smart Home dank Alexa & Co.

Bis ins Jahr 2020 werden im Internet of Things weltweit 50 Milliarden Geräte vernetzt sein: Eine Entwicklung, die auch im Smart-Home-Bereich spürbar ist. Bis 2022 erwartet man ein Marktvolumen von 5,5 Milliarden Euro.1 Es zeichnet sich ab, dass sich 2019 ein Trend noch stärker etablieren wird: Digitale Sprachassistenten. Diese kleinen Helferlein sind einer Bitkom-Studie zufolge schon bei jedem achten Bundesbürger im Einsatz.² Wenn es aber darum geht, diese smarten Geräte auch an das KNX-Netzwerk anzubinden, scheuen viele Eigenheimbesitzer noch den Aufwand. So kompliziert wie oftmals gedacht ist eine Implementierung aber gar nicht. Und eine Sprachsteuerung kann den Komfort und die Geschwindigkeit der Smart-Home-Bedienung deutlich verbessern.

 (Bild: PEAKnx)

(Bild: PEAKnx)

Den Wunsch, das intelligente Zuhause mit digitalen Sprachassistenten zu steuern, verspüren viele Eigenheimbesitzer. Das ist auch nicht verwunderlich: Der Siegeszug der Google Homes, Amazon Echos oder Apple HomePods dieser Welt scheint unaufhaltsam. Neben der schnellen Beantwortung von Fragen wie „Wie wird das Wetter heute?“ oder „Ist meine Bahn nach Darmstadt pünktlich?“ nutzen viele Anwender diese Assistenten auch, um komfortabel per Sprache neue Produkte zu kaufen oder sich Musikvorschläge geben zu lassen. Viele Anbieter eröffnen sogar die Möglichkeit, die Geräte in einem Multi-Room-Ansatz zu nutzen. Von großem Vorteil ist es, wenn der Echo Dot z.B. auch eine Steuerung von Lampen, Rollläden und Heizung zulässt. Auch bedarfsgerechte Informationen über die Raumtemperatur zu bekommen, wäre in diesem Zusammenhang nützlich. Eine weitere interessante Funktion: Geräte, die sich im selben Raum befinden und an ein KNX-Netzwerk angeschlossen sind, zu gruppieren und mit Alexa zu verbinden. Oder eine an das KNX-Netzwerk angebundene Wetterstation über Alexa nach exakten Wetterdaten zu fragen. Doch wie lässt sich das in einem Smart Home, das auf dem KNX-Standard aufbaut, realisieren? Um einen digitalen Sprachassistenten wie Amazon Echo inklusive Alexa mit dem KNX-Netzwerk verbinden zu können, benötigt der Eigenheimbesitzer ein Gateway. Dabei bieten sich die folgenden drei Varianten an:

Variante 1: Das Wandpanel fungiert als Gateway

In Variante 1 hat der Smart-Home-Nutzer bereits ein Wandpanel im Einsatz, z.B. das Controlmini von PEAKnx. Dabei fungiert das Touchpanel mitsamt seinem Youvi-Softwarepaket als Gateway. Dieses Softwarepaket umfasst neben einer IP-Router-Software, die eine Verbindung zwischen einem IP- und KNX-Netzwerk herstellt, auch einen Bus-Monitor, der eine vollumfängliche KNX-Bus-Analyse ermöglicht und dem Nutzer damit einen transparenten Überblick über das Netzwerk gibt. Außerdem verfügt das Panel über eine KNX-Schnittstelle, die gleichzeitig als Server fungiert, sodass ein zusätzlicher Server überflüssig wird. Ein weiteres wichtiges Feature für die Verbindung zu Alexa ist die Visualisierung. Diese deckt die gängigsten Funktionen für ein Smart Home ab, etwa für Licht, Rollläden, Jalousien, Heizung aber auch für Türkommunikation und Darstellung der Überwachungskameras. Über das Softwarepaket und ein ergänzendes Alexa Sprachmodul lässt sich der digitale Sprachassistent kinderleicht mit dem KNX-Netzwerk verbinden. Dafür muss der Nutzer seinen Amazon-Alexa-Account in der Software hinterlegen. Anschließend lassen sich in der Alexa-App alle an das KNX-Netzwerk angeschlossenen Geräte bequem suchen. Diese Informationen bezieht die App aus dem in das Softwarepaket importierten ETS-Projekt. Die Benennung der einzelnen Geräte wird aus der Visualisierung übernommen. Wichtig zu wissen: In Youvi können Nutzer festlegen, für welche Geräte es keine Sprachsteuerung über Alexa geben soll. Das ist insbesondere bei sicherheitsrelevanten Geräten, wie z.B. einem smarten Türschloss, wichtig.

Variante 2: Der USB-Connector fungiert als Gateway

Eine weitere Möglichkeit eröffnet sich für Smart-Home-Besitzer, die bisher noch kein Wandpanel verbaut haben und vielleicht eine kostengünstigere Alternative zu einem Touchpanel suchen. Über ein smartes Tool wie den USB-Connector lässt sich das Softwarepaket Youvi ebenfalls nutzen. Der USB-Connector übernimmt die Funktion eines klassischen KNX-USB-Interface, kann dank zusätzlicher Software aber auch als IP-Router genutzt werden. Ein zusätzliches Wandpanel ist also nicht notwendig, weil sich der USB-Connector mit jedem beliebigen Windows-PC im Haus verbinden lässt. Dort importiert der Eigenheimbesitzer sein ETS-Projekt. Das Softwarepaket erkennt wiederum alle vorhandenen KNX-Geräte, und anschließend lässt sich dank Alexa Sprachmodul – wie in Variante 1 – der Amazon-Alexa-Account mit dem Softwarepaket verknüpfen. Auch hier sind über die App wieder alle ans KNX-Netzwerk angeschlossenen Geräte abruf- sowie abwählbar.

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