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Die private Cloud als Option

Gebäudeautomation in Zeiten der Digitalisierung

Die Digitalisierung der klassischen Gebäudeautomation eröffnet viele Chancen. Zu den Vorteilen, die sich aus der digitalen Ausrichtung einer Immobilie ergeben, zählen eine intelligente Gebäudeautomation und ein verbessertes Energiemanagement, das Einsparpotenziale zeitnah erkenn- und nutzbar macht. Damit diese Rechnung aufgeht, gilt es einige Herausforderungen zu meistern.

 (Bild: ProFM Facility & Project Management GmbH)

(Bild: ProFM Facility & Project Management GmbH)

Die Herausforderungen, die mit der Modernisierung einer klassischen Gebäudeautomation verbunden sind, sind nicht zu unterschätzen. Zum einen erschwert die oft fehlende standardisierte Datenhaltung, -verarbeitung und -anreicherung mögliche Automatisierungsmaßnamen. Zum anderen mangelt es an sicheren Schnittstellen für die Verarbeitung der Daten. Dies führt dazu, dass die liegenschaftsübergreifende Übertragung von Daten oder die Anbindung externer Dienste nur mit sehr hohem finanziellen, zeitlichen und manuellen Aufwand möglich ist. Liegenschaftsbetreiber und Serviceanbieter suchen darum händeringend nach zukunftssicheren Optionen, die dieses Spannungsfeld auflösen.

Automatisierung, Standardisierung, Erweiterbarkeit und Sicherheit

Da manuelle Lösungen nicht die Möglichkeit bieten, schnell auf geänderte Rahmenbedingungen zu reagieren, empfiehlt es sich, die Speicherung und Übertragung der Daten aus der Gebäudeleittechnik weitestgehend zu automatisieren. Auf diese Weise können jene aktuell und zentral gespeichert werden und zeitintensive, wiederkehrende manuelle Aufgaben rund um das Datenmanagement entfallen. Um auf der anderen Seite den Anforderungen entsprechender Dienste aus den Bereichen Energiemanagement, Alarming und Wartung zu genügen und damit den Weg für eine leichte Integration der vorhandenen Gebäudeautomation den Weg zu ebnen, sind standardisierte Schnittstellen für die Datenübertragung unabdingbar. Nur so kann die Anbindung innerhalb kurzer Zeit und ohne große Aufwände gelingen. Gleichzeitig gilt es darauf zu achten, dass die Lösungsfindung möglichst zukunftssicher ausgerichtet bleibt. Denn die beste Option ist immer die, die nicht nur die Probleme von heute löst, sondern auch eine solide Basis für zukünftige Herausforderungen bietet. Kostenintensive stand-alone Lösungen z.B. eignen sich in diesem komplexen Themenfeld nicht, da sie keine Möglichkeit bieten auf zukünftige Anforderungen zu reagieren. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Datensicherheit. Wenn Daten die Währung des 21. Jahrhunderts sind, sollten diese gut geschützt sein. Gerade im Gebäudebereich ergeben sich durch zusammenhängende Informationen Bedrohungsszenarien mit realen Auswirkungen. Deshalb sollten die Daten aus der Gebäudeautomation an einem sicheren Ort gespeichert und nur verschlüsselt übertragen werden.

Die private Cloud als Option

Eine innovative Option, die alle Faktoren – von der Automatisierung bis hin zur Sicherheit – erfüllt, ist der Lösungsansatz, die Daten der Gebäudeautomation in einer sicheren Cloud zu vereinen. Auf diese Weise werden die Daten zentral gesammelt und für die weitere Verarbeitung verfügbar gehalten. Die BAScloud von ProFM etwa verfügt über einen sicheren zentralen Datenspeicher. Dieser wird über eine verschlüsselte Datenübertragung aus den Liegenschaften über standardisierte Schnittstellen befüllt. Die Daten können auf Wunsch von selektierten Serviceanbietern über Standardschnittstellen verschlüsselt abgerufen werden. Die Schnittstellen stellt ein API-Gateway bereit, das zum einen die Realisierung des Zugriffs ermöglicht und zum anderen als Schutzschicht für externe Zugriffe fungiert. Eine weitere Komponente (Rulesengine) ermöglicht zudem ein kundenzugeschnittenes Datenmanagement, das die regelmäßige Löschung, Konsolidierung und Selektion von Daten sicherstellt. Die Konsolidierung der Daten aus der Gebäudeautomation in einer Cloud bietet dabei unterschiedliche Vorteile für alle Beteiligten. GLT-Nutzer etwa profitieren z.B. von einer deutlichen Zeit- und Kostenersparnis bei der Integration neuer Services und von dem Aufbau eines zentralen Datenarchivs. Errichter und Hersteller hingegen stärken mit einer Cloud-Lösung ihre Wettbewerbsposition, da sie Mehrwertdienste einfach und sicher integrieren können. Auch Serviceanbieter ziehen ihren Vorteil aus der zentralisierten Datenbereitstellung: So gehören z.B. Aufwände für Anpassungen von Schnittstellen an GLT-Systeme oder die Konvertierung von Daten der Vergangenheit an, da sie mit einer einheitlichen Schnittstelle alle GLT-Systeme erreichen.

Fazit

Bei der Digitalisierung der klassischen Gebäudeautomation zeigen sich in der Praxis viele Herausforderungen. Wer es schafft, sie zu meistern, wird erfahrungsgemäß schnell belohnt. Mit wenigen Arbeitsschritten gelingt die Konsolidierung aller relevanten Daten in der sicheren, privaten Cloud. Sowohl die GLT-Nutzer, als auch Errichter, Hersteller und Serviceanbieter profitieren von dieser innovativen Option auf vielen Ebenen.

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