Anzeige
Anzeige

Raumvolumen und Gebäudetechnik für mehr Wohnkomfort

Weißer Würfel im Grünen

Zugegeben – der Bauplatz hatte Seltenheitswert: Direkt davor liegt ein Naturschutzgebiet, das einen unverbaubaren Blick ins Grüne garantiert, rückwärtig zieht sich ein Wäldchen mit altem Baumbestand. Trotzdem befindet sich das Grundstück ganz in der Nähe einer bayerischen Großstadt mit Autobahnanschluss in nur wenigen Kilometern Entfernung. Intelligente Gebäudetechnik sorgt im Inneren des Hauses für Wohnkomfort, Sicherheit und Energieeffizienz.

Mitten im Grünen – die vordere Ecke des Grundstückes wird von einer alten Eiche beschirmt. (Bild: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG/Ulrich Beuttenmüller)

Die junge Bauherrenfamilie wollte ganz bewusst modern bauen und hatte seit Jahren nach einem geeigneten Grundstück gesucht. Ganz wichtig war dem berufstätigen Ehepaar, dass das Innere großzügig, luftig, offen und hell gestaltet sein sollte. Als das passende Grundstück endlich gefunden war, ging es schnell voran. Das Haus, das im Kopf der Bauherrenfamilie schon fertig war, realisierte eine vor Ort ansässige Baufirma nahezu ohne Veränderungen und errichtete einen 12x12m umfassenden Baukörper aus klassischen Ziegeln. Das Erdgeschoss besteht im Grunde aus einem einzigen offenen Raum, sieht man einmal von einer Gästetoilette und einer Speisekammer ab: eine offene Wohnküche geht in den ebenfalls offenen Wohnbereich über, dazwischen nur ein von allen Seiten zugänglicher Kamin. Das Herzstück bildet zweifellos der nach Südwesten ausgerichtete ‚Lichtturm‘, der sich hinauf ins Obergeschoss zieht. Die filigrane Optik der anspruchsvollen Glasfassade wurde mittels einer Pfosten-Riegel-Bauweise realisiert und erlaubt den ungehinderten Blick weit ins Grüne. Eine geschwungene Treppe führt ins Obergeschoss, das neben einem Gästezimmer lediglich eine Schlaf- und Badezimmerlandschaft beherbergt, mit einer Sichtachse ebenfalls ins Grüne. ‚Raumgefühl ist Wohnqualität‘ lautete das Konzept der Bauherrenfamilie, das bewusst als Kontrastprogramm ausgelegt war zu ihrer vorherigen Wohnsituation: groß zwar, aber von den Räumen her klein, niedrig und eng. Das neue Haus ist das glatte Gegenteil, die Raumhöhe von nahezu 3m trägt dazu einen Großteil bei. Die Bauherren planten sogar noch weiter: „Wir wollten die Trennung von Innen und Außen so weit wie möglich aufheben. Deshalb haben wir große Fensterflächen realisiert, die Balkone zur Süd- und Westseite leiten hinaus in den Garten, der, nur von einem schmalen Sträßchen getrennt, an das Naturschutzgebiet anschließt.“ Im Winter reduziert der Wärmeeintrag den Energieverbrauch messbar. Gegenüber den beiden anderen Himmelsrichtungen ist das Haus dagegen eher abgeschottet – eine energetisch sinnvolle Lösung. Im Kellergeschoss, das sich zur vor dem Haus liegenden Straße ebenerdig öffnet, befinden sich eine große Garage, daneben der Technikraum und ein Fitnessraum.

Intelligente Gebäudetechnik

Doch nicht nur der Baukörper, auch das technische Innenleben des Hauses ist modern. Da der Bauherr ein Technik-Freak ist, hatte dies seinen Wunsch bestärkt: „Ich wollte zukunftsweisende, aber auch zukunftsfähige Gebäudetechnik in meinen vier Wänden haben.“ Hierbei holte er sich viele Anregungen und Informationen von außen – aus Zeitschriften, aber auch aus dem Internet. In der virtuellen Welt fand auch der ‚Erstkontakt‘ mit Gira statt. Fasziniert war der Hausherr sofort von der einheitlichen und optisch ansprechenden Gira Schalterwelt – installiert wurde im gesamten Haus die Serie Gira Esprit aus schwarzem Glas -, noch interessanter fand er die Möglichkeiten der Gebäudesteuerung, die heute das Wohnen komfortabler, sicherer und energiesparsamer machen. Grundlage dafür ist das leistungsfähige KNX System, das alle elektrischen Komponenten im Haus miteinander verknüpft. Die intelligente Steuerzentrale dahinter ist der Gira Homeserver, bei dem alle Informationen zusammenlaufen und ausgewertet werden.

Systemintegrator sorgt für Umsetzung der Technik-Wünsche des Bauherren

Um ein solches System zu realisieren, bedarf es eines versierten Fachmannes – und auch den fand die Bauherrenfamilie über die Internetseite von Gira. Denn der Lösungsanbieter rund um die moderne Gebäudesteuerung betreibt ein Kompetenznetzwerk von KNX-Experten, die sogenannten System-Integratoren. Eine Suchfunktion filterte aus dem bundesweit flächendeckenden Netzwerk einen Ansprechpartner in der unmittelbaren Nähe: Anton Hieber aus Schwabmünchen. In seinem Gira Revox Studio fand das Erstgespräch in ganz entspannter Atmosphäre statt. Fortan war der System-Integrator eng in die Planungen miteinbezogen. Seine Aufgabe war es, die Wünsche des Bauherren an die Gebäudetechnik umzusetzen und in ein einheitliches, leicht zu bedienendes System zu integrieren.

Herzstück im Keller: Die  intelligente Steuerzentrale hinter  dem KNX System ist der Gira  HomeServer, bei dem alle  Informationen zusammenlaufen und ausgewertet werden. (Bild: GIRA Giersiepen GmbH & Co. KG/ Ulrich Beuttenmüller)

Sicherheit im Fokus

Sicherheitsaspekte standen dabei im Vordergrund. In das KNX System eingebunden ist die Alarmanlage, mehrere IP-Kameras überwachen den Außenbereich und liefern die Bilder auf die beiden Bedienpanels Gira Control 19 Client im Wohnbereich und im Schlafzimmer. Ebenfalls mit Video überwacht ist der Eingangsbereich unten vor dem Haus und die Eingangstür an der Rückseite des Gebäudes – die Gira Türstationen mit Weitwinkelkamera liefern Bilder von jenen Bereichen, die sich vom Inneren des Hauses nicht einsehen lassen. Das Gira TKS-IP-Gateway überträgt die Bilder aller Kameras auf die Bedienpanels und macht diese damit zu erweiterten Wohnungsstationen für die Türkommunikation. Die Gira Türstationen im Außenbereich sind mit Keyless In-Funktionen ausgestattet: Der Gira Keyless In Fingerprint kontrolliert den Zugang anhand der unverwechselbaren biometrischen Eigenheiten des menschlichen Fingerabdrucks. Er ist sozusagen ein elektronischer Schlüssel, hat aber den Vorteil, immer zur Verfügung zu stehen – er kann nicht verloren gehen, verlegt, vergessen, gestohlen oder nachgemacht werden. Was den Hausherren besonders fasziniert: Verschiedene Finger können unterschiedliche Funktionen steuern.

Die Gira Türstationen im Außenbereich sind mit Keyless In-Funktionen ausgestattet: Der Gira Keyless In Fingerprint kontrolliert den Zugang anhand der unverwechselbaren biometrischen Eigenheiten des menschlichen Fingerabdrucks. (Bild: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG/Ulrich Beuttenmüller)

Überwacht wird auch der Briefkasten vor dem Haus, der eine Meldung absetzt, wenn tatsächlich Post eingeworfen wurde und wann genau das geschah. Zudem gibt es einen zentralen Feueralarm, zusätzlich separate Gira Rauchmelder in allen Zimmern. Eine Komfortfunktion ist die elektrische Steuerung einiger Fenster, die nicht per Hand zu erreichen sind. Doch auch hier spielen Sicherheitsaspekte eine Rolle: Spezielle Kontakte zeigen auf den Bedienpanels an, ob noch Fenster und Türen offenstehen, wenn die Familie das Haus verlassen will.

 

 

Energiesparende Technik

Modernes Wohnen bedeutete für die Bauherrenfamilie aber auch, energiesparend und wohngesund zu leben. So ist beispielsweise die Heizung – eine Gas-Therme – in das KNX System eingebunden, und zwar in Form einer Einzelraumregelung mit Soll- und Ist-Abgleich. Eine Lüftungsanlage versorgt den gesamten Innenbereich mit Frischluft, sie ist auf acht Stufen einstellbar und regelt beispielsweise die Temperatur der Zuluft. Für den offenen Kamin hat Anton Hieber eine spezielle Kaminschaltung programmiert. Um das Haus im Sommer optimal zu beschatten, sind die Jalousien mit Automatikfunktionen versehen – sie reagieren, auch wenn die Familie nicht zu Hause ist. Eine Wetterstation auf dem Dach garantiert Sicherheit vor Sturm und Hagel, im Fall der Fälle werden die Jalousien automatisch nach oben gefahren. Über das Internet kann die Wetterstation auch Prognosen abrufen, die vom HomeServer verarbeitet werden. Die Beleuchtung wurde durchgehend mit LED realisiert – mit Ausnahme des Kronleuchters im Lichtturm -, auch dies eine bauliche Maßnahme, um Energie einzusparen. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach liefert selbst erzeugten Strom – wie viel im Moment, ist ebenfalls auf den Bedienpanels ablesbar. Und nicht nur auf ihnen – die gesamte Gebäudesteuerung lässt sich mobil per iPhone und iPad überwachen und steuern. „Für die Bauherren, die viel und oft unterwegs sind, eine ideale Lösung“, so System-Integrator Anton Hieber.


Autor | Andreas Kobold, Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH), Senior-Produktmanager, Gira Giersiepen GmbH & Co. KG, www.gira.de

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Datenanalysen gewinnen zunehmend an Bedeutung, wenn es darum geht, Nutzungsmuster von Gebäuden zu erkennen, Kosten zu senken und Gebäude zu besseren Arbeitsplätzen zu machen. Drahtlose, batterielose Sensoren gewinnen die benötigten Daten hierfür. Vernetzt mit der IT-Infrastruktur eines Gebäudes ergeben sich so neue Erkenntnisse und Handlungsfelder. ‣ weiterlesen

Anzeige

Unter dem Motto ‚100 Jahre Building Automation‘ feiert die Theben AG in diesem Jahr ihr 100-jähriges Firmenbestehen. 1921 von Paul Schwenk unter dem Namen ‚Spezialfabrikation elektr. Schaltapparate‘ gegründet, hat sich das Unternehmen im Laufe seiner Geschichte zu einem der führenden Hersteller in den Bereichen Zeit- und Lichtsteuerung, Klimaregelung, KNX-Gebäudesystemtechnik, Smart Home und Lösungen zur Digitalisierung der Energiewende entwickelt. Zeit also, sich die bewegte Firmengeschichte einmal genauer anzuschauen. ‣ weiterlesen

Anzeige

Sommer, Sonne, Sonnenschein – momentan gibt es jeden Tag Grund zur Freude über Sonnenstrahlen, die nach dem langen Corona-Lockdown den Besuch im Biergarten und die Gartenfeier noch schöner machen. Doch auch in diesem Jahr warnen Meteorologinnen und Meteorologen vor einem Hitzesommer. Gerade in der Hochsaison bis August brennt die Sonne oft stark vom Himmel: Dann haben Beschattungssysteme ihre große Stunde. ‣ weiterlesen

Anzeige

Digitalisierung und Konnektivität sind richtungsweisende Entwicklungen des 21. Jahrhunderts – mit enormem Einfluss auf die Gebäudebranche. Automatisierte Gebäudetechnik gehört dabei längst zum Standard moderner Gebäude. Doch wie viel smarte Automation braucht ein Gebäude wirklich und wie lässt sich die zunehmende Technik in Gebäuden sinnvoll und zukunftsfähig managen? Wir haben mit Daniel Wehmeier, Head of Industry Management Building Technology beim Mindener Komponenten- und Systemanbieter Wago, darüber gesprochen, was Cloud-Systeme ausmacht und wann sie sich wirklich lohnen. ‣ weiterlesen

Anzeige

Mit zunehmenden Ansprüchen an den Gebäudebetrieb steigen auch die Anforderungen an ein Facility Management. Da Automationssysteme gleichzeitig komplexer werden, müssen zur Bedienung und Visualisierung eingesetzte Softwarelösungen einige Eigenschaften aufweisen, um einen ressourcenoptimierten Betrieb zu gewährleisten: Sie sollten kontinuierlich an Erfordernisse angepasst werden, individualisierbar sein und sich durch eine übersichtliche Gestaltung auszeichnen. Deshalb hat Sauter seine Gebäudemanagement- und Visualisierungssoftware Sauter Vision Center (SVC) nun erneut um Features ergänzt. ‣ weiterlesen

FP Inovolabs ist als Anbieter von Lösungen für die Automatisierung von Prozessen bekannt. Nun stellt das Unternehmen mit dem NeoMonitor ein neues SaaS-Angebot für die Digitalisierung von Gebäuden vor. Die Lösung besteht aus IoT-Gateways, Mobilfunkkonnektivität und einer Cloud-basierten Steuersoftware. ‣ weiterlesen