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Video-Türkommunikation
zum Mitnehmen

Häufig wird der Kundenwunsch nach einer Kommunikation mit der Video-Sprechanlage von unterwegs geäußert. Die Devise heißt: immer von überall sehen, wer vor der Tür steht. In Zeiten hoher Mobilität ein zunehmend wichtiger werdendes Leistungsmerkmal.

 (Bild: ELCOM GmbH & Co. KG)

(Bild: ELCOM GmbH & Co. KG)


Aktuell reichen die technischen Konzepte von konventioneller SIP-Telefonie mit Registrierung an VoIP-Providern, über VPN-Tunnel ins Heimnetzwerk mit Registrierung am eigenen SIP-Server, die Rufumleitung auf das normale Mobil-Telefonienetz, bis hin zu Nutzung von Skype oder externe Sprechanlagen-Funktionalität als Dienstleistungsservice. Vor- und Nachteile der jeweiligen Lösung sind nicht immer einfach zu bestimmen und je nach Anwendungsfall und örtlichen Gegebenheiten zu prüfen. Bis auf die einfache Telefonie-Rufumleitung haben alle Lösungen eins gemeinsam: es muss permanent eine relativ performante Internet-Datenverbindung bestehen. In Gebieten mit gut ausgebauter Netzabdeckung stellt das kein Problem dar. Ein Blick auf die Funkversorgungskarten der Mobilanbieter zeigt aber gerade im ländlichen Bereich noch große Lücken und mit einer Edge-Verbindung wird es für die Videokommunikation schnell knapp. Auch eine zeitnahe Rufsignalisierung ist wichtig, denn im Gegensatz zur normalen Telefonie ist es bei der Türtelefonie in der Regel zwecklos zurückzurufen – der Besucher ist dann meist schon wieder weg.
Diese Möglichkeiten gibt es, um mit standardisierten Mitteln eine Kommunikation von Extern mit der Sprechanlage zu realisieren: Rufumleitung auf des GSM-Mobiltelefonnetz (siehe oben), der VPN-Tunnel ins heimische Netzwerk (mitte) sowie die direkte Registrierung an VoIP-Providern (unten). (Bild: ELCOM GmbH & Co. KG)

Diese Möglichkeiten gibt es, um mit standardisierten Mitteln eine Kommunikation von Extern mit der Sprechanlage zu realisieren: Rufumleitung auf des GSM-Mobiltelefonnetz (siehe oben), der VPN-Tunnel ins heimische Netzwerk (mitte) sowie die direkte Registrierung an VoIP-Providern (unten). (Bild: ELCOM GmbH & Co. KG)

Darauf muss geachtet werden

Grundsätzlich gilt es bei der Türkommunikation über das Internet auf einige Punkte Wert zu legen. Zum einen erlauben Mobilfunkbetreiber VoIP und Instant-Messaging Dienste nur bei bestimmten Vertragstypen. Während mittlerweile bei höherwertigen Verträgen eine VoIP-Nutzung explizit als Leistungsmerkmal ausgewiesen wird, ist diese Anwendung bei günstigen Prepaid-Angeboten oft untersagt. Ein geeignetes Leistungspaket ist also zu buchen. Zweitens ist die, speziell für den Fall der (Tür-)Telefonie über das Internet notwendige, dauerhafte Datenverbindung sicherzustellen. Keine Verbindung zum SIP-Server oder Serviceanbieter bedeutet zwangsläufig auch: keine Rufe von der Tür. Das kann bereits beim Gang in die Tiefgarage oder im Supermarkt passieren, beim Spaziergang im Wald ist dann auf jeden Fall Schluss. Drittens: um Energie zu sparen, stoppen Smartphone-Betriebssysteme laufende Hintergrund-Applikationen und beenden damit die Datenverbindung. Gewisse ‚Workarounds‘ helfen dieses Verhalten zu unterbinden, führen allerdings zu einem erhöhten Energiebedarf. Beispiel: Ein iPhone 4 mit erzwungenem Standby-Betrieb der App (z.B. bei einer SIP-Signalisierung per UDP) hält etwa 10h durch, während mit einem regelkonformen SIP-TCP Betrieb über 40h möglich sind. Im Folgenden sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie sich mit standardisierten Mitteln eine Kommunikation von Extern mit der Sprechanlage realisieren lässt. Da die Elcom IP-Systemkomponenten mit ISS-300 Sprechanlagen-Server, Türlautsprecher LBM-300 und den Videofon-Clients VWC/VIC-300 dem etablierten SIP-Protokoll folgen, können diese Beispiele auch für andere Telefonie-Applikationen nach SIP angewendet werden. Die aufgezeigten Lösungen sind rein informativ und stellen keine konkrete Empfehlung dar. Geeignete Anwendungen müssen selbst bestimmt und den Gegebenheiten angepasst werden. Die jeweiligen Vertragsbedingungen von Service-Providern sind stets zu beachteten.

 (Bild: ELCOM GmbH & Co. KG)

(Bild: ELCOM GmbH & Co. KG)

Rufumleitung auf das GSM-Mobiltelefonnetz

Simpel, effektiv, einfach zu konfigurieren: Der Elcom ISS-300 wird gemäß Anleitung mit einer VoIP-Telefonanlage (z.B. Fritzbox 7390) gekoppelt. Die IP-Kamera CBM-300 über einen DynDNS-Service und eine Port-Weiterleitung im Internet freigegeben. Rufe vom ISS-300 können nun über eine verzögerte Rufweiterleitung auf die normale Mobilfunk-Nummer definiert und die externe Kamera-URL in der Elcom-App auf einen freien Kameraeintrag gelegt werden. Gespräche von der Sprechanlage kommen nun audio-seitig über das nahezu flächendeckende GSM-Telefonnetz – und das auch noch recht zuverlässig während der Auto- und Bahnfahrt. Nach Gesprächsaufbau wird zum Videobild-Abruf in die Elcom-App gewechselt – danach kehrt man zum Telefonat zurück. Nachteil: Rufe müssen erst angenommen werden, um auf die App zugreifen zu können. Vorteil: Dies ist die mit hoher Wahrscheinlichkeit zuverlässigste Methode, um Türrufe zu empfangen.

 (Bild: ELCOM GmbH & Co. KG)

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