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Simulationsprogramm für Solarstromspeicheranlagen

PVfin Online: Webbasiertes Kalkulations- und Vertriebstool

Der Markt für Photovoltaikanlagen befindet sich im Umbruch. Durch die weiterhin stark sinkende Einspeisevergütung, ist die Einspeisung von Solarstrom nicht mehr das vorrangige Ziel der Kaufinteressenten. Schon heute steht fest, dass PV-Anlagen den überwiegenden Teil ihrer Erlöse nicht über die Einspeisevergütung, sondern über Ersparnisse am Stromeinkauf realisieren werden.

 (Bild: Ramona Heim - Fotolia.com)

(Bild: Ramona Heim – Fotolia.com)


Weil die Differenz zwischen Verbraucherpreis und Einspeisevergütung dort besonders hoch ist, wird PV-Technik in Kombination mit Speicher- und Energiemanagementsystemen zukünftig vor allem in Haushalten und Gewerbebetrieben eingesetzt werden. Die Zielgruppe betrachtet ihre Anlagen deshalb schon nicht mehr als Renditeobjekt oder Finanzprodukt, sondern als festen Bestandteil der Gebäudeausstattung. Trotzdem hat sich am Grundproblem nicht viel geändert. Steigende Strompreise sind keine neue Entwicklung, sondern die Verbraucherstrompreise steigen bereits seit Jahrzehnten zuverlässig mit ca. 5% (im Jahr 1988 lag der Preis umgerechnet bei ca. 8,2ct/kWh, 2013 im Schnitt bei 28ct). Dass der Verbraucherstrompreis und die Vergütung zukünftig immer weiter auseinanderklaffen werden, gilt trotz sinkender Börsenstrompreise als gesichert. Angesichts der Ankündigungen weiterer Um- und Zulagen für diverse Projekte, dürfte selbst die Überarbeitung der EEG-Umlage keine dauerhafte Erleichterung bringen. Die wesentliche Fragestellung des Kunden ist also nicht mehr wie viel Strom die PV-Anlage erzeugt, sondern: Wie viel Strom kann ich damit sparen?

Neue Wege beschreiten und Vertrauen schaffen

System- und Produkthersteller sind jetzt gefragt, innovative Lösungen zu entwickeln, die das Bedürfnis der Kunden nach niedrigen Stromkosten und energetischer Unabhängigkeit befriedigen. Diese neuen Technologien werden dringend benötigt, verteuern aber zunächst den Preis einer PV-Anlage. Zwar ist das Interesse der Verbraucher groß, aber außer den Pionieren wagen bisher nur wenige den entscheidenden Schritt. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass sich das Speichern von Strom zur Erhöhung des Eigenverbrauchs nicht lohnen würde. Es gilt also nicht nur in technischer Hinsicht neue Wege zu beschreiten, sondern auch den Vertrieb auf die geänderten Marktbedingungen einzustellen und passende Werkzeuge einzusetzen, um mit diesem Vorurteil aufzuräumen. Wer seinen Kunden schnell und glaubhaft darstellen kann, wie hoch das individuelle Einsparpotenzial durch die angebotene Technik tatsächlich ist, hat einen entscheidenden Vorteil auf seiner Seite. Einige Hersteller haben das bereits erkannt und entwickeln Tools exklusiv für den Vertrieb ihrer eigenen Produkte, um sich dadurch auch für Händler attraktiver zu machen. Was fehlt, ist eine transparente und herstellerunabhängige Software für alle Solarhandwerker, Händler und Systemhersteller, die einen neutrale Gesprächsgrundlage für Anbieter und Kunde liefert und so branchenweit Vertrauen schafft.

Papier ist geduldig – Vertrauen muss erst verdient werden.

Eine Ertragsvorschau für PV-Anlagen wird von jedem Kunden erwartet und die Tools dafür sind soweit ausgereift und akzeptiert, dass die Ergebnisse kaum mehr infrage gestellt werden. Anders sieht das mit der Berechnung von Autarkie- oder Eigenverbrauchsquoten aus. Mit Ausnahme einiger teurer und komplexer Simulationsprogramme, die für Ingenieure und Wissenschaftlicher konzipiert wurden, gibt es bislang kaum eine akzeptierte Methode, solche Berechnungen durchzuführen. Für den Massenmarkt sind diese Produkte aber nicht geeignet, weil sie viel zu kompliziert sind. Denn um die Funktion eines Akkuspeichers realitätsgetreu abzubilden, muss ein Kalkulationsprogramm das Verbrauchsverhalten des Kunden und die Erzeugungsleistung der Solarstromanlage zu jedem Zeitpunkt genau kennen. Dabei gilt: Je mehr Faktoren ein Programm berücksichtigen kann, desto genauer wird das Ergebnis. Aber es wird auch schwieriger für den Anwender, alle Faktoren zu kennen und korrekt zu beziffern. Die Ergebnisse sind deshalb für den Verbraucher unter Umständen wertlos.

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