Anzeige

Schienenverteiler-
systeme

Energieverteilung in Hochhäusern und Gebäudeinfrastrukturen

Bei der sicheren und flexiblen Energieverteilung in Hochhäusern und Gebäudeinfrastrukturen bieten Schienenverteilersysteme gegenüber Kabel entscheidende Vorteile. Das gilt nicht erst seit heute. Schienenverteilersysteme scheinen vielmehr schon seit Jahren ausgereift zu sein. Und doch eröffnen bisher nicht da gewesene technische Möglichkeiten und Innovationen neue Perspektiven für diese Systeme. Ein Beispiel dafür ist das neue Schienenverteilersystem LI von Siemens: Noch stärker als bisher erfüllt das neue System hohe mechanische und elektrische Anforderungen an eine sichere Energieübertragung.

 (Bild: Siemens AG)

(Bild: Siemens AG)


Hohes Energievolumen, zahlreiche Verbraucher, große Distanzen: Die Gründe, bei der elektrischen Energieverteilung in Hochhäusern und Gebäudeinfrastrukturen auf Schienenverteilersysteme statt auf herkömmliche Kabel zu setzen, sind vielfältig. Nicht umsonst gelten Schienenverteilersysteme z.B. bei Hochhäusern mit mehr als 20 Stockwerken als die deutlich bessere Alternative. Die zunächst höheren Erstinvestitionen amortisieren sich angesichts vielfältiger Vorteile schnell.
In Hochhäusern müssen Versorgungssysteme und Steigschächte in der Regel auf engstem Raum installiert werden. Dort bieten Schienenverteilersysteme große Vorzüge. (Bild: Siemens AG)

In Hochhäusern müssen Versorgungssysteme und Steigschächte in der Regel auf engstem Raum installiert werden. Dort bieten Schienenverteilersysteme große Vorzüge. (Bild: Siemens AG)

Charakteristische Vorteile

Schienenverteiler ersetzen nicht nur das klassische Kabel durch feste Stromschienen, sondern auch herkömmliche, zentrale Verteiler durch verbrauchernah angeordnete Schutzorgane. Daraus ergeben sich charakteristische Eigenschaften, die sich systematisch für die Elektroplanung nutzen lassen:

  • • Geringer Platzbedarf: In Hochhäusern müssen Versorgungssysteme und Steigschächte in der Regel auf engstem Raum installiert werden. Dort bieten Schienenverteilersysteme große Vorzüge. Während Biegeradien, Häufung, Verlegeart und Strombelastbarkeit bei Kabellösungen zu enormen Platzbedarf führen, ist er bei den kompakten, konturgleich zur Gebäudestruktur geführten Schienenverteilersystemen geringer. So lassen sich z.B. auch 90°-Winkel realisieren und damit Ecken optimal ausnutzen. Durch die in Linienform angeordneten Verbraucher reduzieren sich die Distanzen gegenüber der Sternform bei Leitungen von vornherein.
  • • Hohe Flexibilität: Die linienförmig angeordneten Verbraucher sind zudem flexibel. Bei Änderungen und Erweiterungen des Versorgungssystems, z.B. in einem Einkaufszentrum, ergibt sich ein entscheidender Pluspunkt: Sind diese bei Kabeln aufwändig, etwa weil Parallelleitungen nötig werden oder gar eine Neuinstallation erforderlich ist, können Schienenverteilersysteme bei Bedarf sogar unter Spannung (vorbehaltlich nationaler Normen – in Deutschland gemäß DIN EN 50110-1 / VDE 0105-1) verändert, ergänzt und ausgetauscht werden. Anders als bei Kabel entstehen dadurch keine Stillstandzeiten. Die Energieversorgung kann flexibel den Erfordernissen angepasst werden.
  • • Hohe Sicherheit für Personen und Gebäude: Typgeprüfte Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen (TSK) nach IEC/EN 60439 1 und 2 [bei Erscheinen nach Dezember 2014: nach IEC/EN 60439] bzw. bauartgeprüfte Niederspannungs-Schaltgerätekombination nach IEC 61439 sowie das Stahl- bzw. Aluminiumgehäuse der Schienenverteiler garantieren, anders als Kabellösungen, hohe Betriebssicherheit und Kurzschlussfestigkeit. Die Brandlast beträgt lediglich nur rund 30% gegenüber einer herkömmlichen Kabelinstallation und ist annähernd vernachlässigbar. Darüber hinaus sind sie grundsätzlich PVC- und Halogen-frei ausgeführt.
  • • Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV): Gegenüber Kabel punkten Schienenverteilersysteme mit einer im Schnitt um den Faktor 3 geringeren Emission von elektromagnetischen Feldern und infolgedessen höheren elektromagnetischen Verträglichkeit.
  • • Einfache Planung und schnelle Montage: Mit modular aufgebauten Schienenverteilersystemen lässt sich die Energieverteilung in großen Gebäudekomplexen verlässlich planen und schnell montieren. Planungstools wie Simaris sketch unterstützen die Planung zusätzlich. Erfordern Kabellösungen lange Montagezeiten und hohen Personalaufwand bei niedrigem Umsatz, reduzieren Schienenverteilersysteme die Montagezeiten deutlich. Bei gleichem Personalaufwand bedeutet dies mehr Volumen für Installateure und damit eine höhere Wertschöpfung. Und nicht zuletzt ist ein ‚Kabelsalat‘ durch unordentlich verlegte Leitungen ausgeschlossen. In der Anwendung lassen sich Fehler durch die übersichtliche Installation der Schienenverteilersysteme dann leichter finden und schneller beheben.
Das neue System LI verfügt über modulare Abgangskästen. Sie lassen sich anwendungsspezifisch mit vielfältigen Funktionen ausstatten, etwa mit Kompaktleistungsschaltern und Messgeräten 7KM PAC (siehe ) für ein systematisches Energiemanagement. Die Komponenten sind standardisiert, sodass sich auch individuelle Lösungen in kurzer Lieferzeit realisieren lassen. (Bild: Siemens AG)

Das neue System LI verfügt über modulare Abgangskästen. Sie lassen sich anwendungsspezifisch mit vielfältigen Funktionen ausstatten, etwa mit Kompaktleistungsschaltern und Messgeräten 7KM PAC (siehe ) für ein systematisches Energiemanagement. Die Komponenten sind standardisiert, sodass sich auch individuelle Lösungen in kurzer Lieferzeit realisieren lassen. (Bild: Siemens AG)

Schienenverteilersysteme Sivacon 8PS

Mit den insgesamt fünf verschiedenen Schienenverteilersystemen der Produktfamilie Sivacon 8PS erschließt Siemens die genannten Vorteile für unterschiedlichste Anwendungsbereiche. Ihre Kommunikationsfähigkeit ermöglicht dabei auch die Anbindung an Industrie- und Gebäudeautomation. Das Spektrum beginnt mit BD01 bei der Energieversorgung für Beleuchtungsanlagen und Kleinverbraucher mit 40A bis 160A. Das Schienenverteilersystem BD2 ist für Anwendungen von 160A bis 1.250A mit erhöhtem Sicherheitsbedarf ausgelegt, z. B. in Rechenzentren. Das System LD für 1.100A bis 5.000A ist ausgelegt für den Einsatz z. B. in Messehallen, in industriellen Anwendungen wie der Automobil- und Schwerindustrie, in der Solarzellen-Produktion sowie auf Schiffen. Mit LR steht im Bereich 400A bis 6.150A eine spezielle Lösung zur Vernetzung von Anlagenteilen im Freien zur Verfügung. Speziell für die Energieübertragung großer Energiemengen über lange Strecken in großen Anlagen und Infrastrukturen wurde das neue System LI entwickelt. Es ersetzt die Vorgängergeneration LX und erweitert sie im Anwendungsbereich von 800A bis 6.300A um neue Funktionalitäten.

Insgesamt fünf verschiedene Schienenverteilersysteme umfasst die Produktfamilie Sivacon 8PS von Siemens. Ihre Kommunikationsfähigkeit ermöglicht die Anbindung an Industrie- und Gebäudeautomation. (Bild: Siemens AG)

Insgesamt fünf verschiedene Schienenverteilersysteme umfasst die Produktfamilie Sivacon 8PS von Siemens. Ihre Kommunikationsfähigkeit ermöglicht die Anbindung an Industrie- und Gebäudeautomation. (Bild: Siemens AG)

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Leerrohre sind eine zukunftssichere Investition und bieten Flexibilität für die Umsetzung neuer Technologien wie der Elektromobilität. Durch das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) schafft die Bundesregierung ab März 2021 eine verpflichtende Lade- und Leitungsinfrastruktur für E-Autos in Wohn- und Nichtwohngebäuden. Mit Lösungen von Fränkische sind Nutzer gut vorbereitet – von ökobilanzierten Elektroinstallationsrohren über erdverlegte Leerrohre bis zur Aufputz-Installation im Parkraum.‣ weiterlesen

Anzeige

Um die Stromversorgung und somit den elektrischen Funktionserhalt für wichtige technische Anlagen im Brandfall sicher zu stellen, müssen Elektroinstallationen mit speziellen Leitungen und Verlegesystemen ausgeführt werden. In Sonderbauten wie Versammlungs- oder Verkaufsstätten, Krankenhäusern und Industriegebäuden werden gemäß den baurechtlichen Vorschriften sicherheitsrelevante elektrische Anlagen gefordert, um bei einem Brand im Gebäude wichtige Funktionen aufrechtzuerhalten.‣ weiterlesen

Anzeige

Bals präsentiert seine neueste Generation an Steckvorrichtungen. Das Innolinq-System ist ohne Bleianteil und wird ausschließlich aus recyclingfähigen Materialien produziert. Es erfüllt damit die strengen, zukünftigen REACH- und RoHS-Richtlinien der EU und steht für die nachhaltige Ausrichtung beim Unternehmen: beim CEE-Spezialisten haben eine ressourcenschonende Produktion, recyclingfähige Materialien, hohe Umweltschutzstandards und eine permanente Steigerung der ökologischen Effizienz oberste Priorität bei der Made-in-Germany-Qualität.‣ weiterlesen

Als rechtsverbindliche Normreihe beschreibt die DIN18015 die Planung von elektrischen Anlagen in Wohngebäuden. Gegenstand des ersten Teils der Norm sind die grundlegenden Ansprüche an eine elektrische Anlage. ‣ weiterlesen

Bei der energetischen Gebäudebilanzierung verschlingt die detaillierte Ermittlung der Hüllfläche bei Wohn- und Nichtwohngebäuden die meiste Arbeitszeit. Je komplexer die Gebäudegeometrie ist, desto mehr arten die Berechnungen in ungeliebte Fleißarbeit aus. Hier verspricht das aktualisierte CAD Planungsprogramm ZUB E-CAD 3 Erleichterung.‣ weiterlesen

Smarte Anwendungen sind weiter auf dem Vormarsch. Mit dem wachsenden Angebot steigt aber auch die Erwartungshaltung der Kunden nach gut durchdachten, anwenderfreundlichen Lösungen. Diese beginnen mit dem Onboarding eines IoT-Devices. Die Einrichtung ist folglich das Fundament für die erfolgreiche Nutzung einer Anwendung. Je besser das Konzept an die jeweiligen Zielgruppen angepasst ist, desto einfacher gelingt das Einrichten und die Vernetzung des Gerätes - und desto höher ist die Kundenzufriedenheit.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige