Anzeige
Anzeige

Photovoltaikanlagen:

Lichtbogendetektierung als vorbeugender Brandschutz in PV-Anlagen

In der Gebäudetechnik hat sich eine ganze Reihe von lebensrettenden Schutzfunktionen als Standard herausgebildet. Diese Techniken wie Rauchmelder oder Fehlerstromschutzschalter sind sowohl durch Normen und Richtlinien wie auch durch den regelmäßigen Einsatz etabliert und gelten als anerkannten Stand der Technik. Im Bereich der Photovoltaik lässt sich der Personenschutz dagegen noch spürbar weiter verbessern. Der Bedarf ist hier angesichts mehr als einer Million installierter Anlagen und weltweiter rasanter Zuwachsraten bei den Neuanlagen ausgesprochen groß.
Photovoltaik-Dachanlagen in Eigenheimen und Zweckgebäuden sind nach wie vor stark gefragt. Je nach Installationsort sind zur Vermeidung von Personen- und Sachschäden Sicherheitsfunktionen gefordert, die einen Schadensfall mit verheerenden Folgen wirkungsvoll verhindern. Das Worst-Case-Szenario stellen dabei fehlerhafte Anlagenkomponenten dar, die einen DC-Lichtbogen auf der Gleichstromseite einer PV-Anlage zünden und als Folge einen Gebäudebrand verursachen.

Mögliche Fehlerquellen

Potenzielle Fehlerquellen für solche gefährlichen Lichtbögen sind materialbedingte Fehler an PV-Modulen, Modulanschlussdosen, Steckverbindungen, Leitungen oder Überstromschutzgeräten. Ursachen dafür können Materialermüdung oder äußere Einwirkungen wie Hagel, Schneelasten oder Tierverbiss sein. Installationsbedingte Fehler durch den Anlagenmonteur sind gerade bei Bestandsanlagen ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Dies gilt gerade für Anlagen, die in den Boomzeiten ohne existierende Normen unter hohem Zeitdruck durch Branchenneulinge installiert wurden. Mit der Alterung dieser Anlagen ist zukünftig mit einem erhöhten Korrekturaufwand zu rechnen. Zur Minimierung der Fehlerrisiken in Neuanlagen muss daher in erster Linie die Installation entsprechend den aktuellen Normen sauber ausgeführt werden. Darüber hinaus geben Anwendungsrichtlinien und Brandschutzmerkblätter zusätzliche Hinweise z.B. auf die Leitungsverlegung in bestimmten Installationsrohren zum Schutz vor äußeren Einwirkungen.

Neue Technologie schützt vor gefährlichen Lichtbögen

Eine zusätzliche und neue Technologie für den aktiven Schutz vor gefährlichen Lichtbögen auf der DC-Seite einer PV-Anlage sind sogenannte Lichtbogendetektoren. Diese erkennen gefährliche Lichtbögen und können diese vor allem auch gegenüber unkritischen, betriebsmäßigen Schaltlichtbögen abgrenzen. Der Lichtbogendetektor enthält als Hauptbestandteile einen Stromsensor und eine Auswerteelektronik mit Signalprozessor. Anhand eines Mustererkennungs-Algorithmus detektiert dieser die für Störlichtbögen charakteristischen Stromänderungen und wertet sie aus. Gefährliche Störlichtbögen werden so bereits in der Entstehungsphase frühzeitig erkannt, bevor es zu einem Brand kommt.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

1865 gegründet, musste die Gesangbuchfabrik J. Schäfer im pfälzischen Grünstadt 2006 ihre Tore schließen. Der seitdem andauernde Dornröschenschlaf des Gebäudes wird nur hin und wieder durch Ausstellungen des örtlichen Kulturvereins unterbrochen. Anders erging es dem östlich der alten Fabrik gelegenen Gelände: Auf der innerstädtischen Baulücke plante die Bauherrengemeinschaft Gesangbuchfabrik Grünstadt gemeinsam mit dem ABüro P4-Architekten BDA in Frankenthal eine Wohnanlage. Entstanden sind sechs Gebäude, die auf ein nachhaltiges Energiekonzept mit Produkten von Stiebel Eltron setzen. ‣ weiterlesen

Anzeige

Einen Sparkurs, den man gern fährt - das sind die mehr als eine Million Kilowattstunden an Energie, die der Hersteller von Verbindungstechnik- und Automatisierungslösungen Wago an seinem Produktions- und Logistikstandort im thüringischen Sondershausen nun einspart. Technischer Dreh- und Angelpunkt des Effizienzprojekts ist die kombinierte Bereitstellung von Druckluft, Wärme und Kälte.‣ weiterlesen

Anzeige

Der österreichische Hersteller M-Tec macht aus seinen Wärmepumpen intelligente Zentralen für das ganzheitliche Energiemanagement. Seit 2016 bietet das Unternehmen Erd- und Luftwärmepumpen mit integriertem Energiemanagementsystem für Einfamilienhäuser an. Jetzt bringt der Wärmepumpenspezialist ergänzend leistungsstarke, modulare Pumpen für Gewerbebetriebe, Hallen und Mehrfamilienhäuser auf den Markt. ‣ weiterlesen

Anzeige

Ab März 2021 ist es soweit: Die ersten Geräte mit dem neuen Energielabel sind im Handel erhältlich. Die auffälligste Neuerung ist die geänderte Effizienzklassen-Skala. Statt wie bisher meist von A+++ bis D reicht sie dann von A bis G. Die Initiative Hausgeräte+ erklärt die wichtigsten Änderungen.‣ weiterlesen

Anzeige

Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie fanden die diesjährigen Vorstandswahlen der EEbus Initiative e.V. im Rahmen der 12. Mitgliederversammlung am 30. Oktober virtuell statt. Dabei wurde der bisherige Vorsitzende Peter Kellendonk in seinem Amt bestätigt.  ‣ weiterlesen

Deutschland ist nach wie vor weit von den vereinbarten Klimaschutzzielen für 2020 entfernt. Dies liegt auch an den geringen Fortschritten im Bereich der Energieeffizienz. Laut den Zahlen des aktuellen Fortschrittsberichts zur Energiewende hat sich der Primärenergieverbrauch 2017 gegenüber 2008 lediglich um 5,5 Prozent verringert. Der politisch vorgegebene Zielwert für 2020 liegt bei einem Minus von 20 Prozent, 2050 sollen es 50 Prozent weniger sein.‣ weiterlesen