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Offen und nachhaltig: Lutron setzt auf KNX

Lutron steht für nachhaltige und energieeffiziente Lichtsteuerungen. Weil Produkte des Unternehmens anhand strenger Normen gefertigt und gründlich getestet werden, gelten sie als besonders zuverlässig und haltbar: Noch heute funktionieren viele Lutron-Installationen aus den späten 60er- und 70er-Jahren einwandfrei. Vor diesem Hintergrund ist für Lutron die Nutzung offener und weit verbreiteter Standards besonders wichtig. So lassen sich heute installierte Komponenten und Systeme des Herstellers auch in vielen Jahren noch einsetzen, weil sie gemäß den dann auftretenden Ansprüchen gut ergänzt und kombiniert werden können. Folgerichtig setzt Lutron auf KNX.
Der Wert eines Gebäudes hängt wesentlich auch vom Komfort und der Zukunftssicherheit der Gebäudeautomation sowie von seiner Energiebilanz ab. Herkömmliche Elektroinstallationen liefern da nicht die besten Ergebnisse und lassen sich oft nur mit hohem Arbeits- und Materialaufwand den aktuellen oder gar künftigen Anforderungen anpassen. So begannen 1996 die drei europäischen Organisationen BatiBUS Club international (BCI), European Installation Bus Association (EIBA) und European Home System Association (EHSA) damit, einen gemeinsamen Standard zu erarbeiten. Gebäudeautomation sollte einfacher sowie flexibler und damit zukunftssicher werden. Im Jahr 1999 entstand dann die KNX Association. Und 2002 wurde aus der technischen Zusammenführung der Bus-Spezifikationen EIB, EHS und HKL schließlich ein neuer Standard. Heute gilt KNX als weltweit einziger offener Standard für Haus- und Gebäudesystemtechnik – er ist mittlerweile auch als internationale Norm ISO/IEC14543-3 anerkannt. Dem Standard haben sich weltweit mehr als 100 Unternehmen angeschlossen.

KNX trennt Steuerfunktion und Energieverteilung

Und so macht KNX den Unterschied: In herkömmlichen elektrischen Installationen sind Steuerfunktionen und Energieverteilung fest verbunden. Das heißt, die einzelnen Gewerke wie Beleuchtung, Beschattung und Heizung werden unabhängig voneinander mit verschiedenen Systemen betrieben. Das erschwert nachträgliche Änderungen. Übergeordnete Steuerfunktionen, wie ein zentrales Schalten aller Lichtkreise in einem Gebäude, können nur mit sehr hohem Aufwand realisiert werden. Kurz: Vor dem Hintergrund zunehmender Funktionalität und wachsender Ansprüche wird herkömmliche Gebäudetechnik schnell zu aufwändig und teuer. KNX trennt Steuerfunktionen und Energieverteilung voneinander: Alle Geräte werden über einen Bus – die KNX-Schnittstelle – miteinander verbunden. Die Funktion der einzelnen Geräte wird durch Programmierung bestimmt. Diese Funktion lässt sich daher jederzeit verändern und anpassen. Für die Verbindung KNX-kompatibler Geräte stehen drei Medien zur Verfügung: Twisted Pair (zusätzliche Busleitung), Powerline (230V Netzleitung) oder Funk.

Zahlreiche Anwendungsszenarien realisierbar

KNX bietet viele Möglichkeiten der Vernetzung und macht dadurch zahlreiche Anwendungsszenarien realisierbar. Sensoren, wie Bewegungsmelder etwa, geben Befehle an Aktoren. Diese steuern Beleuchtung oder Beschattung. Außerdem kann KNX für das Energiemanagement verwendet werden. Zum Beispiel wird die Waschmaschine automatisch zu Tageszeiten eingeschaltet, zu denen günstigen Stromtarife verfügbar sind. Über KNX lassen sich auch Hausgeräte vernetzen. Neue Leitungen müssen dafür nicht verlegt werden. Durch Umdrehen des Haustürschlüssels etwa ließe sich beim Verlassen des Hauses die Herdplatte ausschalten – falls dies zuvor versäumt worden sein sollte. Vom Nutzer aktiv bedient werden die über KNX verbundenen Funktionen entweder über Schalter und Taster oder über die Fernbedienung und das Smartphone. Vorteile bringt KNX auch Planern und Installateuren: Sie erhalten durch den modularen Systemausbau mehr Flexibilität bei der Planung von Elektroinstallationen. Die Installation an sich wird ebenfalls einfacher – durch übersichtliche Leitungsführung und kürzere Montagezeiten.

Energieeffizienz im Fokus

Die Vernetzung verschiedener Gewerke in der Gebäudeautomation hilft beim Energiesparen. So lässt sich die Temperatur raum- und zeitbezogen steuern und dadurch Heizenergie sparen. Beschattung und Beleuchtung können, aufeinander abgestimmt, ebenfalls raum- und zeitbezogen sowie abhängig von der Sonneneinstrahlung, gesteuert werden: So hält etwa die Jalousie die Sonne ab, um eine Aufheizung zu verhindern.

Energieeffizienz, Sicherheit und Flexibilität durch Standards

Offene Standards bieten also ein großes Einsparpotenzial bei den Gesamtbetriebskosten durch ein Plus an Betriebssicherheit, durch geringere Energiekosten und mehr Flexibilität bei Nutzungsänderungen von Gebäuden. Derartig automatisierte Gebäude können besser vermietet und verkauft werden. Dabei lassen sich KNX-zertifizierte Geräte unterschiedlicher Hersteller zusammen in einem System einsetzen. Es sind mehrere tausend solcher Produkte erhältlich. Daraus ergibt sich eine schier unendliche Zahl an möglichen Kombinationen – die beste Voraussetzung, um elektrische Installationen exakt auf die Bedürfnisse des jeweiligen Kunden abstimmen zu können.

Lichtmanagement-System: Funksteuerung Grafik Eye QS Wireless

Zu den KNX-kompatiblen Produkten zählt die Funksteuerung Grafik Eye QS Wireless von Lutron. Dieses Minisystem steuert Licht in einzelnen Zimmern und Konferenzräumen benutzerdefiniert und voreingestellt. Das Lichtmanagement umfasst sowohl die Regelung des künstlichen Lichts als auch des Tageslichts. Eine integrierte astronomische Zeitschaltuhr, Dimmer und Bewegungssensoren helfen beim Energiesparen. Durch die integrierte KNX-Schnittstelle haben Endkunden und Techniker die Möglichkeit, Beleuchtung und Beschattung noch flexibler einzusetzen. Zum einen lässt sich Grafik Eye QS Wireless in viele verschiedene Systeme einbinden – in gewerblich genutzten Gebäuden ebenso wie im Wohnbereich. Bedienelemente können zudem einfach via ETS bestimmten Funktionen zugewiesen werden. So lässt sich der Controller z.B. zur Steuerung KNX-kompatibler Spannungsregler und Thermostate nutzten.

Nachhaltigkeit wichtig

Lutron vertreibt mehr als 16.000 verschiedene Produkte in 80 Ländern – von einzelnen Schaltern, Schiebe- oder Lampendimmern bis hin zu intelligenten Lichtsteuerungssystemen. Mit neuen KNX-kompatiblen Lösungen zeigt das amerikanische Familienunternehmen, dass es besonderen Wert auf nachhaltig nutzbare Produkte legt – Produkte, die speziell auf die Bedürfnisse regionaler Märkte und ihrer technischen Standards abgestimmt sind, und Produkte, die sich einfach integrieren und erweitern lassen.

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