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Licht der Zukunft mit vier Buchstaben: OLED

Die Zukunft des Lichts ist vor allem eines: vielfältig. Ein gutes Beispiel dafür sind organische Leuchtdioden, kurz OLED. Sie bringen Architekten, Planer und Designer zum Schwärmen. Grund: Mit ihnen wird Licht zum Baumaterial. OLED eröffnet faszinierende Gestaltungsmöglichkeiten.
OLED sind besonders dünne Flächenlichtquellen – heute Glasscheiben, zukünftig auch flexible Materialien. Wie bei ihrer Schwestertechnologie LED wird auch bei OLED Strom durch Halbleiterschichten geleitet, wodurch Licht entsteht. Die Schichten sind hauchdünn, nur etwa ein Hundertstel eines menschlichen Haares dick und damit selbst unsichtbar. OLED ist damit ‚Licht pur‘ und eröffnet faszinierende Gestaltungsmöglichkeiten: So können die organischen Schichten beispielsweise auf Glas aufgedampft werden – was im ausgeschalteten Zustand ein Spiegel oder eine Fensterscheibe ist, wird beim Einschalten des Stroms zur Lichtquelle.

OLED-Panels: Masse und Klasse

Osram bietet bereits seit 2009 einige OLED-Formate als Serienprodukt an, um Designern und Lichtplanern verlässliche Eckdaten und mehr Planungssicherheit zu geben. Die Panels – also der einzelne leuchtende ‚Spiegel‘ oder die ‚Scheibe‘ – werden unter dem Namen Orbeos vertrieben. Das erste Panel aus der Orbeos-Serie besitzt eine runde Leuchtfläche mit 80mm Durchmesser, ist nur 2,1mm dünn und 24g leicht. Mit zwei neuen Formaten – rechteckig-spiegelnd-warmweiß und rund-spiegelnd-warmweiß – ist Orbeos mittlerweile zur Produktfamilie geworden. Die neuen Panels sind besonders geeignet für den Einsatz als ‚embedded light‘ in Möbeln, Designleuchten und Spiegeln, das heißt im ausgeschalteten Zustand lässt sich kein Übergang zwischen OLED-Panel und dem jeweiligen Gegenstand erkennen. Alle Panels besitzen einen Farbwiedergabeindex von 85. Ihr Licht – stufenlos dimmbar von 0 bis 1.700 Candela pro Quadratmeter – ist warmweiß, unabhängig davon, in welchem Winkel man auf sie schaut.

OLED-Modul: Experimentieren erwünscht

Um Leuchtendesigner, Elektroinstallateure und andere Lichtprofis noch stärker mit der Technologie stärker vertraut zu machen, bietet das Unternehmen nun auch sein erstes OLED-Modul Orbeos Dance an: ein OLED-Panel, verbaut in einem Gehäuse mit Plug&Play-Anschluss für eine einfache und zügige Inbetriebnahme. Das gesamte Modul hat einen Durchmesser von 112mm, die Leuchtfläche misst 79mm. Orbeos Dance erzielt eine Helligkeit von 900cd/m² und erreicht eine Farbtemperatur von 2.900K (warmweiß). Mit dem Modul lässt sich experimentieren: Wie wirkt OLED als Stimmungslicht in Wohnaccessoires oder in der Shopbeleuchtung? Welche Möglichkeiten gibt es für die Inszenierung von hochwertigen Objekten? Erhältlich ist Orbeos Dance in einem praktischen Application Kit mit fünf Modulen, einem Betriebsgerät sowie einem Kabelsatz.

OLED-Designerleuchten: Stimmung machen

Neben ersten Panels in Serienfertigung und einem anschlussfertigen Modul sind die organischen Leuchtdioden bereits in mehreren Designerleuchten zu sehen und rücken so Schritt für Schritt auch in den Fokus von Design- und High-Tech-Interessierten. Die Hängeleuchte Airabesc beispielsweise ist das jüngste Mitglied der OLED-Leuchtenfamilie von Osram. Das mit dem red dot award 2011 prämierte Design – entworfen von Dietmar Fissl vom Stuttgarter Designbüro 2do-design – stellt das Thema Organik in den Mittelpunkt. Wie vom Wind modelliert (‚Air‘), liegen die Elemente der reduzierten, symmetrischen Aluminiumform in der Luft. Die Strukturen sind leicht und fließend und erinnern an die Ballettposition Arabeske. Technisch kommen elf rechteckig-spiegelnd-warmweiße OLED-Panels aus der Orbeos-Serie sowie sechs kompakte warmweiße Oslon-LED zum Einsatz, die die angestrahlten Objekte natürlich fließend und in naturgetreuen Farben erscheinen lassen. Durch das Zusammenspiel von OLED und LED ist die Airabesc für stimmungsvolle Akzentbeleuchtung prädestiniert.

Zukunftstechnologie

Unaufhaltsam erobert die Zukunftstechnologie die breite Anwendung. Mit dem Start einer Pilotproduktionslinie für OLED in Regensburg Ende August hat Osram einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Volumenfertigung geschafft. Diese ermöglicht auch weiterhin eine rasante Weiterentwicklung der Lebensdauer und Effizienz der OLEDs bei gleichzeitiger Kostenreduzierung.

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