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LED-Lösung für Bosch-Leuchtschrift

An beiden Längsseiten des Stuttgarter Messeparkhauses, das sich wie eine Brücke über die Autobahn schwingt, prangt ein riesiges Logo, das aus der Wortmarke Bosch und dem Anker, dem Markenzeichen des Unternehmens, besteht. Der Anker hat einen Durchmesser von 12m und ist 12t schwer, der Bosch-Schriftzug ist 8m hoch 38m lang und wiegt über 20t. Täglich fahren 150.000 Fahrzeuge auf der A8 unter dem Messeparkhaus durch. Jährlich sehen über 100Mio. Durchreisende die Leuchtschrift. Das Unternehmen Westiform Visuelle Kommunikation aus Eberstadt erhielt im Mai 2007 den Auftrag für den Testbetrieb, die Herstellung, Montage und Wartung einem der größten zusammenhängenden Leuchtschriftzüge der Welt. Innerhalb von 105 Werktagen sollte das Projekt realisiert werden. Die Buchstaben bestehen aus Stahlkonstruktionen, deren Seiten mit Blech verkleidet sind und deren Front mit einer lichtdurchlässigen und strapazierfähigen Textil-Kunststoff-Folie überzogen wurde. Der Kunststoff hält ein Gewicht von 7,5t aus, wie Tests an der Universität Karlsruhe ergaben. Für die Ausleuchtung der über 1.000m2 umfassenden Logofläche wurden 18.000 rote und weisse LEDs eingesetzt. Im Vergleich zu herkömmlicher Technik weisen LEDs einen geringeren Stromverbrauch und eine längere Lebensdauer auf: Sie verbrauchen bis zu 40% weniger Energie als Hochspannungsleuchtröhren und ihre Lebensdauer beträgt etwa 50.000 Stunden, rund 30.000 Stunden mehr als Hochspannungsleuchtröhren. Durch eine bestimmte Nutzung der Buchstabentiefe konnte der Hersteller einen zusätzlichen Energiespareffekt erzielen. Auch dem Naturschutz wurde Rechnung getragen: Damit nachtaktive Insekten nicht angezogen werden, wurden für sie unschädliche Farbspektren eingesetzt. Weiterhin war eine von 100% stufenlose Dimmbarkeit Voraussetzung, um bei heiklen Licht- und Sichtverhältnissen – z.B. bei Dämmerung und Nebel – eine Blendung der Autofahrer zu vermeiden. Sensoren passen die Leuchtintensität der Anlage automatisch an geänderte Witterungsverhältnisse an. Alle Einzelbestandteile müssen eine Mindestlebensdauer von fünf bis zehn Jahren garantieren. Für die Montage über der stark befahrenen Autobahn waren eine enorme Menge statischer Berechnungen und die exakte Ausführung dieser nötig. Um auch bei der künftigen Wartung den Autoverkehr nicht zu gefährden, wurden die Buchstaben von innen begehbar konstruiert und durch einem rund 85m langen Steg miteinander verbunden. Um den Verkehr so wenig wie möglich zu behindern, wurde hauptsächlich nachts gearbeitet. Die Bestandteile wurden vor Ort vormontiert. Mit einem 320t-Kran wurden dann die einzelnen Elemente in die Stahlkonstruktion eingehängt.

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