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Intelligente Gebäudevernetzung sorgt für Zukunftssicherheit

Vernetzung ist in, nicht nur bei Computern. Heutzutage kommunizieren die Geräte der gesamten Haustechnik eines Gebäudes miteinander. Hier ist eine intelligent organisierte Verkabelung gefordert. Dies spart Geld, Ressourcen, Zeit und bleibt über Jahrzehnte aktuell und in der Anwendung flexibel. Zukunftssicherheit ist daher, was Bauherren von Planern und Installateuren fordern.

Bis vor nicht allzu langer Zeit gestaltete sich die Verkabelung eines Gebäudes recht einfach: Licht und Stromanschlüsse bekamen ihre Kabel, das Telefon seine eigenen ‚Strippen‘ von der Post und später von der Telekom, dann noch ein Antennenkabel in das Wohnzimmer, ganz nobel, ein zweites in das Schlafzimmer, noch ein Klingeldraht zur Türglocke – fertig! Gott sei dank und auch leider sind diese Zeiten vorbei. Dann kam die Vernetzung einiger Haussysteme hinzu, Computer und Telefon verschmolzen in ihren Anschlüssen und mehr und mehr Geräte kommunizieren nun miteinander. Musik- und Videoserver sorgen für neue Ansprüche. Die Haustechnik, von der Türschliessanlage über die Wettersensorik bis zur selbsttätig lernenden Lichtsteuerung, kommuniziert miteinander. Einige Techniken wuchsen, teils über Jahrzehnte, mit diesen neuen Anforderungen und Entwicklungen mit, wie etwa EIB, LCN, Crestron oder AMX. Entsprechend verwachsen und komplex entwickelten sich deren eigene Strukturen. Moderne Systeme, wie SCLAN, die quasi zum Jetzt-Zeitpunkt neu einsteigen, können mit den aktuellen Anforderungen gut umgehen und bieten eine übersichtliche und flexible Handhabung der vernetzten Welt.

Funklösung zu teuer?

Der in vielen Bereichen des fortschrittlichen Lebens modern gewordene Gedanke der kabellosen Übertragung macht für neue Gebäude oder alte mit Verkabelungsmöglichkeit wenig Sinn. Der Vorteil weniger Kabel zu benötigen rechnet sich in vielen Fällen noch nicht gegen den Mehrpreis der Funklösung. Im Audio- und Videobereich ist die Qualität eines schlechten Kabels oftmals besser als die kabellose Technik. Wo ein Signal drahtlos hin soll, muss mindestens Strom vorhanden sein (Ausnahme Enocean) und damit wird wieder ein Kabel benötigt. Zudem sind bereits genügend elektrische Felder in der Luft. Die Funkübertragung gilt weder als so zuverlässig wie eine Leitung noch lässt sich eine wirkliche Abschirmung nach Außen gegen gewollte oder ungewollte Manipulation oder Beeinflussung gewährleisten. Wo es geht, sollte also eine elektrische oder optische Verbindung einer Funkübertragung vorgezogen werden. Funk ist nur in Ausnahmefällen eine wirklich gute Wahl, etwa um den Denkmalschutz zu wahren oder im Bestand nachzurüsten. Einen deutlichen Pluspunkt besitzt die Funktechnik allerdings: Flexibilität. Wenn sich technisch oder räumlich etwas ändert, lassen sich leicht Anpassungen vornehmen. Bei modernen Verkabelungssystemen gilt das allerdings gleichermaßen, ist doch deren Verkabelung sehr universell.

Vorausschauendes Planen

Oberstes Gebot bei der Verkabelung ist sicher die richtige Struktur an Kabeln und der verbundenen Orte und Schaltstellen. Ausreichend Möglichkeiten zur potentiellen Modifikation in der Zukunft, in Form von Leerrohren, Schächten und abgehängten Decken, sichern Ihre Flexibilität und damit Ihre Investition. Wer kann schon (vorher-) sagen, welcher Video-Vernetzungsstandard in zehn Jahren aktuell sein wird. Hier ist der Planer gefragt, der die Möglichkeiten eröffnet und nicht im wahrsten Sinne des Wortes ‚verbaut‘. Es passiert während einer Bauphase schnell, dass ein Weg verbaut wird, ehe man darüber nachdenkt, wie man später eventuell reversibel und staublos das eine oder andere ändern kann. Die sich ergebenden Möglichkeiten und die zu planende Struktur hängen von der Art und Zahl der Haussysteme und der verwendeten Technik ab. Richtig geplant und umgesetzt kann dieses Vorgehen viel Zeit und Geld sparen. Man sollte sich nicht auf einen Planer einlassen, der nur die Verkabelung plant aber keine Hinweise auf den Innenausbau gibt, die beste Kombination ist beides. Bauliche Maßnahmen, die nachträgliche Modifikationen und nach vielen Jahren noch Nachrüstungen erlauben, sind eine zukunftsorientierte Investition.

Strukturierte Verkabelung

In den meisten Fällen wird einfach überlegt, wo zum Zeitpunkt des Einzuges welche Funktionalitäten benötigt werden. Diese werden dort entsprechend verkabelt und befriedigen damit nur den momentanen Anspruch. An zukünftige Anforderungen können sie nur selten angepasst werden. Neue Funktionalitäten zu integrieren fällt ebenso sehr schwer, wenn etwa aus einem Kinderzimmer einmal ein Büro werden soll. Mit Struktur hat eine solche Standardverkabelung nichts zu tun und mit Flexibilität erst recht nicht. Eine wirklich strukturierte Verkabelung erlaubt das Setzen neuer Dosen und das Legen neuer Anschlüsse ohne großen Dreck und Aufwand. Eine gute Anordnung bedeutet planerisch zu berücksichtigen, dass innerhalb eines Raumes alle potentiellen Varianten möglich bleiben. Sehr aufwendig gestaltet sich dies bei althergebrachten Techniken. Im Gegensatz dazu vereinfacht sich die Planung und Ausführung bei modernen Bussystemen. Zur strukturierten Verkabelung gehört auch ein intelligent ausgeführter Innenausbau, der für zukünftige Neu- und Umverkabelungen unsichtbare Möglichkeiten offen hält. Beispiele hierfür sind eine breitere Sockelleiste über einer extrabreiten Dehnungsfuge am Parkett, abgehängte Decken, die mit ausreichend Leerrohren und Schächten versehen sind usw.

Fazit

Trotz des hohen Planungsaufwandes schont eine strukturierte und voraus- schauende Verkabelung im Nachhinein den Geldbeutel und die Nerven des Bauherren. Und ein wichtiger Aspekt ist ebenso erfüllt: Zukunftssicherheit. Hilfreich bei der Umsetzung und Erfüllung der hohen Ansprüche sind hier Systeme, mit denen ’sämtliche‘ Disziplinen des Gebäudes gesteuert und bedient werden können. Im Multiroom Audio Bereich gibt es spezielle Aspekte, die bei der Verkabelung zu beachten sind. Dazu lesen Sie mehr in einer der nächsten Ausgaben.

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