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Installationskonzept für die Datennetzverkabelung

Mit dem Harting Ha-VIS preLink bietet der Spezialist für Verbindungstechnologie ein völlig neues Installationskonzept für die Datennetzwerkverkabelung, das standardkonform zur ISO/IEC11801 ist. Diese Technologie vereinfacht die Verkabelung, spart Installationszeit und erlaubt Erweiterungen und Umbauten, ohne den laufenden Betrieb signifikant zu beeinträchtigen.
Um Gebäude mit einer leistungsfähigen Daten-Infrastruktur auszurüsten, wurden strukturierte Verkabelungssysteme konsequent weiterentwickelt. Der Schwerpunkt bei dieser Entwicklung liegt besonders in der Erhöhung der zur Verfügung stehenden Bandbreite, um die Netze ’schneller zu machen‘. Waren lange Zeit die Kategorie 5-Systeme mit ihren 100MHz ’state of the art‘, so sind in der letzten Zeit Kategorie 6-Systeme und ganz aktuell auch Kategorie 6A-Systeme für Bandbreiten bis 500MHz dazugekommen und gewinnen an Bedeutung. Der Auslöser für die Nachfrage nach immer höheren Bandbreiten ist das Ethernetprotokoll mit einer Übertragungskapazität von 10GBit/s nach IEEE802.3an. In der internationalen Standardisierung und der Industrie hat man darauf reagiert und neue technische Rahmenbedingungen definiert bzw. Verkabelungskomponenten und -systeme entwickelt, die diesen Anforderungen gerecht werden.

Viele Faktoren entscheiden über Qualität

Die Qualität der Gebäudeinfrastruktur wird aber nicht allein von der Bandbreite bestimmt. Schließlich wird der Autokauf heute auch nicht allein von der Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs abhängig gemacht, sondern eine ganze Reihe von Faktoren spielen eine Rolle: Eine universelle Nutzung, geringer Verbrauch und hohe Zuverlässigkeit gehören genauso dazu wie ein gelungenes Design und ein gutes Handling. An dieser Bandbreite an Anforderungen hat sich die Harting Technologiegruppe orientiert, als sie ihr neues Verkabelungssystems auf Basis des Ha-VIS preLink entwickelte. Eine der Prämissen war dabei die durchgängige Performance mit einer Bandbreite von 50MHz nach Übertragungsklasse EA zur sicheren Übertragung von 10GBit-Ethernet. Bei der neuen Ha-VIS preLink-Produktreihe verfolgte Harting aber zusätzlich zur durchgängigen hohen Übertragungs-Performance weitere Ziele. Denn gleichzeitig sollten der Montageaufwand auf der Baustelle reduziert und mögliche Fehler bei der Installation ausgeschlossen werden. Bei Ha-VIS preLink findet der Anschluss von Datenkabel an Connecting Hardware (Daten-Steckverbinder wie RJ45- oder M12 D-kodierte Buchsen und Stecker in IP20 und IP65/67) außerhalb des Steckverbinders statt. Damit hat der Installateur mehr Platz beim Anschließen des Kabels, was den Installationsvorgang beschleunigt und Beschaltungsfehler vermeidet.

Anschaltebene und Steckgesicht getrennt

Technisch möglich wurde dieses neue System durch die Trennung von Anschaltebene und Steckgesicht des Steckverbinders in einen universellen Kabelabschluss und dazu kommunizierende Datenmodule. Dabei stellt der Kabelabschluss eine HF-tüchtige Aderendhülse dar und das Datenmodul das gewünschte Steckgesicht. Im Ha-VIS preLink-System sind sie der preLink-Kabelabschluss und der preLink-Steckverbinder. Wird ein Datenkabel mit je einem preLink-Kabelabschluss an den Enden terminiert, entsteht eine konfektionierte Verkabelungsstrecke, die geprüft und zertifiziert werden kann – der preLink. Komplettiert man jetzt diese preLink-Verkabelungsstrecke durch Norm konforme Steckgesichter, ist die Permanent Link Verkabelungsstrecke betriebsbereit.

Unterschiedliche Anforderungen werden erfüllt

Der preLink-Kabelabschluss ist konzipiert für Installationskabel in AWG22 und AWG23 und in einer zweiten Ausführung für flexible Kabel in AWG26 bis AWG28 erhältlich. Nach Vorbereitung des Kabels wird der Abschlussblock mit einer Montagezange in nur einem Arbeitsgang ‚aufgecrimpt‘. Dabei werden gleichzeitig alle acht Adern mit den IDC Kontakten terminiert und überstehende Adernlängen entsprechend eingekürzt. Der preLink Kabelabschluss ist jetzt fertig konfektioniert und gibt die HF Performance des Datenkabels uneingeschränkt an den preLink-Steckverbinder weiter – ganz gleich, ob es sich dabei um ein RJ45-Steckgesicht oder ein M12-Steckgesicht handelt. Dies ist ein weiterer Vorteil des Ha-VIS preLink Systems, denn der Anwender ist frei in der Wahl seines Steckgesichts. Somit bleibt das Verkabelungssystem zwar den Grundsätzen der Strukturierten Verkabelung nach ISO/IEC11801 bzw. EN50173-1 verpflichtet, bricht aber die Barrieren zwischen klassischer Inhouse-Verkabelung, Verkabelungen in Industrie- und Zweckgebäuden und der Außeninstallation auf. Alle drei Installationsumgebungen haben unterschiedliche Anforderungen und können jetzt mit Ha-VIS preLink durchgängig und trotzdem bedarfsgerecht abgedeckt werden. Technisch bedeutet das, dass Ha-VIS preLink für alle Umgebungsbedingungen von IP20 bis IP65/67 die passende Verbindung liefert – mit der RJ45 Buchse in IP20 bis hin zu RJ45 PushPull Interfaces nach ISO/IEC24702 bzw. M12 in IP65/67 in 8-adriger Ausführung.

Sicherheit und Flexibilität

Die Verfügbarkeit des Netzwerks kann mit preLink weiter erhöht werden, da Beschaltungsfehler der Vergangenheit angehören. Wartungs- oder Reparaturarbeiten an der Verkabelung können dank der preLink Modul-Philosophie fast unterbrechungsfrei vorgenommen werden, was die ‚down-time‘ des Netzwerks auf ein Minimum reduziert. Die Flexibilität der Verkabelung steigt, da ein mit preLink-Kabelabschlüssen konfektioniertes Datenkabel frei konfigurierbar mit den gewünschten Steckgesichtern ist – ganz gleich ob in IP20- oder in rauer IP65/67-Umgebung. Dafür sorgt nicht nur die Auswahl an preLink-Steckverbindern, sondern auch der Harting Industrie Form Faktor, der eine einfache Integration z.B. der preLink RJ45-Buchse in das Industrial Outlet-Programm mit PushPull oder Han 3A Interfaces ermöglicht.

Kostenersparnis inbegriffen

Kostenersparnis durch geringeren Schulungsbedarf des technischen Fachpersonals und die Reduzierung kostenintensiver Bestände bei der Ersatzteilbevorratung sind weitere Vorteile von Ha-VIS preLink. Der stark vereinfachte Installationsprozess vermeidet häufige Nachschulungen auf spezifische Produkte oder Fabrikate. Jede Installation einer Komponente aus dem Ha-VIS preLink Steckverbinder-Programm erfolgt immer nach dem gleichen Prinzip: Zuerst den preLink Kabelabschluss an das Datenkabel anschließen, danach den preLink Steckverbinder aufrasten – fertig. Die sichere Verkabelungsstrecke ist sofort einsatzfähig.

Infrastruktur der Zukunft

Für das digitale Gebäude der Zukunft bietet das Ha-VIS preLink Verkabelungssystem von Harting somit weitreichende Perspektiven. Die Durchgängigkeit im Netzwerk bei hoher verfügbarer Bandbreite von 500MHz ermöglicht die weitere Integration analoger und digitaler Dienste innerhalb von Gebäuden. Die Nutzungsart der Gebäude, von einer Büronutzung bis hin zu Werkstätten oder Produktions- und Logistikflächen, spielt damit eine untergeordnete Rolle. Selbst die Anbindung von Diensten im Außenbereich, z.B. Sicherheits- und Überwachungsanlagen, ist kein Problem mehr. Planungs- und Installationsaufwand sinken bei gleichzeitig höherer Performance und Verfügbarkeit des Netzwerks. Vorteile, mit denen sich das Ha-Vis preLink Verkabelungssystem als Basis für die moderne Infrastruktur der Zukunft empfiehlt.

light+building 2010: Halle 11.0 Gang B Stand 82

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