Hausautomation flexibel mit Funk gestalten

Durch kompetenten Service und mit den passenden Produkten kann sich das Elektrohandwerk jetzt eine breite Kundengruppe erschließen und als ‚Energiesparprofi‘ positionieren. Denn bei den Verbrauchern wird der Leidensdruck bei dem Thema ‚Energie‘ zwar immer größer, aber nicht grenzenlos: Sobald sich größere Umbauarbeiten mit Schmutz und Lärm in den eigenen vier Wänden ankündigen schrecken viele ab. Abhilfe schaffen hier funktionell gleichwertige Funksysteme mit einem wesentlich geringeren Installationsaufwand, wie z.B. das Haus-Automationssystem DuoFern von Rademacher.
Einfach in der Nachrüstung, bieten diese Systeme durch das Übertragungsmedium Funk eine höhere Flexibilität und Sicherheit als drahtgebundene Lösungen. Gut ist die Möglichkeit, weitere Anwendungen zu integrieren. Das bi-direktionale Funksystem eignet sich für die durchgängige Automatisierung kleiner und mittlerer Objekte und steuert neben Rollläden, Markisen und Jalousien auch weitere elektrische Geräte im Haushalt. Der Klassiker unter der Produktserie ist der Gurtwickler RolloTron Pro. Daneben bietet das Produktportfolio zum Nachrüsten von bestehenden Rohrmotoren Unterputz-Rohrmotor-Aktoren sowie Universal-Aktoren zum Schalten von Licht und weiteren elektronischen Verbrauchern. Abgerundet wird das Angebot durch Rohrmotor-Schaltersteuerungen zur lokalen Bedienung der automatisierten Rollläden vor Ort, Steckdosen-Aktoren sowie Handsendern und der Handzentrale. Aufgrund des modularen Aufbaus, kann das Funksystem jederzeit erweitert werden. Die Master-/Slave-Funktion sorgt für Intelligenz zu niedrigen Kosten. Einzelne Komponenten können als Master agieren und Schaltbefehle an Standard-Geräte weitersenden. Damit können preisgünstigere oder schon vorhandene Produkte die gleichen Befehle ausführen wie das eingesetzte Master-Gerät. Ebenfalls praktisch: Die Dauer der Programmierung wird verringert, da der Elektroinstallateur durch die Installation des Masters alle dazugehörigen Standard-Geräte automatisch mitprogrammiert.

Funk im Haus – aber sicher

Das bi-direktionale Funksystem arbeitet auf Basis 434,5MHz. Durch eine digitale Signatur und CRC-Fehlersicherung (cyclic redundancy check, dt. zyklische Redundanzprüfung), ein Verfahren, bei dem die korrekte Übertragung über die Prüfsummenbildung getestet wird, wird eine zuverlässige Übertragung sichergestellt. Jeder ausgesandte Schaltbefehl wird vom Empfänger mit einer Rückmeldung bestätigt. So weiß der Sender stets, ob der Befehl korrekt übertragen wurde. Vor der Installation herkömmlicher Funksysteme muss genau geplant werden, wo Sender und Empfänger platziert werden, damit die Befehle übertragen werden können. Der Fachmann kann Anhaltspunkte zur Dämpfung der Funksignale bei verschiedenen Materialien geben. Als Faustregel kann jedoch gesagt werden, dass ein Funksignal drei Ziegelwände oder eine Geschossdecke durchdringen kann. Je nach den örtlichen Gegebenheiten kann die Reichweite aber auch deutlich darunter oder darüber liegen. Dies hat zur Folge, dass die Funk-Übertragung zwischen Sender und Empfänger nicht wie erwartet funktioniert. Das Produkt arbeitet anders: Eine automatische Routing-Funktion sorgt hier für die Sicherheit. Jedes Gerät, das in das Netzwerk integriert wurde, ist zugleich Sender und Empfänger und kann die empfangenen Funksignale weiterleiten. Ist eine direkte Funkübertragung nicht möglich, kann das Signal von anderen Empfänger-Geräten angenommen und weitergeleitet werden. So gelangt das Funksignal auf dem ‚Umweg‘ zum gewünschten Empfänger. Diese sogenannte Routing-Funktion geschieht bei DuoFern ganz automatisch und muss bei der Installation nicht extra bedacht werden. Wird zu einem späteren Zeitpunkt die Inneneinrichtung des Kunden verändert, kommt es bei herkömmlichen Funksystemen oft zu Störungen in der Funkverbindung, beispielsweise durch neu aufgestellte Metallschränke. Bei DuoFern sucht sich das Funksignal automatisch einen neuen Weg zur Übertragung, ohne das Zutun des Kunden.

Alle Funktionen im Griff

Im Frühjahr präsentierte Rademacher auf der Light + Building die Handzentrale zur Steuerung und Konfigurierung aller Funk-Komponenten des Haus-Automationssystems. Auf dem Display werden dem Kunden alle wichtigen Werte angezeigt. Eine Baumstruktur gliedert klar die Menüunterpunkte, die graphische Benutzerführung erleichtert die Bedienung des Gerätes. Die Bedienphilosophie ist so angelegt, dass es der Kunde im täglichen Umgang mit der Fernbedienung besonders einfach hat: Die am häufigsten benutzen Befehle lassen sich mit wenigen Tastendrücken ausführen und speichern. Mit der ergonomischen Handzentrale können alle Komponenten des Funksystems gesteuert werden. Erstmals lassen sich 64 Endgerät einzeln oder bis zu acht Gruppen zusammengefasst steuern. Beispielsweise ist es nun möglich ‚alle Jalousien Südseite‘ oder ‚Beleuchtung 1.Etage‘ gleichzeitig zu bedienen. Jeder Aktor kann dabei auch mehreren Gruppen angehören. Der Statuts jedes einzelnen Gerätes kann mit der Handzentrale abgefragt werden. Darüber hinaus können damit auch verschiedene Zeitschaltmodi gewählt werden. So stehen dem Kunden unter anderem Standard-/Tages- und Wochenprogramme inklusive einer Zufallsfunktion zur Verfügung. Pro Tag und Gerät können bis zu vier Schaltzeiten definiert werden. Praktisch im Urlaub: Über die Handzentrale lässt sich eine Zufallsfunktion zur Anwesenheits-Simulation programmieren. Licht, Jalousien und Rollläden werden dann per Zufall bedient und lassen das Haus bewohnt erscheinen. Besonderen Komfort bietet die Astro-Funktion. Anhand der Ortskoordinaten ermittelt die Handzentrale die geographische Lage und die damit zusammenhängenden Sonnenaufgangs- und Untergangszeiten. Dementsprechend werden dann Licht und Rollläden gesteuert. Die Funktion lässt sich für morgen und abends getrennt einstellen. Zur besonders einfachen Konfiguration verfügt die Handzentrale über einen integrierten USB-Anschluss. Alle Einstellungen können vom Elektroinstallateur bequem am PC vorgenommen und später an die Handzentrale übertragen werden. Auch lassen sich eventuelle Software-Updates über die USB-Schnittstelle auf das Gerät aufspielen. Für die Zukunft hat sich Rademacher die Erweiterung des Funksystems um einen Umweltsensor vorgenommen. Damit wird der Elektroinstallateur Beschattungs- und Klimatisierungslösungen realisieren können. Schon jetzt ist die Handzentrale auf die Zusammenarbeit mit dem Umweltsensor vorbereitet.

Gesundheitlich unbedenklich

Kunden, die besonders sensibel auf das Thema Funk reagieren, können beruhigt werden: Während der Funkübertragung kommt es zu keinerlei gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Zum einen verwendet DuoFern keine Dauersender, d.h. ein Funksignal wird nur dann ausgesandt, wenn ein (Schalt-)Befehl ausgeführt wird. Wird z.B. die Sendetaste gedrückt, entsteht ein Funksignal von nur rund 200ms Dauer. Zum anderen liegt die Sendeleistung mit weinigen Milliwatt etwa um den Faktor 1.000, weit unter derjenigen eines Mobiltelefons.

Kasten:
Umsatzplus im Fachhandelsbereich

Die Rademacher Geräte-Elektronik mit Sitz in Rhede / Westfalen meldet für das 1. Halbjahr 2008 ein saisonbereinigtes Umsatzplus im Fachhandelsbereich von 4,5%. “Unser Umsatzwachstum haben wir der erfolgreichen Restrukturierung des Personalbereich und besonders unserer Fokussierung auf den Fachhandelsbereich zu verdanken“, so Gerhard Hofmann, Geschäftsführer. Das Unternehmen befindet sich auch weiterhin auf Expansionskurs. Für das 4. Quartal 2008 sind zahlreiche Produktlaunches im Bereich Rollladen- und Garagentorantriebe avisiert.

Die 1967 gegründete Rademacher Geräte-Elektronik GmbH & Co. KG gehört zu den führenden Anbietern von Rollladen-, Markisen-, Tür- und Garagentorantrieben in Deutschland und Europa. Am Stammsitz in Rhede und dem 1993 eröffneten Produktionsstandort Dresden beschäftigt das Unternehmen insgesamt 160 Mitarbeiter. Seit Februar 2007 ist Rademacher im mehrheitlichen Besitz der Nord Holding Beteiligungsgesellschaft, Hannover.

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