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Gebäudeleittechniksoftware:
Konfigurieren anstatt programmieren

Im Jahr 1993 bekam das ehemalige Belegkrankenhaus in Ulm (Bethesda Geriatrische Klinik Ulm gGmbH) in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Sozialordnung einen neuen Schwerpunkt zugewiesen und wurde zur Geriatrischen Klinik umgewandelt. Das alte Krankenhaus wurde abgerissen und ein Klinikneubau erstellt, der im November 1998 eingeweiht wurde. Bei den Sanierungsmaßnahmen 2006/2007 entschied man sich für den Einsatz von B-CON der Firma Iconag-Leittechnik GmbH als herstellerneutrale Gebäudeleittechnik. B-CON ersetzte die bestehende GLT im laufenden Betrieb.

Da die im Rahmen der Instandhaltung notwendige Erneuerung der Visualisierungs- und Steuerungshardware sowie die gestiegenen Anforderungen an eine moderne Leitzentrale mit dem bestehenden System nur mit erheblichem finanziellem Aufwand zu realisieren war, hielt man Ausschau nach anderen Lösungen. In Zusammenarbeit mit der Fa. Elektro-Maier und der Fa. GSI entschied man sich für den Einsatz von B-CON als herstellerneutrale Gebäudeleittechnik inklusive der Ankopplung von WAGO Controllern des Typs 750-841 über Modbus/IP. Diese Lösung bedingte zwar ebenfalls einen Austausch der Controllerebene nach bereits acht Jahren, konnte somit aber das bestehende System sowie die zusätzlichen Anforderungen abdecken. Anforderungen an das planerische Gesamtkonzept waren unter anderem die Anbindung an eine Telefonanlage, die Integration verschiedener Gewerke wie z.B. Elektro, HLK, MSR sowie die Möglichkeit jederzeit von jedem Ort auf die Anlage zugreifen zu können.

Exakte Planung erforderlich

Die größte Herausforderung lag darin, dass der komplette Umbau während des Betriebes durchgeführt werden musste und der Bauherr keine Einschränkung des Komforts akzeptierte. Das erforderte eine sehr exakte Planung. So wurde ein bestehender Controller aufgrund vorgegebener Verkabelung komplett durch KNX-Komponenten und die anderen vier Controller eins zu eins durch Wago-Controller ersetzt. Ein Gebäudeleittechnik-Server verwaltet alle Informationen aus den einzelnen Gewerken. Das Techniknetzwerk garantiert dabei höchste Ausfallsicherheit. Die Bedienung der Anlage kann entweder lokal am Server, oder über ein Service-Notebook, welches über W-LAN mit dem Leitrechner verbunden ist, erfolgen.

Zukunfts- und Investitionssicherheit

Die Auswahl der geeigneten Hardwarekomponenten in Verbindung mit B-CON als übergeordnete Gebäudeleittechnik machten bereits während der Umbaumaßnahme Optimierungsmaßnahmen möglich. Das gemeinsam mit dem Kunden entwickelte Bedienkonzept sorgt für hohe Akzeptanz bei den technischen Verantwortlichen. Für die bereits in Planung befindlichen Erweiterungen der Klinik steht nun ein modernes und offenes Leitsystem zur Verfügung.

Konfigurieren anstatt programmieren

Die neueste Generation der Gebäudeleittechniksoftware B-CON.net kommt in den Standardanwendungen ohne Programmierung aus. Durch die vollständig überarbeitete Nutzeroberfläche von B-CON.net sowie der neu hinzu gekommenen Drag & Drop Funktionen ist es möglich, Visualisierungsseiten per Mausklick zusammen zu bauen und mit Funktionen zu hinterlegen. Hierzu ist keine einzige Zeile Programmiercode erforderlich. Neben den in B-CON.net zum Standard gehörenden gebäudetechnischen Programmmodulen wie z. B. Zeitschaltuhr, Alarmhandler und Messagehandler sowie einem vollwertigen Energiemanager und Historienmodul garantieren neue Features wie z. B. der Webseiten-Generator sowie ein erweiterter Alarmhandler höchstmögliche Produktivität bei der Erstellung von Leittechnikprojekten. Als neue Standardprogrammmodule wurden ein Szenenmodul und ein Betriebsstundenzähler implementiert.

Leichte Zuordnung der Datenpunkte

Schlüsselfertige Programmmodule unterstützen sowohl den Errichter wie auch den Betreiber von Systemen in seinen Prozessen. Darunter zählen unter anderem die technische Betriebsführung wie auch zentrale Managementfunktionen innerhalb von Gebäuden und Anlagen. So gehören beispielsweise zentrale Funktionen aller aufgeschalteten Gewerke oder Systeme zum Standardpaket der B-CON. Dabei können oben genannte Programmmodule direkt in der gewerkeübergreifenden Objektliste ohne Programmieraufwand den Datenpunkten zugeordnet werden. Mit Hilfe von sogenannten X-Controls kann man in B-CON.net ebenfalls bereits bei der Datenpunktkonfiguration Eigenschaften und Symbole zuordnen, die der Datenpunkt annehmen soll. Egal an welcher Stelle Datenpunkte in der Visualisierung eingefügt werden, die konfigurierten Eigenschaften werden weiter „vererbt“. Mit den zahlreichen Bibliotheken und Layoutvorlagen, die zum Standardsoftwarepaket zählen, steht dem Anwender eine Vielfalt an Bedien- und Anzeigeelementen zur Seitengestaltung zur Verfügung.

Systemarchitektur für jede Projektgröße und Komplexität

Ein weiterer Vorteil von B-CON.net ist die Server-Client-Architektur. Das Distributieren von Client-Anwendungen innerhalb des Netzwerkes wird damit leicht umsetzbar. Jeder B-CON-Rechner kann automatisch ohne Programmieraufwand mit anderen B-CON-Rechnern Informationen (z. B. Schalt- und Stellbefehle oder Zustandsdaten) austauschen. Da die Zugriffslizenzen ausschließlich auf der Serverseite verwaltet werden, kommen sämtliche Clients ohne Zusatzlizenzen (z.B. Dongle oder Softkey) aus. Dabei ist letztlich nur die Anzahl der konnektierten Clients relevant. Über weitere Funktionen wie z.B. den Netzwerkserver können z.B. KNX-Welten übers Netzwerk miteinander verbunden oder Gateways zwischen unterschiedlichen Systemen realisiert werden. Dabei erlaubt diese Architektur die extrem produktive Abwicklung unterschiedlichster Projektgrößen und -komplexitäten. Das dynamische Ausführungsmodell von B-CON garantiert höchste Performance auch bei Projekten jenseits der 100.000-Datenpunktmarke. B-CON ist damit die geeignete Lösung für alle Anwendungen im technischen Gebäudemanagement mit 100 bis über 100.000 Informationspunkten. Durch die freie Skalierbarkeit der Lizenzierungspakete unterstützt B-CON die wirtschaftliche Umsetzung all dieser Projektgrößen.

Fazit

Mit der Gebäudeleittechniksoftware B-CON.net wird dem Anwender ein modernes und offenes System geboten. Die umfangreichen Bibliotheken sorgen für eine leichte Erstellung von Leittechnikprojekten. Mehr als 500 verschiedene Hersteller und Systeme können an B-CON.net angebunden werden. Durch die gewerke- und systemübergreifende Objektliste entfallen aufwendige Gatewaylösungen zu Fremdsystemen. Als Standardschnittstelle setzt B-CON.net hierfür nach wie vor auf den OPC-Standard. OPC ist mittlerweile der De-Facto-Standard in der Gebäudeautomation und bietet Kopplungsmöglichkeiten zu quasi allen Herstellern aus den Bereichen Automatisierungstechnik, Sicherheitstechnik, Regelungstechnik und Elektrotechnik. Durch einen speziell für B-CON.net entwickelten Updatemechanismus können alle Projekte, die mit der Vorgängerversion erstellt wurden, per Knopfdruck upgedatet werden. Die Kompatibilität zu neuesten Betriebssystemen wie z.B. Windows Vista ist gewährleistet.

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