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Schnell wie die Feuerwehr

Elektrotechnik modern planen

Wohnungsbrände, Verkehrsunfälle, Hochwasser, Hilfeleistungen … Feuerwachen gehören zur kritischen Infrastruktur. Daher müssen sie besondere gebäudetechnische Anforderungen erfüllen. Dies fängt bei der Planung an. Für den Neubau der Feuerwache in Weißenfels an der Saale hat das ortsansässige Ingenieurbüro Bach die anspruchsvolle Elektro- und Kommunikationstechnik geplant – unter Berücksichtigung der DIN14092-1 für die Planung von Feuerwehrhäusern. Moderne CAD-Systeme sind zur Lösung der immer komplexeren planerischen Aufgaben unter hohem Zeitdruck mittlerweile unverzichtbar.

(Bild: Data Design System GmbH)

Seit 1930 fungierte ein Gas- und Elektrizitätswerk als Quartier der siebtgrößten Feuerwehr in Sachsen-Anhalt. 87 Jahre später ist das Langzeitprovisorium nun Geschichte: Im Februar 2017 konnten die Einsatzkräften die neu gebaute Feuerwache beziehen. In der neuen Fahrzeughalle finden acht Feuerwehrfahrzeuge Platz. Durch die kürzeren Wege und die neue Halle, in der keine zwei Fahrzeuge mehr hintereinander stehen müssen, können die Brandschützer und Lebensretter jetzt schneller ausrücken. Ein direkt an die Halle angrenzendes zweigeschossiges, massives Multifunktionsgebäude beherbergt auf einer Fläche von ca. 400m² Aufenthalts- und Diensträume, Schulungsräume, Büros sowie den Technik- und Sanitärbereich. Bauherr und Träger der Feuerwache ist die Stadt Weißenfels. Stadt und Land haben insgesamt 3,9 Mio.€ in das moderne Feuerwehrzentrum investiert. Nach der Grundsteinlegung im Dezember 2015 musste der Neubau schneller als ursprünglich geplant und umgesetzt werden. Denn die Förderung des Landes in Höhe von 750.000€ war an einen Bauabschluss bis Ende 2016 gebunden – für alle Baubeteiligten eine Herausforderung. Die stark- und schwachstromtechnischen Anlagen mit zwei Verteilungen von 80A und 63A sowie die komplexe Fernmelde- und Informationstechnik plante das Ingenieurbüro Bach (IBB). Dem IBB oblag auch die Bauüberwachung. Die Fachbausumme für die Elektrotechnik lag bei 220.000€. „Ich bin selbst bei einer freiwilligen Feuerwehr aktiv. Da ist man mit besonders viel Herzblut dabei“, erzählt der verantwortliche Planer Johannes Simon, der Elektrotechnik mit Schwerpunkt regenerative Energietechnik studiert hat. Als Planungssoftware setzte das IBB DDS-CAD Elektro ein. Die Ausführung übernahm die Firma Weber & Weber GmbH aus Schönburg bei Naumburg.

 

Retrospektive

Andreas Bach gründete 1993 das Ingenieurbüro Bach in Weißenfels und ist seit 1989 planerisch tätig. Mit fünf Mitarbeitern plant das IBB heute weltweit zu 70 Prozent Großprojekte für die Lebensmittelindustrie sowie Wohn- und Zweckbauten. Schon früh erkannte Bach die Vorteile einer gewerkeübergreifenden Planung und entschied sich 2001 für DDS-CAD als Projektierungswerkzeug. Bach erinnert sich: „DDS konnte schon damals 3D-Trassen zeichnen und brachte die Komplexität mit, um die aufwendigen Kollisionsprüfungen mit Heizung, Lüftung und Klimatechnik durchzuführen.“ Schmunzelnd fügt er hinzu: „Es war nicht so komfortabel wie heute, aber es ging.“ Die Elektroplanung für eine Feuerwache ist relativ anspruchsvoll. In Weißenfels kam der Zeitdruck hinzu. „Im März 2016 haben wir mit der Planung begonnen“, berichtet Simon. Ein großer Vorteil bei der Anwendung von DDS-CAD sei die Zeitersparnis. Er könne intuitiv selbst zeichnen und müsse seine Entwürfe keinem technischen Zeichner übergeben. Bach fügt hinzu: „Erhebliche Verbesserungen gab es in den letzten Jahren bei den Bemaßungen oder der Durchbruchsgestaltung, das geht heute wesentlich fixer und effektiver als noch vor fünf Jahren. Durch solche Verbesserungen sparen wir natürlich viel Zeit ein.“

 

Moderne Gebäudetechnik modern projektieren

Digitale Planungswerkzeuge wie DDS-CAD vereinfachen die Dokumentation erheblich. (Bild: Data Design System GmbH)

Das Besondere an der Feuerwache Weißenfels liege in der umfangreichen Integration verschiedener Technologien auf relativ kleinem Raum, betont Simon. Dazu zählt feuerwehrspezifische Peripherie, wie z.B. Ladeeinrichtungen für Feuerwehrfahrzeuge, Abgasabsauganlagen oder der digitale Einsatzplan. Simon sagt: „Nahezu alle Bereiche der Kostengruppe 440 Starkstromanlagen wie auch der Kostengruppe 450 für Fernmelde- und Informationstechnische Anlagen haben wir abgedeckt.“ Projektiert hat Simon neben der Energieversorgung die Anbindung eines Notstromaggregats auf dem Gelände, die Blitzschutztechnik samt Erdung sowie die Steuerung der Rauch- und Wärmeabzugsanlagen. Hinzu kamen die Hausalarmierungs-, Einbruchmelde- und die Satellitenempfangsanlage. Die Außen- und Innenbereiche werden durch energieeffiziente LED-Technik beleuchtet. Angesichts dieser umfangreichen elektrotechnischen Anforderungen liegen die Vorteile des digitalen Planens mit DDS-CAD auf der Hand. „Alles in einem Programm und alles in einem Projekt“, bringt Bach es auf den Punkt. Die intelligente Lichtsteuerung mit Präsenzmeldern in den Fluren und Sanitärräumen senkt zusätzlich den Stromverbrauch. Zur Versorgung der Sicherheitsbeleuchtung der Flucht- und Rettungswege kam eine Gruppenbatterieanlage zum Einsatz. Musste Simon bei dem Feuerwehr-Projekt die Schemata der diversen Elektroanlagen noch mit einer separaten Software zeichnen, erzeugt DDS-CAD diese seit Version 12 zügig per Mausklick. Der Planer profitiert: Wer wollte heute noch die Bezeichnungen von Verteilungen manuell ändern, wenn bereits tausend Steckdosen mit Stromkreisen versehen sind? Moderne CAD-Werkzeuge erledigen das in wenigen Minuten. Wird ein Alarm über die Leitstelle ausgelöst, muss automatisch die Beleuchtung im Außen- und Innenbereich der Halle für 15 Minuten eingeschaltet werden; das erfordert die DIN 14092-1. Außerdem müssen bei einer Alarmierung Anweisungen für die Feuerwehrleute über die Elektroakustische Anlage (ELA) erfolgen – entweder live oder vom Band. Diese Funktionalität wurde mithilfe einer Logiksteuerung von Siemens realisiert, die im Alarmierungsfall Beleuchtung und ELA automatisch steuert. „Mit einer kleinen SPS ist man hier flexibler“, erklärt Simon.

 

Mehr Zeit für Wichtiges

Immer häufiger stehen Elektroplaner unter Zeitdruck. Bach merkt an: „Früher haben wir die Elektrotechnik mehr im Detail geplant, dafür fehlt heute Zeit oder Personal.“ Die modernen, digitalen Möglichkeiten von DDS-CAD weiß er daher zu schätzen: „Die Automatismen machen die Planung schneller.“ Komplexe Projekte wie für die Feuerwehr Weißenfels lassen sich so in kurzer Zeit bei höchsten Qualitätsansprüchen erstellen.


Autor | Felix Berthold,
für Data Design System GmbH
www.dds-cad.de

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