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Elektroinstallation und Außendämmung

Für Gebäude, die gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 errichtet oder modernisiert werden, gelten besonders strenge Anforderungen hinsichtlich der Wärmedämmung. Hier ist nicht zuletzt die Elektroinstallation in oder an einer gedämmten Außenfassade eine potenzielle Schwachstelle. Neue Lösungen für die Gerätebefestigung und -installation erleichtern dem Elektrohandwerker das Vorgehen erheblich und stellen eine uneingeschränkte Dämmwirkung sicher.
Seit dem Inkrafttreten der EnEV 2009 muss die Gebäudehülle durchschnittlich 15% mehr leisten als nach der EnEV 2007. Für die Jahre 2012 und 2015 sind weitere Verschärfungen vorgesehen. Schon die geltenden Vorgaben können aber nur erfüllt werden, wenn beispielsweise Wärmebrücken zuverlässig vermieden werden. Noch problematischer sind Leckagen in der Außendämmung, durch die unerwünschte Transmissionswärmeverluste auftreten können. In beiden Fällen kann es – neben unnötigen Energieverlusten – durch Absinken der raumseitigen Oberflächentemperatur zu Kondenswasserbildung und schlimmstenfalls zu Schimmelpilzbefall kommen. Zu den effizientesten und zugleich wirtschaftlichsten Maßnahmen im Sinne der Energieeffizienz zählt die Dämmung der Außenwände, da die Transmissionswärmeverluste hier besonders hoch ausfallen. In der Regel wird dabei eine Dämmstoffschicht auf der Außenwand befestigt und verputzt. Die häufigste Form der Dämmung ist das Aufbringen von Dämmstoffplatten auf dem Mauerwerk.

Luftdichte und wärmebrückenfreie Ausführung

Es ist erforderlich, die Gebäudehülle luftdicht und die Außendämmung wärmebrückenfrei zu halten. Dies gilt insbesondere bei der Elektroinstallation. Besondere Risiken bergen außenliegende Installationen wie Steckdosen, Außenschalter, Außenleuchten, Bewegungsmelder oder Sprechanlagen. Denn wärmeisolierte Außenfassaden haben häufig den Nachteil, dass eine sichere Befestigung von Elektrogeräten und -komponenten an oder in ihnen – mangels mechanischer Festigkeit – eine besondere Schwierigkeit darstellt. Denn die wärmebrückenfreie Befestigung an der gedämmten Fassade soll zum einen stabilen Halt und zum anderen Wärmebrücken vermeiden.

Nachträgliche Befestigung oftmals notwendig

Oft findet die Installation von elektrischen Komponenten in der Planung nicht rechtzeitig Beachtung. In der Neubauinstallation werden dann häufig lediglich Leitungen zum Anschluss der geplanten Geräte aus der Außenwand herausgeführt. Vorkehrungen für eine sichere und wärmebrückenfreie Befestigung dieser Geräte werden demgegenüber in dieser Phase nur selten getroffen. Den Baubeteiligten wird die Bedeutung der Gerätebefestigung dann erst im Nachhinein bewusst. Nun ist es notwendig, eine nachträgliche wärmebrückenfreie, stabile Installation am Wärmedämmverbundsystem (WDVS) vorzunehmen, um Energieeinbußen oder Kondenswasserbildung aufgrund der Taupunktverschiebung entgegenzuwirken – und zwar ohne die Außenfassade zu beschädigen. Vor diesem Hintergrund bietet die Kaiser GmbH & Co. KG ein bedarfsgerechtes Programm zur sicheren und energetisch optimalen Befestigung von Elektrogeräten und -komponenten sowie weiterer Bauteile. Sie sind speziell für WDVS sowie andere marktübliche Systeme entwickelt worden und tragen der gängigen Baupraxis Rechnung.

Bündiger Halt ohne Wärmebrücke

Eine mechanisch sichere, wärmebrückenfreie und EnEV-gerechte Montage an der gedämmten Außenfassade ermöglicht dabei z.B. der neue ‚Mini-Geräteträger‘. Er sorgt für eine sichere, exakte und wandbündige Befestigung von Geräten wie Leuchten, Bewegungsmeldern, hinterleuchteten Hausnummern und Dämmerungsschaltern an gedämmten Außenfassaden mit Isolierstärken ab 80mm. Zudem können hieran beispielsweise auch Gebrauchsgegenstände wie Briefkästen montiert werden.

Geräte-Verbindungsdose für WDVS

Sicherheit bei der nachträglichen Montage von Einbaugeräten wie Steckdosen und Steckdosenkombinationen in gedämmten Außenfassaden bietet darüber hinaus die speziell hierfür entwickelte Geräte-Verbindungsdose ‚Econ Styro55‘. Sie erlaubt bis zu 5-fach-Kombinationen im Normabstand. Auch die Geräte-Verbindungsdose für WDVS verfügt über Klemmrippen, die für zusätzlichen Halt in der Dämmung sorgen. Eine umlaufende Dichtlippe vermeidet das Eindringen von Feuchtigkeit. Untersuchungen des Passivhaus-Institutes Dr. Feist belegen die Wärmebrückenfreiheit des ‚Mini-Geräteträgers‘ und der Geräte-Verbindungsdose ‚Econ Styro55‘.

Sicherer Halt ohne Wärmebrücken

Sofern die Gerätebefestigung vor dem Aufbringen der Wärmedämmung montiert werden kann, steht mit dem von Kaiser entwickelten ‚Universal-Geräteträger‘ ebenfalls eine bedarfsgerechte Lösung zur Verfügung. Sein rechteckiger, modularer Aufbau mit integrierter Steinwolledämmung ermöglicht die sichere Befestigung am Mauerwerk und die schnelle und genaue Anpassung an Dämmstärken von 60 bis 360mm. Zur Befestigung wird die Gehäusebasis an das Mauerwerk geschraubt, anschließend wird das Aufstockelement entsprechend der Dämmstärke angepasst und die mitgelieferte Steinwolle eingepasst. Für die Befestigung von Geräten wie z.B. Außenleuchten wird eine Montageplatte eingerastet. Auf dieser werden die Geräte mechanisch sicher und wärmebrückenfrei an der universellen Anschraubfläche befestigt. Für den Einsatz von Gerätedosen kann die Rückseite der Montageplatte genutzt werden. Sie weist entsprechende Fräsmarkierungen auf, so dass hier Gerätedosen bis zu einer Zweifachkombination eingesetzt werden können. Seit Kurzem steht der ‚Universal-Geräteträger‘ auch mit einem Kombi-Einsatz zur Verfügung. Er eignet sich für einzelne Installationsdosen sowie für 2-fach und 3-fach Kombinationen und ist somit eine gute Lösung für Steckdosen, Steckdosenkombinationen und für Türsprechanlagen. Zudem bietet er hohe Flexibilität für zukünftige Erweiterungen der Elektroinstallation ohne Beschädigung der Außenfassade. Für die Installation von Leuchten und Bewegungsmeldern an der Wand oder Decke bei Dämmstärken von 80 bis 160mm steht zudem ein Teleskop-Geräteträger zur Verfügung, zur sicheren Befestigung von Steckdosen und Schaltern bei einer Dämmstärke von 80 bis 170mm wird eine Teleskop-Gerätedose eingesetzt.

Fazit

Die Bauverantwortlichen haften für die Einhaltung der nach EnEV geforderten Luftdichtheit sowie für bauphysikalische Schäden, die aufgrund von Kondenswasserbildung durch Leckagen entstehen können – und das für 30 Jahre. Vor diesem Hintergrund tun Planer und ausführende Handwerksunternehmen gut daran, auch im Detail jedes Risiko von Bauschäden auszuschließen. Mit praxisgerechten und auf die täglichen Installationsanforderungen ausgerichteten Systemlösungen ist die luftdichte und wärmebrückenfreie Elektroinstallation einfach zu realisieren.

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