Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Von der Messstelle zur Technikzentrale:

Der Zählerplatz im Wandel

Die aktuelle Entwicklung der Elektroinstallationstechnik ist von einer rasanten Dynamik geprägt. Denn immer mehr neue Anwendungen halten Einzug in die häusliche Elektrotechnik: Ob Eigen-Energieerzeugung mit Photovoltaikanlagen, Smart Metering und Smart Grid, der Vormarsch der Gebäudeautomation und der Multimediatechnik oder die Integration von Ladestationen für Elektrofahrzeuge – all diese Entwicklungen sind mit steigenden Anforderungen an die Elektroverteilung verbunden und wirken sich damit auch auf die Zählerplatztechnik aus. Es ist bereits jetzt erkennbar, dass bisherige Zählerplatz-Konzepte an ihre technischen Grenzen stoßen und durch neue, zukunftsfähige ersetzt werden müssen.

Zu den klassischen Aufgaben des Zählerplatzes ‚Zählen und Verteilen‘ kommen zahlreiche weitere hinzu, sodass dieser immer mehr in die Rolle der Technikzentrale für Energieverteilung und Kommunikation rückt. Zur Erfüllung seiner Zentralfunktion wird der Zählerplatz auch weiterhin mit einem Bezugszähler ausgestattet sein. Dieser wird sich jedoch von den bisher bekannten Varianten unterscheiden. Denn die aktualisierte Fassung des EnWG vom Juli 2011 definiert in §21d die einzusetzenden Messeinrichtungen neu als Messsysteme, die zum Datenaustausch an interne und externe Stellen in der Lage sein müssen. Ein Messsystem im Sinne dieses Gesetzes ist danach eine in ein Kommunikationsnetz eingebundene Messeinrichtung zur Erfassung elektrischer Energie. Die verbindliche Ausweitung der Messeinrichtung hin zu einem Messsystem mit Kommunikationsmöglichkeit lässt sich am einfachsten mit einem modular aufgebauten Konzept wie dem Hager eHZ-System und einer Zählerplatztechnologie mit integrierter Befestigungs- und Kontaktiereinrichtung BKE-I umsetzen.

Integration von Zusatzfunktionen

Diese Technik ist konstruktiv darauf ausgerichtet, künftige Zusatzfunktionen inklusive der entsprechenden Komponenten in den Zählerplatz zu integrieren. Normativ sind bereits zahlreiche Vorgaben für Zusatzanwendungen definiert: So werden in der DIN VDE 0603 Teil 100 eine Reihe von Zusatzgeräten als ausdrücklich erforderlich beschrieben: Ein Verteilermodul als passives Hutschienengerät zum Aufbau des Local Metrological Network – kurz LMN – zur Einbindung des Stromzählers im Zählerplatz, ein LMN-Hub als elektronisches Hutschienengerät zur Integration bestehender EDL 21 Zähler, eine Spannungsversorgung zum Aufbau eines LMN oder auch ein HAN-Modul für die Verbindung zur Hausautomation und zu Anzeigegeräten wie z.B. der Hager-Visualisierung tebis KNX domovea. Darüber hinaus eine OMS/wM-Bus-Schnittstelle zur spartenübergreifenden Integration von Gas- oder Wasserzählern sowie ein CLS-Modul zum Schalten von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen oder Elektrofahrzeugen.

Hoher Platzbedarf durch Zusatzfunktionen

Der Einzug all dieser Komponenten wird den Platzbedarf im Zählerschrank deutlich erhöhen. Da die meisten Anwendungen leitungsgebunden sind, erfordern sie einen beträchtlichen Verdrahtungsaufwand, der den Platzaufwand weiter erhöht. Bei dem vollmodularen eHZ-Konzept wie Hager es anbietet, wurde diese Anforderung bereits bei der Konstruktion berücksichtigt – Hager eHZ-Zählerplätze sind ab Werk mit einem entsprechenden Installationsraum für die Integration von Zusatzanwendungen ausgestattet. Hinzu kommt, dass aufgrund des wachsenden Funktionsumfangs selbst der Zählerplatz eines Einfamilienhauses in Zukunft nicht mehr nur einen intelligenten Zähler wie den modularen eHZ beherbergen wird, sondern bis zu vier. Das sind neben dem Bezugszähler gegebenenfalls ein Lieferzähler zur Messung selbst erzeugter Energie, ein Zähler für steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie z.B. Wärmepumpen sowie unter Umständen ein weiterer Zähler für die Ladestation von Elektrofahrzeugen. Daneben nimmt die Multimediatechnik einen immer wichtigeren Stellenwert im modernen Leben ein. Um den daraus resultierenden Anforderungen gerecht zu werden, bietet Hager bereits seit einigen Jahren Multimediafelder an, mit denen der Elektroinstallateur den Funktionsumfang des Zählerplatzes zeitgemäß ausweiten kann. Auf gelochten Montageplatten kann er sämtliche Kommunikationsbausteine zentral platzieren: Den Telefonhausanschluss mit Telefonanlage und Splitter, der Internetanschluss mit DSL-Router, TV-Breitband- und Satellitenverteiler oder auch Netzwerkserver als zentrale Speicher für alle digitalen Daten.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Andreas Kupka ist ab sofort neuer CEO bei Primion Technology. Kupka tritt die Nachfolge von Horst Eckenberger an, der das Unternehmen Ende Februar verlassen hat. ‣ weiterlesen

Die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie verfehlten im März 2018 ihren Vorjahreswert um 5,7%. Die Inlandsbestellungen gingen um 9% zurück, die Auslandsbestellungen um 2,8% (Eurozone: -7,5%, Nicht-Eurozone: +0,3%). „Der jüngste Auftragsrückgang war der erste seit November 2016. Dabei hat es auch eine Rolle gespielt, dass der März zwei Arbeitstage weniger hatte als 2017“, sagt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. ‣ weiterlesen

Anzeige

Um die aktuelle Ausgabe des Modellhauses des ZVEH für Smart-Living-Technologien auch in bewegten Bildern einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können, hat dieser auf der Light + Building 2018 einen neuen Film gedreht. Wie schon die Vorausgabe bietet auch der neue Kurzfilm den Experten aus der E-Branche, Medienvertretern, Verbänden, Endkunden und weiteren Interessenten eine gute Grundlage, um einen ersten Einblick in die facettenreichen Funktionalitäten des E-Hauses zu gewinnen. ‣ weiterlesen

Im Rahmen eines Besuchs des EEBUS-Vorstandes in Peking ist die Nari Group am 17. April 2018 der EEBUS Initiative beigetreten. Die Nari Group ist der größte chinesische Anbieter für Anlagen und Systeme der Energieerzeugung und Verteilung sowie ein Tochterunternehmen der 2002 gegründeten State Grid Corporation of China (SGCC). ‣ weiterlesen

Anzeige

Die diesjährige Cebit vom 11. bis 15. Juni in Hannover startet mit neuen Themen, neuen Formaten und einem neuen Design in die neue Saison. Das neue Cebit-Konzept basiert auf vier Elementen: d!conomy, d!tec, d!talk und d!campus. ‣ weiterlesen

Verbraucher sehen in Smart-Home-Konzepten durchaus Potenzial zur Senkung ihrer Energiekosten im Haushalt, fühlen sich aber nur unzureichend informiert über die Risiken digitaler Technologien, etwa in Form von Cyber-Attacken und Eingriffen in die Privatsphäre. ‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige