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Kreuzgewölbe
imposant inszeniert

Denkmalgerechte Beleuchtung

Energiesparende LED-Strahler und LED-Downlights mit verschiedenen programmierbaren Lichtszenarien sorgen für eine stimmungsvolle Beleuchtung der St. Marien- und Bartholomäikirche zu Harsefeld. Die hochmoderne Lichttechnik tritt gestalterisch dezent zurück und bildet dadurch keinen Widerspruch zur historischen Architektur.
Betritt man heute die spätgotische Klosterkirche, ist der Zustand vor der Sanierung kaum mehr vorstellbar. Bis zur 2014 abgeschlossenen Modernisierung wurde die geräumige St. Marien- und Bartholomäikirche zu Harsefeld, erbaut im 14./15. Jahrhundert, allein durch Kronleuchter im Mittelschiff beleuchtet. Das war völlig unzureichend im Hinblick auf die Lichtstärken, aber auch kaum der Würde und Funktion des Gebäudes angemessen. Im Rahmen einer kompletten Sanierung des Kircheninneren nach energetischen und ästhetischen Gesichtspunkten, wurde das Ingenieurbüro lucente Lichtplanung aus Sittensen deshalb mit der Entwicklung eines neuen Beleuchtungskonzeptes beauftragt, das einem umfangreichen Anforderungskatalog entsprechen musste. So sollten erstmals auch die Seitenschiffe blend-arm und mit einem guten Sehkomfort ausgeleuchtet werden. Für das Hauptschiff galt es verschiedene Szenarien zu berücksichtigen, da für Predigt, Choraufführung und Orgelkonzert sehr unterschiedliche Beleuchtungssituationen erforderlich sind.

Programmierbare und energiesparende Lichtlösung

Aus diesen vielfältigen Nutzungen ergab sich beinahe von selbst die Notwendigkeit einer programmierbaren und im Sinne der Gesamtmodernisierung auch energiesparenden Lichtlösung. Es handelt sich um ein Anforderungsprofil, wie man es von Veranstaltungssälen im Neubau durchaus kennt. In diesem Fall musste die moderne Lichtkonzeption jedoch in historischer Bausubstanz und unter den wachsamen Augen der Denkmalpflege verwirklicht werden. Was zunächst wie eine zusätzliche Schwierigkeit klingt, verwandelte das lucente-Team um Dipl.-Ing. Jürgen Klensang mit seiner Lichtlösung in einen beeindruckenden zusätzlichen Gewinn für die Architektur. Denn ihr Ansatz ging konsequent davon aus, welche Möglichkeiten der vorhandene Raum bot. Dabei sprang zum einen das Ringmotiv der Säulen ins Auge und zum anderen das sehr markante neugotische Kreuzgewölbe in der Höhe. Diese beiden prägenden Elemente des Raums werden heute durch das Licht betont, während die Leuchten selbst dezent zurücktreten und teilweise komplett im Verborgenen bleiben. Eine Idee, die mit dem Grundsatz ‚Licht statt Leuchten‘ des Lichtspezialisten Erco korrespondiert, der die Lichtlösung in Harsefeld möglich machte.

Leuchtenring als zeitgemäßes Säulenkapitell

Herzstück der neuen Beleuchtung sind die maßgefertigten Ringkonstruktionen, mit Erco-Leuchten bestückt, welche die raumgliedernden Säulen des Hauptschiffs in rund 8m Höhe dezent einfassen. Ein Muster dieser Ringe, das zunächst dem Denkmalschutz vorgelegt wurde, stieß sofort auf volle Zustimmung, da die Anordnung der Leuchten durch den Einbau in einem separaten Korpus nur einen minimalen Eingriff in die Bausubstanz bedeutete. Gleichzeitig fallen die Leuchtenringe optisch kaum als neue Einbauteile im historischen Bestand auf, weil sie genau am Übergang von der Säule zum Gewölbe positioniert sind. Sie bilden gewissermaßen eine zeitgemäße Interpretation des Säulenkapitells, das sich in der traditionellen Kirchenarchitektur an dieser Stelle befindet. Lichttechnisch ist die Position ideal, weil sich von den insgesamt acht Säulen des Hauptschiffs praktisch jeder Winkel des Kirchenraums ausleuchten lässt, ohne dass eine Vielzahl von Einzelleuchten den Raumeindruck stört. Stattdessen sind die Lichtwerkzeuge Harmonisch in die Leuchtenringe integriert, wirken die Lichtwerkzeuge von Erco wie ein selbstverständlicher Bestandteil der Architektur. Dies gilt speziell für die nach oben gerichteten LED-Strahler Optec, die das beeindruckende Kreuzgewölbe stimmungsvoll in Szene setzen. Das nach oben gerichtete Licht betont die Höhe des Gewölbes, während die Schattenbildung die filigrane Plastizität der Gewölberippen unterstreicht. Mit den flexibel ausrichtbaren Strahlern setzen darüber hinaus besondere Lichtakzente auf einzelne Architekturelemente. So kann etwa die prächtige Orgel mit Lichtkegeln als heller Punkt in dunkler Umgebung visuell in den Vordergrund gerückt und atmosphärisch inszeniert werden. Nach unten fluten Quintessence-Downlights von Erco das Kirchenschiff. Hier sorgen sie je nach gewählter Szene für eine ausgewogene Grundhelligkeit und für einen guten Sehkomfort. Sowohl im Hauptschiff, aber vor allem auch in den Seitenschiffen kommt das Licht gleichmäßig von vorne und hinten, sodass an jedem Platz der Kirche Noten oder Gesangsbücher blendfrei und ohne störenden Schattenwurf abgelesen werden können. Die LED-Downlights selbst sind serielle Einbauleuchten, die hier in die Leuchtenringe an den Säulen eingepasst wurden. Sie sind dadurch nur als Lichtpunkt in großer Höhe zu erkennen.

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