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Ansteuerung von Brandschutzeinrichtungen: Sicherheit ist steuerbar

Die immer komplexer werdenden Anforderungen an die Steuerung und Überwachung von Anlagenteilen hat sich die Novar GmbH zum Anlass genommen, den esserbus-Koppler FCT zu entwickeln. FCT steht für ‚fire control transponder‘ – die englische Bezeichnung für Brandfallsteuerung.
Von professionellen Brandmeldesystemen wird heutzutage mehr erwartet als die zuverlässige Branderkennung und die Alarmierung der Feuerwehr. Die stetigen Fortschritte von technischen Anlagen führten im Lauf der Zeit auch zu vielfältigen Verbesserungen von Steuerungs- und Überwachungssystemen. Wenn solche Anlagen in ein zentrales Gefahrenmanagementsystem eingebunden werden, müssen eine Reihe von Signalen ausgewertet, gesteuert und überwacht werden. Gleichzeitig werden die Spezifikationen der Europäischen Normen immer anspruchsvoller. Ein neuer Koppler der Novar GmbH trägt diesen gewachsenen Anforderungen Rechnung.

Normengerechte Steuerung

Mit dem Koppler wird ein Produkt zur Verfügung gestellt, das in Verbindung mit dem IQ8-System oder der neuen FlexES control in der Lage ist, eine Vielzahl von Schutzvorrichtungen normengerecht zu steuern und zu überwachen. Er kommt vor allem dort zum Einsatz, wo z.B. die Steuerung von Brandschutz- und Entrauchungsklappen oder von Fahrstühlen vorgesehen ist. Des Weiteren wird das Gerät zum Öffnen von Feuerwehrzufahrten einschließlich der Überwachung von erforderlichen Endstellungen genutzt. Brand- und Rauchschutzsysteme helfen im Ernstfall, Schäden an Gebäuden und Personen zu minimieren oder sogar zu verhindern. Im Brandfall werden nicht betroffene Gebäudeteile frei gehalten und die Flucht- und Rettungswege bleiben passierbar. Maschinen können dann bei Bedarf abgeschaltet werden und helfen, Einrichtungen zu schützen und Brandherde einzudämmen. Mit dem esserbus-Koppler FCT können nun die unterschiedlichsten Brandfallsteuerungen applikationsgerecht umgesetzt werden. Über Rückmeldekontakte kann zusätzlich eine entsprechende Aktivierung erkannt und die Steuerung entsprechend überwacht werden. Die lückenlose ‚fail safe‘-Funktion des Kopplers gewährleistet darüber hinaus, dass sogar bei Ausfall der Brandmelderzentrale und des Feldbusses die volle Funktion des Kopplers als autarke Ansteuereinrichtung weiterhin gegeben ist.

Flexibilität ist Programm

Über die Software ‚tools 8000‘ können vielfältige Verknüpfungen und Ansteuermodi zur optimalen Ansteuerung und Überwachung der Brandfalleinrichtungen programmiert werden. So kann z.B. sowohl die Art der Relaisansteuerung (Öffner-/Schließerkontakt) gewählt als auch definiert werden, ob eine Impulssteuerung der Relais gewünscht ist und wie lange der Impuls andauern soll. Dies kann für die Ansteuerung bestimmter Brandschutzklappentypen wichtig sein. Die unterschiedlichen Zustände, die überwacht und an die Brandmelderzentrale kommuniziert werden, können im Ereignisfall zu einem enormen Datenaufkommen auf dem Feldbus führen, was die Performance der gesamten Brandmeldeanlage unter Umständen negativ beeinflusst. Um dies zu verhindern, hat der neue Koppler eine Möglichkeit, die nicht gewünschten Statusinformationen einfach herauszufiltern und damit das Datenaufkommen auf dem Feldbus zu verringern. Über die busversorgten Rückmeldeeingänge der IQ8FCT-Elektronikmodule können die unterschiedlichsten Applikationen überwacht und gesteuert werden. Der Koppler kann flexibel mit Spannungen von 12, 24 oder 230V betrieben werden. Oftmals werden Motoren, die auch von der BMA überwacht werden sollen, mit Netzspannung angesteuert. Diese 230V können auch zur direkten Versorgung des esserbus-Kopplers genutzt werden.

Erste Erfolge in Osteuropa

Seit einigen Monaten wird verstärkt im osteuropäischen Raum, z.B. in Polen, diese komplexe Funktionalität in Bezug auf die gesetzlichen Bestimmungen gezielt angefragt. Brandschutzkomponenten wie z.B. Entrauchungsklappen müssen dort im Brandfall durch die Brandmelderzentrale gesteuert werden, auch dann, wenn sie nicht unbedingt Teil des eigentlichen Brandmeldesystems gemäß EN54 sind. Dies bedeutet, dass ein Großteil der eigenständigen Brandschutz- und Entrauchungsklappen, die in der Vergangenheit Verwendung fanden, in dieser Anwendung nun nicht mehr den gesetzlichen Bestimmungen genügen. Auch die Fluchtwegsteuerung wird hiervon beeinflusst. In Zusammenarbeit mit einem Anbieter von Aktoren und mit einem großen Hersteller von hochwertigen Brandschutzklappen wurden umfangreiche Tests durchgeführt, um die unterschiedlichsten Anwendungsfälle im Zusammenhang mit dem Einsatz des neuen Kopplers in der Praxis zu testen. Erste Validierungsobjekte konnten bereits erfolgreich mit den neuen Kopplern ausgestattet werden. In zwei Warschauer Verwaltungshochhäusern z.B. kamen jeweils knapp 100 FCT-Koppler in Verbindung mit mehreren IQ8Control-Zentralen und mehr als 1.000 IQ8Quad-Meldern zum Einsatz. Sie überwachen dort z.B. die Entrauchung von Aufzugsschacht und Treppenhaus, die als einzelne Brandabschnitte ausgelegt sind. Weitere Objekte mit Installationen von bis zu 1.000 FCT-Kopplern sind bereits in Planung.

Kurz gefasst

In Verbindung mit dem IQ8-System oder der neuen Brandmelderzentrale FlexES control ist der esserbus-Koppler FCT in der Lage, eine Vielzahl von Schutzvorrichtungen normengerecht zu überwachen und unterschiedlichste Brandschutzsteuerungen applikationsgerecht umzusetzen. Eine lückenlose ‚fail safe‘-Funktion gewährleistet dabei, dass sogar bei Ausfall der Brandmelderzentrale und des Feldbusses die volle Funktion des Kopplers als autarke Ansteuereinrichtung weiterhin gegeben ist. Eingesetzt wird der esserbus-FCT-Koppler beispielsweise zur Steuerung von Brandschutz- und Entrauchungsklappen. Erste Validierungsobjekte wurden bereits erfolgreich mit den neuen VdS-zugelassenen Kopplern ausgestattet.

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