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Am Tropf der Politik

Liebe Leserinnen und Leser,

wie immer vor einer geplanten Kürzung der Fördermittel gab es einen kleinen Schub für die Solarbranche. Für einige Unternehmen hat das erste Quartal noch eine Sonderkonjunktur gebracht. Dies wird vorraussichtlich noch bis zum Sommer anhalten – aber was kommt danach? Aus den Bereichen Handwerk, Großhandel und Produktion sind es die Hersteller von Solarmodulen, bei denen die Krise bereits angekommen ist. Es herrscht ein enormer Preiskampf, vor allem die chinesischen Hersteller können viel billiger anbieten als die deutschen. Frank Asbeck, Chef des Bonner Unternehmens Solarworld ist pessimistisch, was das Jahr noch bringen wird. Laut Asbeck gebe Deutschland durch seine holprige Politik 30 Jahre Industriegeschichte für nichts und wieder nichts auf. Nach Aussagen von Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Solarwirtschaft (BSW), haben die viel zu starken Einschnitte der Solarförderung bereits über 10.000 Menschen ihren Solar-Job gekostet. Aber wie ist die Solarbranche zu retten? Ein Vorschlag hierfür ist folgender: Der Technik-Vorstand des angeschlagenen Bitterfelder Solarmodulherstellers Q-Cells, Andreas von Zitzewitz, sieht in der Verstaatlichung eine Chance, die deutsche Solarindustrie zu retten. Der einst größte Solarzellenhersteller der Welt musste vor kurzem Insolvenz anmelden. Mitte Mai folgte das nächste Schwergewicht aus ‚Silicon Valley‘, dem Zentrum der deutschen Solarindustrie im Dreiländereck Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: Der Zellen- und Modulhersteller Sovello stellte Insolvenzantrag. Laut Experten ist das erst der Beginn der Insolvenzwelle. Eine kluge Strategie den Rückgang zu kompensieren ist der Ausbau des Auslandsgeschäfts. Lukrative Geschäfte versprechen vor allem die USA und Japan. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima wird in Japan die Energiewende konsequent umgesetzt.

Verlässlichkeit gefragt

Über die jüngsten Entscheidungen der Politik bezüglich der Solarförderung bin ich mit Pierre-Pascal Urborn, Vorstandssprecher von Solartechnik-Hersteller SMA, einer Meinung. Der sagte kürzlich, dass er sich von der Politik mehr Verlässlichkeit wünsche, vor allem für die Handwerker, die ihr Geschäft nicht ins Ausland verlagern könnten. Denn eins kann der Markt nicht gebrauchen: Verunsicherung!

Viel Spaß beim Lesen

Ihr Henning Schulz

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