Abisolieren – schnell, einfach und sicher

Tipps für effizientes Schneiden von Leitungen

Jeder hat seine favorisierte Technik beim Abisolieren – die einen scheren, die anderen beißen. Wichtig beim Abisolieren ist allerdings die Wahl des Werkzeugs. Die Firma Klauke bietet mit ihren unterschiedlichen Abisolierwerkzeugen Lösungen für Querschnittsbereiche bis 16mm² und komplexe Isolationsmaterialien an.

 (Bild: Gustav Klauke GmbH)

(Bild: Gustav Klauke GmbH)

Um sichere Verbindungen herstellen zu können, ist bei der Bearbeitung von Leitungen ein glatter und gerader Schnitt besonders wichtig, der den Leiter weder verformt noch beschädigt. Prinzipiell kann dabei zwischen zwei Schneidtechniken unterschieden werden: Dem Scherschneiden und dem Beißschneiden, das auch als Keilschneiden bezeichnet wird. Beide Techniken richten sich nach der DIN-Norm 8588. Beim Scherschneiden wird die Leitung durch zwei sich aneinander vorbeibewegende Schneiden zerteilt. Diese Technik kommt vor allem bei der Abisolierung von Kabeln, Leitungen und Leitern aus Kupfer und Aluminium zum Einsatz. Hochwertige Abisolierwerkzeuge sind mit einer integrierten Schneideinheit ausgestattet, die extra auf diese Materialien angepasst sind. Dadurch kann der Schnitt kraftsparend, effizient und auch werkzeugschonend ausgeführt werden. Wenn es jedoch um das Zertrennen von harten Metallen geht, eignet sich das Beißschneiden hervorragend. Dabei wird das Kabel durch eine oder zwei keilförmige Schneiden auseinandergedrückt und getrennt. Bei beiden Schneidtechniken gilt: Damit schnell und sicher gearbeitet werden kann, sollte die Schneideinheit ergonomisch optimal angepasst werden. Die Abisolierwerkzeuge der Firma Klauke wie etwa die K43/2V und K43/2U zeichnen sich durch besondere Ergonomie aus. Mit einem Gewicht von 140g sollen sie u.a. ausdauerndes Arbeiten mit hohem Komfort gewährleisten.

Automatische Selbsteinstellung

Die richtige Werkzeugwahl ist also ein wichtiger Punkt. Abisolierwerkzeuge von Klauke sind etwa mit innovativen Messereigenschaften und speziellen Messergeometrien ausgestattet. Doch nach wie vor sind in der Praxis auch Kabelmesser mit feststehender Klinge im Einsatz. Aus Sicherheitsgründen sollte vom Einsatz dieser Messer aber Abstand genommen werden. Als Alternative werden häufig Kabelentmantler oder auch Kabelmesser mit Einstellschrauben verwendet – doch auch diese weisen deutliche Nachteile auf. Da der Querschnitt von Kabeln und Leitungen nicht physikalisch gemessen, sondern über den Leitwert berechnet und bestimmt wird, werden beim Abisolieren oftmals die Litzen abgetrennt und der Querschnitt reduziert. Das kann zu Übergangswiderständen und schlimmstenfalls zu Kabelbränden führen. Solchen Risiken kann man mit der Verwendung von modernen und anforderungsspezifischen Werkzeuge entgegenwirken. Diese stellen sich automatisch auf den jeweiligen Querschnitt und die Isolationsstärke ein, was ein optimales Abisolieren ermöglicht. Für extrem dickwandige und sehr dünne Isolationen wurden überdies spezielle Zangen entwickelt, die neben der automatischen Selbsteinstellung auch die Möglichkeit einer manuellen Justierung des Querschnitts bieten. Dadurch wird höchste Sicherheit bei allen Eventualitäten und Anforderungen gewährleistet. Allerdings sollte bei extremen Isolationsdicken vorab ein Probekabel abisoliert werden.

 

Das Kürzen überstehender Litzen

Im praktischen Verarbeitungsprozess fällt das Abisolieren eines Kabels häufig umständlicher aus als es tatsächlich sein muss. Nachdem die Litzen abisoliert, eine Aderendhülse aufgesetzt und vercrimpt wurde, kommt es vor, dass überstehende Litzen im Nachgang gekürzt werden. Ein solcher nachträglicher Schneidvorgang ist nicht nur überflüssig, sondern auch gefährlich. Es besteht etwa das Risiko, dass im Schaltschrankbau einige der Litzen in bestehende Schaltungen gelangen und einen Kurzschluss hervorrufen. Daher ist es ratsam, automatische Abisolierwerkzeuge zu nutzen, die über Einstellungsmöglichkeiten der Abisolierlänge verfügen. Optimalerweise handelt es sich dabei um eine Kombination aus verstellbarem Längenanschlag und einer Skala, die sowohl das metrische Maß als auch die Zoll-Bemaßung für AWG-Kabeltypen (American Wire Gauge) abbildet. Ein großer Vorteil liegt darin, dass der Anschlag eine immer gleichbleibende Abisolierlänge sicherstellt. Damit optimale Ergebnisse erzielt werden können, sollte die abzuisolierende Länge immer der Hülsenlänge plus 2mm entsprechen. Wird das Kabel in die Hülse eingeführt, sollten idealerweise nur bis zu 0,05mm aus dem Hülsenschaft überstehen. Bei Zwillingsaderendhülsen entspricht die abzuisolierende Länge immer der Hülsenlänge plus 3mm – Grund dafür ist der Einführtrichter. Handelsübliche Push-In-Klemmen verfügen über einen Klemmmechanismus, der relativ weit vom Einführtrichter entfernt ist. Hier werden die besten Resultate erzielt, wenn Aderendhülsen verwendet werden, die eine größere Hülsenlänge besitzen. Beispielsweise werden bei Schraubklemmen mit einem Querschnitt von 1,5mm2 Aderendhülsen mit 8mm Hülsenlänge benutzt. Bei Push-In-Klemmen ist es wichtig, die Angaben des Herstellers genau zu beachten. Aus Sicherheitsgründen ist man gut beraten, wenn eine Längengröße mehr gewählt wird. Das heißt: Bei einem Querschnitt von 1,5mm2 ist eine Hülsenlänge zwischen 10mm und 12mm am besten geeignet. Die Abisolierwerkzeuge 43/2V und K43/2U sind auf Querschnittsbereiche von 0,1 bis 16mm2 ausgelegt und können auch komplexe Isolationsmaterialien effizient und sauber abisolieren.

Komplexe Anforderungen

Applikationsspezifische Kabel mit hohen Isolationsanforderungen kommen in unterschiedlichsten Bereichen zur Anwendung. Damit bei solchen Anforderungen gute Isoliereigenschaften erzielt werden können, werden häufig Isolierwerkstoffe aus PE oder TPE verwendet. Durch unterschiedliche Materialbeschaffenheiten kann ein das Abisolieren zu einer Herausforderung werden. Auch Mantelmaterialien aus Silikon sowie harte Isolationen lassen sich mit Abisolierwerkzeugen von Klauke bearbeiten. Für PVC bzw. PVC-ähnliche Materialien wird etwa das Werkzeug K43/3 mit einem Querschnittsbereich von 0,08 bis 16mm2 angeboten.

Die Qualität zählt

Beim Abisolieren zählt In jedem Fall, dass das Werkzeug qualitativ hochwertig ausfällt und den essentiellen Anforderungen an Flexibilität, Sicherheit und Bedienkomfort entspricht – denn eine gute Abisolierung ist Voraussetzung für sichere und langlebige Verbindungen.

Gustav Klauke GmbH
www.klauke.com

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