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Mehr Energieunabhängigkeit durch intelligentes Energiemanagement

Gebäude, die Aufgaben intelligent ausführen und quasi mitdenken, sind nicht mehr nur reine Produkte der Fantasie oder gehören einer fernen Zukunft an. Sie sind real und wurden schon unzählige Male in die Praxis umgesetzt.

Zur weiteren Optimierung intelligenter Gebäude müssen jedoch nicht nur Wohnkomfort und intuitive Bedienung, sondern auch Energieunabhängigkeit und Eigenverbrauch stärker berücksichtigt werden. Dass diese Konzepte noch nicht vollständig in die Gebäudeautomation integriert wurden, liegt zum Teil daran, dass Photovoltaikenergie und Gebäudeautomation im Moment in zwei getrennten Welten existieren. Wenn diese beiden Welten miteinander in Einklang gebracht werden könnten, würde das sowohl für die Endverbraucher als auch für die Versorgungsunternehmen viele Vorteile mit sich bringen.

Hierfür müssen PV-Management und intelligentes Energiemanagement über eine zentrale Stromverwaltung gesteuert werden. Da der Wechselrichter bereits die Verwaltung der PV-Energieerzeugung und die Interaktion mit dem Netz sowie die Überwachung des Energieverbrauchs und die Verwaltung der Energiespeicherung übernimmt, wäre es nur logisch, hier auch die Verwaltung der Gebäudeautomation anzusiedeln.

Photovoltaikenergiesysteme bieten viele Vorteile, von der Erzeugung sauberer Energie bis hin zur Senkung der Stromkosten. Der einzige Nachteil ist, dass die Energie nicht immer dann produziert wird, wenn sie in einem durchschnittlichen Haushalt verbraucht wird. Eine optimale Nutzung der erzeugten Photovoltaikenergie wird durch die Kopplung des PV-Systems mit einer Speicherungs- und Gerätesteuerungslösung erzielt. Die Vereinigung aller Funktionen unter einem einzigen Verwaltungssystem ermöglicht eine flexible Implementierung verschiedener Kombinationen aus PV-System, Energiespeicher und Gerätesteuerung, die optimal auf das Verbrauchsmuster und die Budgetanforderungen des jeweiligen Haushalts abgestimmt werden kann.

Mit einer Speicherlösung kann die selbst produzierte Energie zu Spitzenverbrauchszeiten verfügbar gemacht werden, um die Stromkosten weiter zu senken und die Energieunabhängigkeit des eigenen Haushalts zu erhöhen. Anlagenbesitzer, bei denen der Energieverbrauch nicht an die Zeiten der PV-Stromproduktion angepasst werden kann, können am meisten von der Installation eines Batteriespeichers profitieren. In vielen Fällen führt die Installation eines Batteriespeichers zu einer deutlichen Steigerung des PV-Eigenverbrauchs.

Während die Batterie und die Batteriequalität eine wichtige Rolle bei der Energiespeicherung spielen, ist der Wechselrichter für das Energiemanagement und die Funktionalität verantwortlich. Der Wechselrichter bestimmt, wann die Batterie ge- oder entladen wird oder sich im Ruhezustand befindet, damit die Anlage den größtmöglichen wirtschaftlichen Nutzen erbringt. Das Verhältnis zwischen Batterie und Wechselrichter lässt sich am besten mit dem zwischen einer Gitarre und einem Musiker vergleichen. Denn auch die beste Gitarre ist lediglich Dekoration, wenn es keinen talentierten Musiker gibt, der auf ihr spielt. Und so wie der Musiker darüber entscheidet, wie auf der Gitarre gespielt wird, so entscheidet der Wechselrichter, wann der PV-Strom verwendet, in einer Batterie gespeichert oder ins Netz eingespeist wird.

Aber während durch die Speicherung der Energie in einer Batterie zweifellos der Eigenverbrauch erhöht und die Energie intelligenter genutzt wird, so kann der Rest des Hauses erst durch eine Gerätesteuerungslösung ebenfalls in vollem Umfang von der PV-Energie profitieren. Die Gerätesteuerung erfolgt über den PV-Wechselrichter und sorgt dafür, dass der Eigenverbrauch durch intelligente Gebäudetechnik weiter gesteigert wird. Die Verschiebung des Energieverbrauchs mithilfe einer Gerätesteuerungslösung ist eine der einfachsten und kostengünstigsten Methoden zur Erhöhung des Eigenverbrauchs. So wird das Eigenheim zu einem intelligenten, vernetzten Haus, in dem die Stromverbrauchszeiten an die PV-Stromerzeugung angepasst werden. So kann die erzeugte Energie flexibel eingesetzt und optimal genutzt werden. Der PV-Wechselrichter leitet den überschüssigen Solarstrom mithilfe der Gerätesteuerung an Verbraucher wie Warmwasserspeicher, Klimaanlagen oder Schwimmbadpumpen weiter. Die Warmwasserbereitung macht beispielsweise durchschnittlich rund 15 % der Stromkosten aus, was jedoch durch die Nutzung der am Tag überschüssig produzierten PV-Energie für eine heiße Dusche am Abend erheblich oder sogar vollkommen reduziert werden kann.

Strom aus PV-Systemen und intelligente Gebäudetechnik: Jedes Konzept für sich genommen bietet einzigartige Vorteile, aber erst in der Kombination aus beidem zeigt sich der wahre Synergieeffekt. Die Integration dieser beiden Konzepte sorgt nicht nur für mehr Energieunabhängigkeit und geringere Stromkosten, sondern auch für einen wesentlich höheren Komfort. Alle Funktionen werden über ein zentrales System gesteuert, sodass der Anlagenbesitzer das Energiemanagement jederzeit über ein mobiles Gerät in der Monitoring-Plattform überwachen kann.

Durch die Kombination von intelligenter Gebäudetechnik mit PV-Stromerzeugung wird das Konzept des energieeffizienten intelligenten Eigenheims erst wirtschaftlich tragfähig, und die Zukunft hält noch viele Möglichkeiten für eine immer intelligentere und effizientere Energienutzung bereit. Personalisierte Profile, Wetter- und Sonneneinstrahlungsvoraussagen, Berücksichtigung der Verbrauchsmuster im Haushalt und Profilerstellung über den Stromverbrauch der Haushaltsgeräte – all dies trägt dazu bei, dass das Energiemanagement immer intelligenter wird. Und auch die PV-Wechselrichter werden zum Glück ständig weiterentwickelt, sodass sie in der Lage sein müssten, diese beiden Welten nicht nur miteinander zu verbinden, sondern auch vorantreiben zu können.

 

 (Bild: SolarEdge)

(Bild: SolarEdge)

 

 

 

Der Autor Lior Handelsman (Bild) gründete SolarEdge im Jahr 2006 und ist zurzeit Vizepräsident Marketing und Produktstrategie, wobei er im Einzelnen für Marketingaktivitäten, das Produktmanagement und die Geschäftsentwicklung verantwortlich ist.

 

 

 

 

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