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Unbefugter Zutritt? Ein Lottogewinn ist wahrscheinlicher

Sicherer Zutritt per Fingerabdruck

Das Unternehmen Ekey Biometric Systems entwickelt seit 2002 Fingerprint-Zutrittslösungen für Unternehmen und Zuhause. Dabei garantiert das Unternehmen höchsten Standard bezüglich der Sicherheit gegen missbräuchliche Verwendung und unberechtigten Zugriff. Bei Entwicklung, Konstruktion und Fertigung werden die Empfehlungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik und Richtlinien sowie der VdS Schadenverhütung (Vertrauen durch Sicherheit) zu Zutrittskontrollanlagen berücksichtigt. Im Interview erklärt Geschäftsführer Dr. Leopold Gallner, was die Zutrittslösung sicher macht.

 

Herr Dr. Gallner, werden meine Fingerabdrücke im Ekey Fingerscanner gespeichert?

Dr. Leopold Gallner, CEO, Ekey Biometrics Systems GmbH (Bild: Ekey Biometric Systems GmbH)

Dr. Leopold Gallner: Nein. Ekey speichert keine Fingerbilder. Aus den biometrischen Merkmalen des originalen Fingerabdrucks wie einzigartigen Punkten, Linienendungen, Gabelungen etc., wird ein Muster (Template) erstellt. Dieses wird durch den eigens entwickelten Algorithmus in einen eindeutigen binären Zahlencode umgewandelt, abgespeichert und jedes Mal zum Vergleich herangezogen.

Kann aus den gespeicherten Daten ein originaler Fingerabdruck rekonstruiert werden?

Gallner: Nein. Der abgelegte Zahlencode kann nicht mehr zurück in ein Fingerbild umgewandelt werden. Somit ist eine Rekonstruktion des originalen Fingerabdrucks ausgeschlossen.

Ist es möglich, von einem hinterlassenen Fingerabdruck (z.B. auf einem Glas) einen brauchbaren Fake-Finger zum Öffnen einer Tür herzustellen?

Gallner: Es ist nahezu unmöglich und enorm aufwendig, einen brauchbaren Fingerabdruck herzustellen. Mit viel krimineller Energie, noch mehr Expertenwissen sowie besten Laborbedingungen könnten die Merkmale auf einen Fake-Finger übertragen werden. In der Theorie ist es möglich, praktisch wohl kaum.

Was ist eine ‚Lebenderkennung‘?

Gallner: Ekey Fingerscanner prüfen mittels RF-Sensortechnologie (Radiowellen) die Beschaffenheit der Haut und können so zwischen lebendem und totem Gewebe unterscheiden. Der Ekey-Fingerscanner muss somit das Gewebe zuerst als lebend erkennen, bevor ein Datenabgleich erfolgen kann. Daher ist es nicht möglich, den Fingerscanner mit einem hinterlassenen Abdruck oder Foto zu überlisten.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Tür bei einer nicht berechtigten Person öffnet?

Gallner: Kennen Sie die Falschakzeptanzrate? Sie beschreibt die Wahrscheinlichkeit, mit der eine Person Zutritt bei einem Sicherheitssystem erhält, obwohl sie keine Berechtigung hat. Bei Ekey-Fingerscannern liegt diese bei 1 : 10Mio. – vorausgesetzt, die Fingerbilder wurden richtig aufgenommen. Zum Vergleich: Unsere Fingerscanner sind gegenüber dem vierstelligen Zahlencode Ihrer Bankkarte 1.000 Mal sicherer. Oder denken Sie an den Fingerprint-Sensor Ihres Smartphones: Dabei ist die Falschakzeptanzrate überraschend hoch. Über 200 Mal höher, als bei einem Ekey-Fingerscanner, um genauer zu sein. Dass bei Ekey Fingerscannern eine unberechtigte Person Zutritt erhält, ist theoretisch möglich, aber höchst unwahrscheinlich. Die Wahrscheinlichkeit, mit einem Tipp einen Lotto-Sechser zu landen, liegt mit 1 : 8.145.000 schon deutlich höher, als dass eine unberechtigte Person Zutritt erhält.

Kann sich eine Tür bei einem Stromausfall selbstständig öffnen?

Gallner: Nein. Spannungsausfälle können bei unseren Fingerprint-Zutrittslösungen keinen Impuls auslösen, der die Tür öffnet. Diesen Öffnungsimpuls kann nur ein berechtigter und – wie wir bereits wissen – lebendiger Finger auslösen.

Wie kann ich meine Tür bei einem Stromausfall öffnen?

Gallner: Für diesen dunklen Moment bieten wir für unsere Zutrittslösungen eine USV – eine unterbrechungsfreie Stromversorgung – an. Diese hält Fingerscanner, Steuereinheit und Motorschloss für mehrere Stunden in Betrieb. Alternativ kann natürlich ein Schlüssel verwendet werden.

Kann die Zutrittslösung von außen manipuliert werden, um die Tür zu öffnen?

Gallner: Nein. Das System kann nicht von außen manipuliert werden. Auch nicht durch Gewalteinwirkung, denn Fingerscanner und Steuereinheit sind räumlich getrennt. Der Öffnungsimpuls geht von der Steuereinheit im geschützten Innenbereich aus. Im Übrigen kann das System auch nicht über das Internet manipuliert werden, da es nicht daran angebunden ist.

Kann das System durch den Tausch des Fingerscanners manipuliert werden?

Gallner: Fingerscanner und Steuereinheit werden bei der Inbetriebnahme miteinander ‚verheiratet‘ und kommunizieren verschlüsselt. Die angelegten Benutzerdaten werden mit der Seriennummer des Geräts abgespeichert und sind somit auf kein weiteres Gerät übertragbar. Tauscht man die Geräte, müssen Steuereinheit und Fingerscanner auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und neu ‚verheiratet‘ werden. Dazu braucht man Zugang zum geschützten Innenbereich, in dem sich die Steuereinheit befindet. Zudem müssen alle Benutzerdaten neu angelegt werden.

Wie sicher ist die Verbindung zwischen Smartphone/Tablet, Fingerscanner und Steuereinheit?

Gallner: Für den Verbindungsaufbau zwischen Smartphone/Tablet, Fingerscanner und Steuereinheit verwenden wir das sichere Koppelungsverfahren ‚Bluetooth Secure Simple Pairing‘. Die Daten zwischen den Geräten werden ausschließlich verschlüsselt übertragen.

Was passiert, wenn ich mein Smart-phone/Tablet verliere?

Gallner: Beim Öffnen der App ist ein vier- bis sechsstelliger App-Sicherheitscode erforderlich. Die App kann somit von keiner unberechtigten Person gestartet werden. Sollte das Smartphone/Tablet verloren gehen, kann man über ein anderes Smartphone bzw. Tablet mit der Ekey Home App und dem konfigurierten Admin-Kopplungscode die Verbindung zum Fingerscanner wieder herstellen.

Sind versteckte Zutrittsberechtigungen für den Hersteller im System hinterlegt?

Gallner: Nein. Ekey hat keine Möglichkeit (Werkscode, etc.) für die Öffnung durch einen Techniker im System hinterlegt. Der Eigentümer – gleichzeitig der Administrator – ist die einzige Person, die über einen selbst festgelegten 6-stelligen Administratorcode das System auf Werkseinstellungen zurücksetzen kann.

Besteht Versicherungsschutz mit einer Fingerprint-Zutrittslösung?

Gallner: Für den Versicherungsschutz ist es nicht relevant, ob die Verriegelung mechanisch per Schlüssel oder elektronisch per Fingerprint ausgelöst wird. Grundsätzlich besteht nur dann Versicherungsschutz, wenn der Zugang ordnungsgemäß verriegelt ist. Fällt eine Tür nur ‚in die Falle‘, gilt das nicht als verriegelt.

Werden alle Aktivitäten am Fingerscanner protokolliert?

Gallner: Beim System Ekey Home – Einzel-Zutrittslösungen gibt es kein Zutrittsprotokoll. Ekey bietet bei den Zutrittslösungen Ekey Multi und Ekey Net ein Zutrittsprotokoll über jeden Fingerscanner an, das nur der Administrator auslesen kann. Auch Zutrittsversuche unberechtigter Personen werden protokolliert.

Begriffserkärungen

Fake-Finger (Deutsch: gefälschter Finger): Eine Rekonstruktion, ein Imitat oder auch eine Fälschung eines Fingers.

Tür ‚in die Falle/Schlossfalle‘ fallen lassen: Die Falle ist jener Teil des Schlosses, der die Tür im Anschlag im Türrahmen hält.

Template: Eine (Muster-)Vorlage in der elektronischen Datenverarbeitung.

USV: Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung wird eingesetzt, um bei Störungen die Stromversorgung sicherzustellen. Sie wird in die Stromzuleitung der zu sichernden Anlagen oder Geräte eingefügt.

‚Verheiraten‘: Zwei Elemente werden systemtechnisch verbunden/gekoppelt, um in weiterer Folge miteinander zu kommunizieren.

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