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Galaxy Gate mit neuer Softwareunterstützung

Zugangssystem integriert individuelles ‚Trust Level‘

Man stelle sich Folgendes vor: Man betritt den Eingangsbereich der Arbeitsstelle. Das Einlasssystem öffnet sich automatisch, ohne Kartencheck oder Fingerprint-Scanner und ruft sofort den Aufzug, der einen direkt in seine Etage fährt. Dort wartet ein Büro, das vorbereitet ist. Der PC wurde hochgefahren, das Thermostat auf Wohlfühltemperatur eingestellt, ein frischer Kaffee gekocht. Zukunftsmusik? Wie nah wir bereits an diesem Szenario sind, zeigt das Wanzl Galaxy Gate zusammen mit der Software des Berliner Startup-Unternehmens Nexenio.

 (Bild: Wanzl Metallwarenfabrik GmbH)

(Bild: Wanzl Metallwarenfabrik GmbH)

Zwei ehemalige Studenten des Hasso-Plattner-Instituts gründeten Nexenio 2015 mit dem Ziel, Forschungsprojekte ihrer Studienzeit zum Leben zu erwecken. Das Startup zählt mittlerweile über 50 Mitarbeiter. Der Fokus von Nexenio liegt dabei auf der Forschung und Entwicklung von Innovationen im Bereich der digitalen Sicherheit. Ein Feld, das sich in den letzten Jahren rasant vergrößert hat. Um in so einer Branche bestehen zu können, bedarf es zukunftsweisender Technik. Nexenio hat eine neue Software entwickelt – wie gemacht für das Wanzl Galaxy Gate. „Über Beschleunigungssensoren in Smartphones und Smartwatches wird z.B. der Laufstil eines Menschen analysiert. Diese Verhaltensmerkmale werden laufend im Endgerät erkannt und beeinflussen den sogenannten ‚Trust-Level‘. Ist man selbst im Besitz seines Gerätes, bewegt sich der Level zwischen 70 und 100 Prozent. Wird es von einer fremden Person benutzt, sinkt der Level rapide ab. Somit weiß das Smartphone jederzeit, ob es sich im Besitz des Eigentümers befindet oder es von einer anderen Person verwendet wird. Durch eine neu entwickelte Kommunikation wird dem Galaxy Gate mitgeteilt, wer den Zugang anfragt., erklärt Startup-Gründer Patrick Hennig. Durch Analyse des Laufstils, Unterschriften in der Luft oder anderen Gesten kann das Galaxy Gate dem Mitarbeiter kontaktlosen Zutritt gewähren. Ein Zugangssystem, bei dem autorisierte Personen auf keinerlei Barrieren treffen, während der unerlaubte Eintritt praktisch unmöglich ist. „RFID-Karten kann man entwenden, Passwörter können ebenfalls geklaut werden – das Verhalten eines Menschen Eins-zu-Eins zu kopieren, ist nicht realisierbar. In Tests haben wir versucht, das Verhaltensmuster einer Person nachzuahmen. Es hat bisher noch keiner geschafft unberechtigt Zutritt zu erlangen“, versichert Philipp Berger, CTO von Nexenio. Verändert sich der Laufstil einer Person, z.B. aufgrund einer Verletzung, ist der kontinuierliche Eintritt problemlos sicherzustellen. Mit anderen Authentifizierungsmöglichkeiten wie Fingerabdrücken oder Gesichtserkennung lässt sich der ‚Trust-Level‘ für eine begrenzte Zeit boosten. Auf diese Weise behalten Personen ihre volle Zutrittsberechtigung.

Verifizierter Gastzugang

Für ihre innovativen Ideen hat Nexenio mit Wanzl den perfekten Partner gefunden. Beide sind ständig auf der Suche nach neuen Lösungen. (Bild: Nexenio GmbH)

Für ihre innovativen Ideen hat Nexenio mit Wanzl den perfekten Partner gefunden. Beide sind ständig auf der Suche nach neuen Lösungen. (Bild: Nexenio GmbH)

Auch externe Besucher können mit Hilfe der Anwendung das Gebäude kontaktlos betreten, vorausgesetzt sie erhalten eine Zugangsberechtigung. „Gäste erhalten eine Einladungs-E-Mail, in der wir um eine Verifizierung der Person mit Hilfe eines Fotos des Personalausweises beten. Daraufhin generieren wir einen QR-Code, der für das einmalige Betreten unserer Büros gültig ist und senden diesen an den Gast“, schildert Patrick Hennig. Den QR-Code auf dem Handy überprüft ein entsprechender Scanner am Galaxy Gate, das einen einmaligen Zutritt gewährt. Ist aber in Zeiten der DSGVO nicht gerade das eigene Verhalten ein hochsensibler, persönlicher Bereich? Selbstverständlich spielte das Thema Datenschutz für Nexenio bei der Entwicklung der Software eine essentielle Rolle. „Die Berechnung des ‚Trust-Levels‘ erfolgt ausschließlich auf dem Endgerät des Benutzers“, erklärt Philipp Berger. „Mit Ausnahme des ‚Trust-Levels‘ und den dazugehörigen Metadaten verlassen keine weiteren Daten das Smartphone. Es werden niemals Sensordaten ausgetauscht. Somit können weder das Galaxy Gate noch wir die Profile der Nutzer auslesen. Alle Informationen bleiben im Besitz des Mitarbeiters und private Benutzerdaten können nicht nach außen dringen, da sie nirgendwo gespeichert werden.“

Einfache Integration

Sicherheit und Komfort, die Key-Features des Galaxy Gate, werden durch neXenios Software auf die nächste Stufe gebracht. „Die Technologie passt perfekt zum Galaxy Gate: absolut zuverlässig und bequem zu handhaben“, ist Andreas Fischer, Leiter Vertrieb Wanzl Access Solutions, überzeugt. „Wir sind froh, dieses außerordentlich spannende Startup-Unternehmen zu begleiten.“ Das Galaxy Gate sorgt bei vielen Unternehmen und Organisationen für einen reibungslosen Zugang. Das Design und die intuitive Bedienung machen die Zugangsschleuse zum vielgenutzten Knotenpunkt im Eingangsbereich. Zusätzlich ermöglicht die im Galaxy Gate verbaute Facility Management Control Unit (FMCU) eine einfache Integration von Dritt-Software. Daher ist das Zugangssystem die perfekte Plattform für Nexenios verhaltensbasierte Authentifizierungsapplikation. Weitere Funktionen werden ebenfalls getestet, denn es soll keineswegs allein beim Einlass bleiben. „Durch die Anbindung an das IoT (Internet of Things) gewährt das System nicht nur den Zugang in das Gebäude. In der Industrie wird jede Maschine wissen, wer sie gerade bedient. Auch in anderen Bereichen kann die Software zum Einsatz kommen. Sogar als persönlicher Coach beim Sport oder als Ohnmachtserkennung mit automatischer Auslösung eines Notrufs“, sagt Patrick Hennig. Den Gebäudezutritt der Zukunft haben Wanzl und Nexenio bereits entwickelt.

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