Integral IP schützt ‚The Ship‘

Digitaler Brandschutz

Im Kölner Stadtteil Ehrenfeld steht ‚The Ship‘, das als eines der digitalsten Gebäude Deutschlands gilt. Brandschutztechnisch geschützt wird das Projekt vom digitalen Brandmeldesystem Integral IP von Hekatron Brandschutz.

Bild: The Ship / Hekatron

Bauherren sind die Gründer der Fond Of GmbH (die GEBÄUDEDIGITAL berichtete). Auf rund 13.000m² Bruttogeschossfläche, verteilt auf sieben Etagen, bietet das Gebäude Raum für über 500 Arbeitsplätze. Neben einer Tiefgarage, einer zweigeschossigen Lobby, einem Mitarbeiterrestaurant, Kita und Fitnessstudio und einem großen Skygarden bietet das multifunktionale Gebäude auch zahlreiche Büroflächen. Diese ermöglichen für jede Arbeitssituation die passenden Angebote wie Meetingräume oder Creative Labs. Ohne App geht in so einem intelligenten Gebäude nichts – so gibt es z.B. keine Lichtschalter oder Thermostate. Die Technik erkennt autonom, wie viele Personen vor Ort sind und passt die Licht- und Wärmezufuhr entsprechend an.

Digitaler Brandschutz

Bei den Brandschutzlösungen vertraute der Errichter Tholen Elektrotechnik auf Lösungen von Hekatron Brandschutz, die zum digitalen Konzept des Gebäudes passen. Herzstück des Brandmeldesystems ist eine Brandmelderzentrale Integral IP MX. Für die sichere Branddetektion sorgen 840 Mehrfachsensormelder MTD 535X. In einigen Bereichen wurden die Brandmelder farblich passend zur Deckenfarbe in schwarz lackiert. Die flexiblen Einsatzmöglichkeiten des Mehrfachsensormelders zeigen sich beim Mitarbeiterrestaurant Foodcourt. Um Täuschungsalarme zu verhindern, ist beim Mehrfachsensormelder lediglich der Wärmesensor aktiviert, der sich von Kochdämpfen nicht täuschen lässt.

Mit einem Rauchansaugsystem ASD 535 wird die IT-Zentrale im Gebäude überwacht (Bild: Hekatron)

Statt mit Mehrfachsensormeldern wird die IT-Zentrale von einem Ansaugrauchmelder ASD 535 überwacht. Ansaugrauchmelder sind hochempfindliche Rauchmelder, die schon geringste Rauchmengen sehr früh detektieren. Deshalb eignen sie sich besonders zur Überwachung von IT-Bereichen. An den ASD 535 können zwei Ansaugleitungen angeschlossen werden. In ‚The Ship‘ werden so der Serverraum als auch der Doppelboden separat überwacht. Gerade durch die Überwachung des Doppelbodens wird verhindert, dass hier unerkannt Kabel-Schwelbrände entstehen können.

Für die akustische Alarmierung bei einem Brand werden unterschiedliche Signalgeber eingesetzt, davon allein 590 Sockelsirenen. Sie werden über die Alarmbox Plus mit Spannung versorgt, die Steuerung aller Teilnehmer erfolgt über die Ringleitung. Ein Vorteil dieser Alarmierungslösung: Auf eine kostenintensive E-30-Verkabelung kann verzichtet werden.

Neben der Alarmierung im Brandfall führt die Brandmelderzentrale Integral IP auch folgende Brandfallsteuerungen durch:

  • Lüftungsanlagen abschalten
  • BOS-Gebäudefunkanlage zur Unterstützung der Einsatzkräfte einschalten
  • Sonnenschutz hochfahren
  • RWA-Fenster auffahren

So ist sichergestellt, dass die Menschen im Brandfall das Gebäude rechtzeitig und sicher verlassen können.

Der Fernzugriff auf die Brandmelderzentrale ist über Tablet möglich (Bild: Hekatron)

Fernzugriff per Internet

Zum digitalen Anspruch des Gebäudebetreibers passt auch der Fernzugriff auf die Brandmelderzentrale Integral IP über Hekatron Remote. Hekatron Remote ermöglicht die lückenlose Anlagenüberwachung rund um die Uhr. Die Mitarbeiter von Tholen Elektrotechnik können ohne Zeitverlust auf Meldungen aus der Brandmeldeanlage reagieren, sei es ein Alarm oder eine Störung. Ein definierter Personenkreis erhält Push-Nachrichten auf mobile Endgeräte und kann abgestimmte Vorgehensweisen in die Wege leiten. So können Störungsanalyse und -beseitigung aus der Ferne durchgeführt werden. „Durch Hekatron Remote haben wir die Möglichkeit, die Brandmelderzentrale eins-zu-eins zu spiegeln. Somit haben wir Zugriff auf alle Funktionen, die wir auch vor Ort an der Zentrale hätten,“ erläutert Nils Schiffers, Projektleiter bei Tholen Elektrotechnik. „Bei einer Störmeldung werden wir vom Betreiber informiert und der Techniker kann sich ein Bild von der Störung machen und die entsprechenden Materialien mit zur Störungsbeseitigung nehmen.“ Das spare auch dem Kunden Zeit und Geld, unterstreicht Schiffers.

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