Anzeige
Anzeige
Anzeige

Datenschutz und Datensicherheit im Smart Home

Mit Beratung Vertrauen aufbauen

Die Welle ist heftig und ganz sicher noch nicht vorbei: In den Medien kochte das Thema ‚Datenschutz und Datensicherheit im Smart Home‘ hoch. Zeitungsartikel und verschiedene Fernsehbeiträge erwecken dabei den Eindruck, dass jeder nur halbwegs begabte Hacker ruckzuck ins vernetzte Haus eindringen und dort sein Unwesen treiben kann. Bauherren und Hausbesitzer sind verunsichert. Ihre häufigste Frage: Wie schütze ich mein Heim effektiv? Jeder Elektromeister sollte die Antworten auf diese Fragen kennen. Denn so kann er seine Kunden sicher und souverän beraten und letztlich Vertrauen aufbauen.

 (Bild: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG)

(Bild: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG)

Außer Frage steht, dass ein Smart Home seinen Bewohnern viele Vorteile bietet: mehr Komfort, höhere Sicherheit und eine verbesserte Energieeffizienz. Unstrittig ist aber auch, dass es in Netzwerken von Smart-Home-Projekten immer auch um sensible, persönliche Daten geht. Daten, in die der beauftragte Elektromeister Einblick hat – z.B. was die Anzahl der Bewohner betrifft, Zeiten von An- und Abwesenheit, das Nutzerverhalten und häufig auch Kamerabilder, auf denen Personen zu sehen sind. Dieses Thema muss der Elektromeister aktiv angehen. Denn durch die Vernetzung und die individuelle Anpassung an das Nutzerverhalten sind der Schutz von persönlichen Daten und die technische Datensicherheit wichtige Aspekte, die angemessen behandelt werden müssen. Nur so entsteht beim Kunden ein Bewusstsein für das sensible Thema und nur so kann sich der Elektromeister als kompetenter Fachmann positionieren.

Verantwortung auch beim Hersteller

Hier steht auch der Hersteller in der Verantwortung, Fachhandwerker entsprechend zu unterstützen. Der Lösungsanbieter Gira informiert auf seiner Webseite über Anforderungen und Lösungen. Der erste Schritt ist der einfachste – und wird doch oft sträflich vernachlässigt: Kunden müssen umfassend über das wichtige Thema Datenschutz und Datensicherheit informiert werden. Es ist die Aufgabe – und die Chance – des Elektromeisters, Bauherren und Renovierer auf alle sicherheitsrelevanten Aspekte aufmerksam zu machen, was die Gebäudetechnik betrifft, und Lösungen dafür aufzuzeigen. Anschließend sollte der Elektromeister dem Bauherren den ordnungsgemäßen Umgang mit dessen sensiblen Daten vertraglich zusichern. Gira hat dazu ein Muster einer Datenschutz-/Verschwiegenheitserklärung des Auftragnehmers erstellt, die ebenfalls auf der Webseite erhältlich ist. Ganz wichtig ist, dass die Datensicherheit schon bei der Kalkulation eines Smart Homes Berücksichtigung findet. Vorab zu überlegen ist, welche Ansprüche erfüllt werden sollen und welche speziellen sicherheitsrelevanten Aspekte es in dem jeweiligen Netzwerk zu beachten gibt. Hierzu hat das Unternehmen zwei Muster-Profile erstellt – eines für Basisanforderungen, ein zweites für erhöhte Anforderungen an die Sicherheit im IT-KNX Netz.

Damit ein vernetztes Haus nicht zu hacken ist, müssen einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Dann aber ist das vernetzte Heim sicher - auch vor Hackerangriffen. (Bild: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG)

Damit ein vernetztes Haus nicht zu hacken ist, müssen einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Dann aber
ist das vernetzte Heim sicher – auch vor Hackerangriffen. (Bild: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG)

Sichere Einrichtung von Netzwerken

Wenn es um die Einrichtung eines geschützten IT-Netzwerkes geht, gibt es auch hier Grundlegendes zu beachten. So sollten Datennetzwerke immer in getrennten und voreinander geschützten Zonen angelegt werden – und in sinnvollen Gruppierungen, etwa mit entsprechenden VLAN-Segmenten für die Haustechnik, für Wartungszwecke, für den Internetzugang oder für IP-Kameras zur Gebäudeüberwachung. So können z.B. alle Bewohner Internet und Unterhaltungselektronik nutzen, aber nur bestimmte Personen haben Zugriff auf die Haussteuerung. Wichtig ist zudem die Einrichtung eines Virtual Private Network (VPN). Es schützt beim Zugriff aufs Heimnetzwerk von außen – z.B. vom Smartphone oder Tablet. Auch Funknetzwerke (WLAN) lassen sich absichern. Dafür sind aber wesentlich höhere Sicherheitsstandards erforderlich. Der Fachmann sollte als Verschlüsselungsmethode unbedingt WPA2 nach IEEE802.11i in Verbindung mit dem Algorithmus AES nutzen.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Bei gewerblichen Immobilien oder öffentlichen Gebäuden gehört ein differenziertes Zutrittsmanagement mittlerweile zum Standard der meisten Ausschreibungen. Für Betriebe aus dem Elektrohandwerk lohnt es, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen. Denn gerade bei kleineren und mittelgroßen Gebäuden tragen sie bei Auswahl und Installation der Zutrittskontrolllösung oft mehr Verantwortung als das schlichte Verkabeln.‣ weiterlesen

Anzeige

Je umfassender Liegenschaften miteinander vernetzt sind und desto mehr Daten fließen, umso effizienter gestaltet sich deren Betrieb. Neben vielfältigen Chancen birgt eine solch umfangreiche Digitalisierung ebenfalls Risiken - z.B. die Gefahr von Cyber-Attacken auch auf Nicht-Automatisierungsgeräte. Wie können Gebäudebetreiber dem entgehen?‣ weiterlesen

Anzeige

Das steigende Sicherheitsbedürfnis in der Bevölkerung fordert Lösungen für die Außenhautsicherung von Gebäuden. Deswegen bietet Winkhaus durchdachte Technologien für die zuverlässige Fensterüberwachung. Diese können zugleich wichtige Aufgaben im Smart-Home-System des Hauses übernehmen und sind daher ein cleverer Baustein für die intelligente Gebäudesteuerung.‣ weiterlesen

Anzeige

Auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen gilt es während der aktuellen Pandemie, Abstand zu wahren. Ein technologisch basierter Ansatz, um Menschenansammlungen zu vermeiden, ist das sogenannte Crowd-Management. Hierbei geht es vor allem um das Verständnis der Dynamik und des Verhaltens von Menschenmengen, um riskante oder gesundheitlich bedrohliche Situationen zu vermeiden. IP-Video-, Audio- und Zutrittslösungen können hierbei unterstützen.‣ weiterlesen

Anzeige

Hygiene ist im Krankenhaus obligatorisch. Einerseits müssen die Patienten als sensible Risikogruppe geschützt werden. Gleichzeitig sind krankheitsbedingte Ausfälle unter Mitarbeitern kaum zu verschmerzen. Gerade die anhaltende Covid19-Pandemie bringt viele Einrichtungen an die Grenze ihrer Kapazitäten. Die Hessing Klinik Augsburg sorgt mit einem durchdachten Infektionsschutz für zusätzliche Sicherheit und Entlastung. Die Klinik nutzt hierzu seit kurzem eine automatische Zutrittskontrolle: Das Galaxy Gate Protect von Wanzl knüpft den Gebäudezutritt an einen Körpertemperaturscan, eine Handdesinfektion sowie die Kontrolle der Maskenpflicht.‣ weiterlesen

Anzeige

1919 gründete Walter Gropius das Staatliche Bauhaus und führte dort – für damalige Verhältnisse revolutionär – zum ersten Mal Kunst und Handwerk unter einem Dach zusammen. Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums 2019 entstand an der historischen Wirkstätte des Bauhauses in Dessau ein neues Museum. Zum Schutz der wertvollen Exponate entschied sich die Bauhaus Stiftung wie schon in den bereits bestehenden Bauhausbauten in Dessau für eine elektronische Schließanlage mit Cliq-Technologie von Assa Abloy.‣ weiterlesen