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Zuhause – smart und sicher

Ein Ausfall der Gebäude-Infrastruktur hat heute schwerwiegende Folgen: Er legt mitunter das gesamte Gebäude lahm und der gewohnte Lebensstil ist vorbei. Überspannungen durch Gewitter oder andere Ursachen können die Systeme außer Gefecht setzen, aber Überspannungsschutzsysteme geben Sicherheit für das Smart Home. Deshalb ist Überspannungsschutz im Neubau oder bei Eingriffen in die Elektroinstallation nun auch normative Vorgabe.

Mehr als eine Million Blitzeinschläge durchschnittlich pro Jahr in Deutschland sind Grund genug, um sich als Hauseigentümer Gedanken über einen wirksamen Überspannungsschutz zu machen. Hinzu kommt der Schutz vor Überspannungen infolge von Schaltvorgängen. Diese können an praktisch jeder Stelle der Elektroinstallation durch das betriebsmäßige Schalten von Lasten aber auch beim Abschalten von Kurzschlüssen erzeugt werden. Mit der Betrachtung der Schaltüberspannungen als mögliche Schadensursache wird klar, dass die bis heute gängige Praxis, bei herannahendem Gewitter einfach den Netzstecker eines Gerätes zu ziehen, ausgedient hat. Mit dem Auftreten von Überspannungen muss also immer und überall, unabhängig von der Wetterlage gerechnet werden. Übrigens ist das Auftreten von Überspannungen nicht auf Stromversorgungsnetze begrenzt. Denn egal ob Antennenkabel, Telefonkabel oder Versorgungsleitung, es werden durch von Blitzen erzeugte elektromagnetische Felder auf allen metallenen Leitungen Spannungen induziert, die zu Schäden an Geräten führen können. Gerade beim Smart Home, mit den vielen vernetzten, elektronischen und elektrischen Komponenten, kann das zu Schäden mit weitreichenden Konsequenzen führen. Ein wirksamer Schutz vor Überspannungen auf Energieversorgungsleitungen und informationstechnischen Leitungen in Wohn- und Zweckbauten ist deshalb bereits heute unumgänglich. Insbesondere, da Schutzmaßnahmen im Neubau oder bei Eingriffen in die Elektroinstallation nun auch Vorgabe sind.

Überspannungsschutz-Normung

Überspannungsschutz ist seit Oktober 2016 entsprechend der DIN VDE0100-443 und -534 in allen neu geplanten Gebäuden verpflichtend. War der Überspannungsschutz bisher nur bei öffentlichen, Industrie- und besonderen Gebäuden erforderlich, so ist nun der Einbau von Überspannungs-Schutzeinrichtungen (SPD – engl. für Surge Protective Device) auch dann gefordert, wenn transiente (kurzzeitige) Überspannungen Auswirkungen haben können auf:

  • Ansammlungen von Personen, z.B. in großen (Wohn-) Gebäuden, Büros, Schulen
  • Einzelpersonen, z.B. in Wohngebäuden und kleinen Büros, wenn in diesen Gebäuden Betriebsmittel der Überspannungskategorie I oder II installiert werden. Derartige Betriebsmittel sind beispielsweise Haushaltsgeräte, tragbare Werkzeuge und empfindliche elektronische Geräte.

Das Überspannungs-Schutzgerät muss dabei so nah wie möglich am Einspeisepunkt der elektrischen Anlage eingebaut werden. Bei der Installation in einem Wohngebäude ist der optimale Einbauort damit der untere Anschlussraum des Zählerschrankes. Hier ist häufig ein 40mm-Sammelschienensystem vorhanden, auf dem das Überspannungs-Schutzgerät einfach und schnell montiert werden kann.

Wirksamer Schutz für den Zählerplatz- einfach und schnell installiert

Dies ist einfach und zeitsparend mit dem Schutzgerät DehnShield ZP Basic möglich. Der Ableiter wird schnell und einfach direkt auf das 40mm-Sammelschienensystem aufgerastet und schützt damit bereits den Zähler selbst. Der Kombi-Ableiter DehnShield ZP ist, nicht zuletzt durch den Aufbau als reiner Funkenstrecken-Ableiter, leckstrom- und betriebsstromfrei. Durch die ‚Wellenbrecherfunktion‘ wird die Energie derart reduziert, dass nachfolgende Schutzstufen oder auch Endgeräte in der Lage sind, diese zu beherrschen. Somit hat der Kombi-Ableiter DehnShield ZP eine Schutzwirkung wie ein Typ-1-, Typ-2- und Typ-3-Ableiter in einem Gerät. Die gesamte DehnShield-Produktfamilie erfüllt lückenlos die Anforderungen der VDN-Richtlinie für den Einsatz von Überspannungsschutzgeräten in Hauptstrom-Versorgungssystemen sowie die der kommenden Anwendungsrichtlinie VDE AR N 4100 und natürlich die Anforderungen entsprechend der neuen DIN VDE0100-443 und -534. Diese platzsparende Gerätefamilie hat in der Ausführung ‚Basic‘ ein Ableitvermögen von 7,5kA (10/350s) und 20kA (8/20s) pro Pol. Diese Auslegung reicht auch dann aus, wenn die Energiezuleitung oberirdisch eingeführt wird. Für Gebäude mit einem äußeren Blitzschutz ist das platzsparende DehnShield auch mit einem höheren Ableitvermögen von 12,5kA (10/350s) und 30kA (8/20s) pro Pol erhältlich. Für den Renovationsbereich gibt es die Gerätefamilie DehnShield auch für die Hutprofilschiene.

Endgeräteschutz y

Weiterführende Schutzmaßnahmen an empfindlichen Endgeräten, wie beispielsweise LED-Fernseher, Haushaltsgeräte oder Elektronik der Heizungsanlage, sind abhängig von der Leitungslänge der elektrischen Installation. Empfohlen werden zusätzliche Überspannungsableiter, wenn die Leitungslänge zwischen Überspannungsschutzgerät und dem zu schützenden Endgerät mehr als 10m beträgt. In diesem Fall kommen Schutzgeräte des Typs 2 oder 3 (sogenannter ‚Endgeräteschutz‘) zum Einsatz. In diesem Zusammenhang ist es wichtig mit dem Eigentümer eine individuell abgestimmte Lösung zu finden. Diese orientiert sich an seinem Bedarf und schließt vorhandene Sicherheitslücken.

Informationstechnische Leitungen

Für ein umfassendes Schutzkonzept sind die bisher beschriebenen Schutzmaßnahmen alleine jedoch nicht ausreichend. Denn neben den stromführenden sind auch die sensiblen informationstechnischen Leitungen zu berücksichtigen. Ein sicherer und wirksamer Schutz ist damit nur möglich, wenn Überspannungs-Ableiter für alle eingeführten elektrischen Leitungen eingesetzt werden. Also auch für Telefon/DSL-Anschlüsse, SAT-/BK-Anlagen und Datenleitungen. Es empfiehlt sich, den Telefon- und/oder den Breitbandkabelanschluss zu schützen mit:

  • DehnBox für die Telefonleitung
  • DehnGate für den Breitbandanschluss

Fazit

Strom- und Datenleitungen sind die Lebensadern in modernen Wohngebäuden. Und beide gilt es bestmöglich abzusichern. Weitere Informationen sowie umfangreiche Schutzkonzepte für Wohn-, Gewerbe- und Industriegebäude finden sich kompakt zusammengefasst unter: www.dehn.de

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