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Überspannungsschutz

Sicherheit durch flexible und kompakte Lösungen

Das moderne Zuhause wird immer digitaler: Smart TV, intelligente Haustechnik, Energiemanagement, Einbruchsicherung, E-Mobility oder Home-Office sind dafür nur einige Beispiele. In Wohngebäuden finden sich immer teurere und empfindlichere Geräte – mit steigender Tendenz. Sensible Technik und ein störungsfreies Zusammenspiel aller Komponenten sind heute Grundlage für ein funktionierendes Energiemanagement sowie nötig, um dem Anspruch nach Komfort, Sicherheit und Unabhängigkeit zu genügen.

DEHNbox (Bild: Dehn SE + Co KG)

Dehnbox (Bild: Dehn SE + Co KG)

Zentraler Baustein ist eine uneingeschränkte Energie- und Datenversorgung, deren Leitungen im Zählerschrank zusammenlaufen. Die Bedeutung des Zählerplatzes geht damit weit über eine einfache Stromverteilung hinaus. Der Zählerschrank umfasst heute komplexe sensible Technik, wie z.B. intelligente Zähler, Steuerungsgeräte und Kommunikation. Wetterextreme, Blitz- und Überspannungsschäden sind eine Gefahr für diese Geräte und den sorgenfreien Wohnanspruch. Ein Schutz der Technik vor Überspannungsschäden ist damit wichtiger denn je und zudem vorgeschrieben, u.a. durch die neue Anwendungsregel VDE-AR-N4100.

VDE-AR-N 4100 – neue Vorgaben bei Erdung und Überspannungsschutz

Seit April 2019 ist die VDE-AR-N 4100 in Kraft. Regelte bisher die jeweils gültige TAB des Energieversorgers die Ausstattung des Zählerplatzes, so bildet nun die VDE-AR-N 4100 die Grundlage für ein einheitliches Regelwerk zum Anschluss an das Niederspannungsnetz. Die Norm gilt für Neuanlagen als auch bei Eingriffen in Bestandsanlagen wie

  • • Änderung der Dauerstrombelastung,
  • •  Nutzungsänderung am Gebäude,
  • •  Umstellung von Wechselstrom auf Drehstrom oder
  • •  Änderung der Netzform.

Eine Ertüchtigung von Bestandsanlagen ist nicht notwendig. Ziel der neuen Anwendungsregel ist es, Zählerschränke auf die künftigen Anforderungen der Energiewende sowie E-Mobility vorzubereiten. Der klassische Zählerplatz wandelt sich damit hin zur Technikzentrale, die es vor Ausfällen zu schützen gilt. Dieser Entwicklung stellen sich auch die Normenteile DIN VDE0100-443 und -534. In neu zu errichtenden Gebäuden ist unabhängig vom Netzsystem ein Fundamenterder nach DIN18014 zu errichten. Eine funktionsfähige Erdungsanlage ist integraler Bestandteil der elektrotechnischen Installationen. Sie bildet die Basis für Sicherheit und Funktionalität, wie z.B.

  • • Personenschutz,
  • •  Anschluss eines Blitzschutzsystems,
  • •  Schutzerdung von Antennenanlagen,
  • •  Funktionserdung von regenerativen Erzeugungsanlagen, elektrischen Speichern sowie Breitband- bzw. Telekommunikationsanschlüssen.
ZP-Generation 4.0 mit RAC-Funkenstreckentechnologie und integriertem Spannungsabgriff (Bild: Dehn SE + Co KG)

ZP-Generation 4.0 mit RAC-Funkenstreckentechnologie und integriertem Spannungsabgriff (Bild: Dehn SE + Co KG)

Achtung: Der PEN-Leiter oder N-Leiter des Netzbetreibers darf nicht als Erdung für die vorgenannten Schutz- und Funktionszwecke verwendet werden. Eine signifikante Änderung besteht darin, dass in jedem Zählerschrank mindestens eine Spannungsversorgung für die intelligente Messeinrichtung vorzusehen ist. Diese Anforderung wurde bei der Konzeption der Dehnshield ZP-Generation 4.0 berücksichtigt. Mit ihr steht neben dem Überspannungsschutz kompakt auch die vorgeschriebene Spannungsversorgung zur Verfügung. Nach VDE-AR N4100 dürfen Kombi-Ableiter nun auch in Hauptstromversorgungssystemen eingesetzt werden. Somit ist die nach DIN VDE0100-534 beschriebene Forderung, SPDs so nah wie möglich am Speisepunkt der Anlage zu installieren, erfüllt. Hingegen nicht mehr zulässig ist der Einsatz von SPDs im Hausanschlusskasten. Eine Installation im Nachzählerbereich ist weiterhin möglich. Bei Freileitungseinspeisung ist ein Überspannungsableiter einzusetzen. Dieser sollte mindestens am Zählerplatz montiert werden. Empfohlen wird der Einbau eines zusätzlichen SPDs Typ 1 am Dachständeranschluss so nah als möglich am Speisepunkt der Anlage. Ein solcher muss auch eingesetzt werden, wenn die Versorgungsleitung zwischen dem letzten Mast der Freileitung und der baulichen Anlage als Erdkabel ausgeführt ist.

Lösungsvarianten Spannungsabgriff

Der in der VDE-AR-N 4100 geforderte Spannungsabgriff für das intelligente Messsystem kann auf unterschiedliche Weise realisiert werden, z.B. integriert als zusätzliche Funktion im SPD oder als separates Abgriffsset. Egal welche Option bevorzugt wird, die Dehnshield ZP Basic-Serie bietet flexible Lösungen für die jeweilige Anforderung und Einbausituation:

  • • Die Basisversion beinhaltet den Kombi-Ableiter in einer angepassten Bauform zur Integration eines Einspeiseadapters. Der Spannungsabgriff erfolgt durch ein zusätzliches Verdrahtungs-Set.
  • • Die SG-Variante überzeugt mit einer schmalen Bauform für das 40mm Sammelschienensystem. Zwei integrierte Anschlüsse für die Spannungsversorgung des intelligenten Messsystems befinden sich auf der Oberseite des Gerätes. Zudem umfasst die SG-Variante eine wechselbare Schmelzsicherung für die Spannungsversorgung des intelligenten Messystems.
  • • Die LSG-Variante berücksichtigt die Vorgaben einiger Versorgungsnetzbetreiber zum Einsatz eines wiedereinschaltbaren Leitungsschutzschalters im Rahmen der Spannungsversorgung des intelligenten Messsystems. Ein Leitungsschutzschalter lässt sich hier auf der rechten Seite des Kombi-Ableiters adaptieren. Eine plombierbare Abdeckung des Leitungsschutzschalters ist im Lieferumfang enthalten.

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