Anzeige

Anwendungsregel VDE-AR-N4100

Technikzentrale 4.0

Entsprechend der Anwendungsregel VDE-AR-N4100 müssen Zählerschränke für die Integration des intelligenten Messsystems vorbereitet sein. Darauf ist die neue Technikzentrale 4.0 von Hager abgestimmt: mit zusätzlichen Gehäuse-Öffnungen, neuen Leitungswegen sowie schutzisoliertem APZ und segmentiertem Multimediafeld.

Der neue BKE-I-Zählerplatz (Bild: Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG)

Der neue BKE-I-Zählerplatz (Bild: Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG)

Bislang waren die Gehäuse mit einer seitlichen Öffnung im netzseitigen Anschlussraum (NAR) für die schnelle und einfache Sammelschienenverbindung ausgestattet. Die neuen Schränke besitzen darüber hinaus zwei weitere Öffnungen: eine im anlagenseitigen Anschlussraum (AAR) für die einfache Querverdrahtung von Schrank zu Schrank, die bei Bedarf auch mit Schuko- oder CEE-Steckdosen aus dem Zubehör des Herstellers bestückt werden können. Eine weitere Öffnung befindet sich in Höhe des Raums für Zusatzanwendungen (RfZ) für die schrankübergreifende Verlegung von Datenleitungen zur Vorbereitung und Verbindung des intelligenten Messsystems. Diese Öffnung verkürzt die Querverdrahtung von einem Raum für Zusatzanwendungen zum nächsten in zweifacher Hinsicht: Erstens durch kürzere Datenleitungen und zweitens durch eine kürzere Verdrahtungszeit. Praktisch ist, dass auf beiden Seiten der Öffnung die Leitungen an passgenauen Halterungen fixiert werden können. Das erleichtert die Montage zusätzlich.

Neu gestaltet: der RfZ

 (Bild: Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG)

(Bild: Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG)

Die VDE-AR-N4100 verlangt, dass alle Geräte rund um das intelligente Messsystem im RfZ unterzubringen sind. Mit dem neu konstruierten RfZ für BKE-I-Zählerplätze ist das jetzt einfach möglich. So können für die Querverdrahtung von Feld zu Feld neue Leitungswege genutzt werden, die zugleich als Kabelhalterungen dienen. Außerdem bietet der neue RfZ drei ‚Parkplätze‘, an denen sich die Stecker der Spannungsversorgung sauber fixieren lassen.

Neue Leitungswege

Nach der VDE-AR-N4100 muss in jedem Zählerschrank eine Spannungsversorgung in den RfZ und in den Abschlusspunkt Zählerplatz (APZ) geführt werden. Außerdem müssen RfZ und APZ durch eine Datenleitung miteinander verbunden sein. Hierfür ist die Hager Technikzentrale 4.0 mit speziellen Kabelkanälen für die schnelle und einfache Verlegung von Energie- und Datenleitungen zwischen RfZ, APZ und NAR ausgestattet – rückseitig bei 3-Punkt-Zählern und besonders praktisch bei Zählerfeldern für eHZ: Hier erfolgt die Verlegung aus dem NAR zum RfZ einfach durch die frontseitig zu öffnende Leitungswege zwischen den BKE-I-Kassetten. Dank der neuen Leitungsführung lässt sich zudem die Spannungsversorgung zum APZ sowie die Verbindung von RfZ zu APZ mit einer Datenleitung einfacher und schneller realisieren – mit der neuen Hager Patchleitung auch durch den NAR.

Isolierter APZ und segmentiertes Multimediafeld

Last but not least bestehen APZ und Multimediafelder jetzt aus Kunststoff. Der APZ ist dadurch automatisch schutzisoliert. Zudem entfällt bei ihm durch den ebenfalls neuen Aufbau das Anbringen der bisher erforderlichen separaten, vertikalen Abschottungen. Und die neuen Multimediafelder aus segmentierten Kunststoffplatten erleichtern durch einen erweiterten Verdrahtungsraum hinter den Lochplatten die Geräteverdrahtung. Einfacher gestaltet sich auch die Leitungsbefestigung, da die Felder serienmäßig über einen Leitungsabfang mit Kabelbinderösen verfügen.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

In Gebäuden, die regelmäßig von vielen Menschen frequentiert werden, wie Krankenhäuser, Hotels oder Hochhäuser sowie bei Anlagen, bei denen der Sach- und Umweltschutz besonders beachtet werden muss, z.B. chemische Industrie und Kraftwerke, muss im Brandfall eine sichere Evakuierung sowie eine Unterstützung der Feuerwehren bei der Brandbekämpfung gewährleistet sein. Hierfür ist es erforderlich, dass die Stromversorgung gewisser technischer Einrichtungen auch im Brandfall aufrechterhalten wird. ‣ weiterlesen

Anzeige

Immer mehr Wohnungseigentümer und Mieter lassen ihre PKW-Stellplätze mit einer Ladestation für Elektrofahrzeuge versehen – auch in Tiefgaragen, für die besondere Anforderungen an die technische Sicherheit gelten. Vorzubeugen ist vor allem einer Überlastung der elektrischen Infrastruktur. Wie das gelingt und was zu beachten ist, zeigt Tüv Süd in diesem Beitrag. ‣ weiterlesen

Anzeige

Allein in Deutschland haben über 1.000 Unternehmen einen KNX-Lehrgang mit Zertifikat abgeschlossen. Über 95.000 KNX Partner in über 190 Ländern und 500 Mitglieder im KNX-Verband der Integratoren für Gebäudesystemtechnik Deutschland e.V. sind Zahlen, die nicht nur einen kurzfristigen technologischen Hype versprechen. Dieses technologisch anspruchsvolle Geschäftsfeld benötigt eine hohe Qualität in der Vorgehensweise, von der Planung und Projektierung innerhalb der Dokumentation bis zum Projektabschluss. ‣ weiterlesen

Anzeige

Die Übertragungen in der Telekommunikation werden immer schneller. Damit der Überspannungsschutz die Geschwindigkeit nicht beeinträchtigt, sind Hochgeschwindigkeits-Schutzgeräte erforderlich. Dabei gibt es einige technische Herausforderungen – und längst nicht alle Schutzgeräte eignen sich dafür.
‣ weiterlesen

In 15 Monaten Bauzeit verwandelte sich das Gästehaus von Hoteliersfamilie Hettegger im österreichischen Großarl bei Salzburg in das modernisierte und erweiterte Das Edelweiss Salzburg Mountain Resort. Um die Baumaßnahmen bei diesem Großprojekt möglichst kurz zu halten, war der Zeitplan für alle am Bau beteiligten Gewerke straff: So auch für den Handwerksbetrieb Fiegl & Spielberger aus Thalgau, der die Elektroinstallationsarbeiten schnell und zuverlässig umsetzen konnte. Das Stecktechniksystem von Schnabl für die Befestigung von Elektroinstallationen war den Elektroprofis hierbei eine wesentliche Hilfe.‣ weiterlesen

Daten erfassen und die Netzqualität überwachen, bidirektionale Stromflüsse managen und mit der Cloud kommunizieren: Offene Leistungsschalter müssen heute mehr Aufgaben übernehmen als ihre Vorgänger, die als reines Schutzorgan agierten. Sich aufgrund der Energiewende verändernde Energiesysteme sowie steigende Ansprüche an die betriebliche Energieeffizienz stellen laufend neue Herausforderungen an die langlebigen Leistungsschalter. Diese nun jedes Mal aufs Neue auszutauschen, obwohl sie mechanisch noch einwandfrei funktionieren, wäre inneffizient. Der Leistungsschalter 3WA von Siemens lässt sich webbasiert aktualisieren und so flexibel an neue Anforderungen anpassen.‣ weiterlesen