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Human Centric Lighting und New Work

Große Freiheit braucht eine flexible Infrastruktur

New Work verspricht Unternehmen wie Mitarbeitern zahlreiche neue Freiheiten. Im Gegenzug fordern die neuen Arbeitswelten ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit – nicht nur von den Angestellten, sondern auch von bislang wenig dynamischen Infrastrukturen wie der Beleuchtung. Denn moderne Beleuchtungslösungen leisten einen zentralen Beitrag zum Gelingen von New-Work-Konzepten. Sie ermöglichen eine flexible Raumnutzung und lassen sich maßgeschneidert an Bedürfnisse und die Arbeitssituation anpassen.

Statt der üblichen starren Raumaufteilung in standardisierte Räume setzen New Work Konzepte auf eine größere Vielfalt und flexiblere Nutzung. (Bild: Trilux GmbH & Co. KG)

Statt der üblichen starren Raumaufteilung in standardisierte Räume setzen New Work Konzepte auf eine größere Vielfalt und flexiblere Nutzung. (Bild: Trilux GmbH & Co. KG)

Viele reden über New Work – aber jeder stellt sich etwas anderes darunter vor. „Für die einen ist es das bunte Büro mit Rutsche, die anderen verstehen darunter das Recht auf Home Office, einige befürchten den Verlust des eigenen geliebten Schreibtischs“, erklärt Stefan Rief, Leiter des Competence Center Workspace Innovation am Fraunhofer Institut für Arbeitsorganisation IAO. So unterschiedlich die Definitionen und Konzepte auch sein mögen, eines steht für Rief fest: Die Büroarbeit wird sich durch die rasante Weiterentwicklung von intelligenten Algorithmen und automatisierten Prozessen tiefgehend verändern. Typische Routinearbeiten werden abnehmen, während kreatives Denken und Arbeiten an Bedeutung gewinnen. Damit kommt es zu einer Flexibilisierung auf allen Ebenen. Nicht nur die Aufgaben der Mitarbeiter werden immer vielseitiger, auch starre Arbeitszeiten und Vorgaben zum Arbeitsort werden zunehmend aufgelöst. Statt der üblichen starren Raumaufteilung in standardisierte Büros und Meeting-Räume setzt New Work auf eine größere Vielfalt und flexiblere Nutzung der Büroflächen. Dabei spielt die Raum- und Lichtgestaltung eine immer wichtigere Rolle. „Je geringer der Anteil an Routinearbeiten, desto wichtiger wird die Wirkung des Raumes“, so Rief. Welche New-Work-Elemente ein Unternehmen einführt und wie der Transformationsprozess im Detail abläuft, ist sehr individuell.

Neue Räume, neues Licht

Der klassische Anlass, der zur Einführung von New-Work-Elementen genutzt wird, ist der Umzug in neue Räumlichkeiten. Aber auch bei technischen Modernisierungen, etwa einer Beleuchtungssanierung, sollte das Thema unbedingt berücksichtigt werden. „Eine leistungsfähige Beleuchtungslösung ist ein zentraler Infrastrukturbaustein für aktuelle und künftige Ansätze rund um das Thema New Work“, erläutert Dirk Pietz, Leiter Produktmanagement bei Trilux. „Mit einem zukunftsfähigen Lichtmanagementsystem wie LiveLink lassen sich alle relevanten Beleuchtungsparameter wie Lichtfarbe und -intensität flexibel an die Arbeitssituation oder Raumnutzung anpassen“, so Pietz. Intelligente Beleuchtungssysteme können weit mehr, als nur für normgerechte, standardisierte Sehbedingungen zu sorgen – sie können sich auf die individuellen und situativen Bedürfnisse der Angestellten einstellen und sie durch maßgeschneidertes Licht unterstützen. Das Konzept dahinter: Human Centric Lighting (HCL). Also Licht, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Die Norm ist der Anfang

Die gesetzlichen Normen und Vorschriften bestimmen zwar beleuchtungstechnische Mindeststandards – sie berücksichtigen jedoch nicht die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter. So benötigen ältere Arbeitnehmer z.B. für konzentrierte Arbeiten eine Beleuchtungsstärke von 1.500 Lux, während die Norm gerade einmal 500 Lux vorschreibt. Mit einem intelligenten Lichtmanagementsystem kann jeder Mitarbeiter die Leuchten rund um seinen Arbeitsplatz mit allen direkten und indirekten Beleuchtungsanteilen individuell ansteuern und so für die gewünschten Lichtverhältnisse sorgen – einfach per Smart Device. Zudem orientieren sich HCL-Anwendungen anhand von Lichtfarbe und -intensität am natürlichen Verlauf des Tageslichts. „Das leistet einen Beitrag zur Stabilisierung des Biorhythmus und bietet so gerade Büroarbeitern, die im Winter tagsüber kaum die Sonne sehen, einen echten Mehrwert“, erläutert Pietz. Auch bei New-Work-Arbeitsmodellen mit Open-Space-Konzepten und flexibler Raumnutzung spielt die Lichtfarbe eine wichtige Rolle. Sie beeinflusst nicht nur die Atmosphäre und Stimmung im Raum. Sie kann gezielt genutzt werden, um Räume und Arbeitszonen zu strukturieren – und die Beleuchtung in jedem Bereich bedarfsgerecht an die Tätigkeiten anzupassen. Studien legen nahe, dass warmweißes Licht z.B. die Kreativität und das Wohlbefinden fördert, während kaltweißes Licht einen positiven Effekt auf die Konzentrationsfähigkeit besitzt. New-Work-Konzepte berücksichtigen dieses Wissen, z.B. indem sie warmweißes Licht in den Kreativ- und Kommunikationszonen und kaltweißes Licht zur Unterstützung von Routinearbeiten einsetzen. Mit einem Lichtmanagementsystem lassen sich die gesamten Beleuchtungsverhältnisse im Raum flexibel über eine intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche einstellen, speichern und bei Bedarf mit einem Klick abrufen.

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