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Automatisierter Leistungspegelmesser optimiert Prüfung von FTTH-GPON-Netzen nach ZTV 43 der Deutschen Telekom

GPON-Abnahmemessungen leicht gemacht

Nach der Montage von FTTH-GPON-Anschlüssen müssen die Übertragungseigenschaften des passiven optischen Netzes einer Reihe von Testmessungen unterzogen werden. Um die erforderlichen Abnahmemessungen zu vereinfachen, entwickelte Viavi Solutions in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom einen automatisierten Leistungspegelmesser, der durch standardisierte Anwenderführungen fehlerfreie Abnahmemessungen nach ZTV 43 bereits mit begrenzten Vorkenntnissen ermöglicht.

Bild: Viavi Solutions

Der ausreichende Zugang zu leistungsstarkem Breitband ist einer der wichtigsten Standortfaktoren der Zukunft und von maßgeblicher Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit. Um künftig alle Unternehmen und Bürger mit gigabitfähiger Breitbandinfrastruktur zu versorgen, wird der Ausbau von Glasfasernetzen in Deutschland daher immer weiter vorangetrieben. In diesem Zusammenhang erfreuen sich auch Glasfaseranschlüsse bis in die Wohnung zunehmender Beliebtheit. Netzanbieter wie die Deutsche Telekom bauen ihre Fiber-to-the-Home (FTTH)-Netzwerke daher mit der GPON-Technologie (Gigabit Passive Optical Network) aus.

Abnahmemessungen von FTTH-GPON-Netzen meist kompliziert und zeitintensiv

Um nach den abgeschlossenen Installationsarbeiten eine zuverlässige Funktion und reibungslose Inbetriebnahme der FTTH-GPON-Anschlüsse zu garantieren, ist eine umfassende Prüfung der Übertragungseigenschaften des passiven optischen Netzes essenziell. Auf Basis der Abnahmemessungen kann sichergestellt werden, dass die exakten Spezifikationen des Providers erfüllt wurden und die erforderliche Netzqualität für die Einhaltung der optischen Budgets erreicht wurde. Zudem können durch Spleißdämpfungen, Makrokrümmungen, Verschmutzungen oder Installationsfehler verursachte Probleme und Störungen des Netzbetriebs ausgeschlossen werden. Doch die zur Aktivierung von GPON-Netzen erforderliche Prüfung der optischen Leistungspegel gilt mitunter als zeitintensiv und kompliziert. Außerdem verfügen LWL-Installateure häufig nicht über das notwendige Expertenwissen im Bereich der Leistungspegelmessung. Gerade Techniker, die noch keine langjährigen Erfahrungswerte besitzen, benötigten bislang oft die Hilfe eines erfahrenen Kollegen. Hinzu kommt das Risiko fehlerhafter Leistungspegelmessungen oder falsch dokumentierter Messergebnisse, die zu Widersprüchen zwischen den ermittelten Werten und den Spezifikationen des Herstellers führen. Aus diesem Grund favorisieren Provider und ihre Auftragnehmer zunehmend automatisierte Testlösungen im GPON-Bereich, die für jeden Techniker fehlerfrei bedienbar sind und Messprotokolle automatisch erstellen.

Automatisierte Testlösung gemäß ZTV 43 für schnelle GPON-Abnahmemessungen

Um Abnahmemessungen im GPON-Bereich zu erleichtern, hat die Deutsche Telekom daher ein schnelleres Prüfverfahren – das sogenannte PON-FMT (Fast Measurement Telekom) – in die ZTV 43 (Kapitel 7.4.1 und 7.4.9) aufgenommen. Speziell für den Messablauf gemäß PON-FMT ist seit April 2020 der OLP-88S TruePON von Viavi Solutions vorgesehen. Er hat als Messgerät alle Anforderungen erfüllt und ist für FTTH-Abnahmemessungen durch die Deutsche Telekom zertifiziert. Auch die zugehörige Smartphone-basierte Steuerungsapplikation für den kompakten Leistungspegelmesser wurde gemeinsam mit Experten des Netzproviders entwickelt. Die Lösung vereinfacht und beschleunigt den Installationsprozess inklusive Reporterstellung bei Roll-Out und Abnahme von FTTH-GPON-Netzen.

Die Kombination aus Feldmessgerät und zugehöriger Software-App (DT PON Test App) bietet umfangreiche Testfunktionen, wie etwa die Identifikation der PON ID des OLT/ONU, die Prüfung der ONT-Aktivierung, die automatische Messung und Zertifizierung der PON-Leistungspegel, die genaue In-Service-Messung der Einfügedämpfung und das Erkennen von verwechselten PON IDs. In Verbindung mit der TruePON GPON Datenanalyse können präzise Downstream- (bei 1490nm) sowie Upstream-Pegelmessungen (bei 1310nm) im laufenden Betrieb durchgeführt und Störungen in passiven optischen Netzwerken identifiziert werden. Im Vergleich zu einer SFP basierten Pegelerfassung, die den Empfangspegel nur digital ausliest, führt der OLP-88S TruePON dabei eine ‚echte‘ optische Pegelmessung durch und unterbindet so Messunsicherheiten beim Empfangspegel. Da der Empfangspegelwert bei der SFP basierten Lösung nicht kalibriert ist, besteht hier das Risiko, dass Messwerte außerhalb der spezifizierten Grenzen bestimmt werden und die Ergebnisse daher ungenau oder sogar falsch sein können. Der OLP-88S TruePON hingegen arbeitet mit einem kalibrierten Pegelmesser und ermöglicht auf nationale Standards rückführbare Messungen mit hoher Genauigkeit.

Herzstück der automatisierten Testlösung ist eine standardisierte Anwenderführung, die Messabläufe deutlich vereinfacht und Fehl- oder Mehrfachmessungen effektiv unterbindet. Die zugehörige App ermöglicht Technikern einen geführten Messablauf mittels automatischer ‚Pass/Fail‘-Analyse mit vordefinierten Testszenarien und Grenzwerten. Dadurch kann die Komplexität des Arbeitsablaufs reduziert werden und fehlerfreie Abnahmemessungen gelingen bereits mit begrenzten Vorkenntnissen. Messwerte und Ergebnisse der Analyse werden anschließend unmittelbar in ein automatisch generiertes Messprotokoll gemäß der ZTV 43 übertragen und können auf Wunsch direkt aus der App an die Deutsche Telekom gesendet werden, sodass die Rechnungsstellungen zügig nach Abschluss der Messungen erfolgen kann. Durch diese Lösung profitieren LWL-Installateure von mehr Sicherheit sowie einer erheblichen Zeitersparnis und der Provider von einer schnelleren Abnahme seiner GPON-Anschlüsse und einer zuverlässigen Aktivierung des Netzbetriebs.

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