Ein Regler für alle Fälle

Frei programmierbare Universalregelungen für die Gebäudetechnik

Neuer Auftrag, ein Mix verschiedener Heizungs-Komponenten und viele davon mit eigener Regeleinheit ausgestattet – Handwerkern ist dieses Problem bekannt. Abgesehen vom Aufwand, die Anlage überhaupt optimal und energiesparend einzustellen, ist eine spätere Erweiterung von vornherein schwierig oder unmöglich. Die Technische Alternative aus Österreich soll mit ihren frei programmierbaren Reglern genau dieses Problem lösen.

Seit fast 30 Jahren werden in Amaliendorf (Österreich) Regelungen entwickelt und in der hauseigenen High-Tech Fertigung produziert. Heute spielen beim Unternehmen Technische Alternative frei programmierbare Universalregelungen die Hauptrolle. Den Anfang machte vor fast 15 Jahren die UVR1611. Basierend auf der eigens entwickelten x2-Technologie gibt es inzwischen mehrere Nachfolger. Das Top-Modell ist die UVR16x2.

Umsteigen oder nicht?

Ein Blick in zahlreiche Internet-Foren zeigt: Während die einen ‚ihre‘ Regelung lieben, fragen sich andere, warum sie sich die Programmierung einer Regelung antun sollen. Schließlich ist es bei anderen Geräten mit dem Einstellen einiger Parameter und vielleicht noch der Auswahl eines Schemas getan. Das reicht auch oftmals, allerdings mit einigen Nachteilen. Schon bei Anlagen in normalen Einfamilienhäusern mit mehreren heute üblichen Komponenten (Solar, PV, Schwimmbad, Puffer, Warmwasser, Heizkessel) reichen einfache Regelungen nicht mehr aus. Aber spätestens mit Blick auf den Trend hin zum vernetzten, intelligenten Gebäude bedarf es ohnehin einer zentralen Einheit, die den Überblick behält. Die Unterstützung diverser Bus-Systeme für die Kommunikation mit Geräten anderer Hersteller, modulare Erweiterbarkeit und vor allem eine einfache Installation und Konfiguration sind dabei unumgänglich.

 (Bild: Technische Alternative)Universalregler UVR16x2 mit der frei gestaltbaren Benutzeroberfläche (Bild: Technische Alternative RT GmbH) 

Schnell erlernt

Mit Hilfe der kostenlosen Programmier- und Planungssoftware TAPPS2 wählt man die benötigten Funktionen, definiert Ein- und Ausgänge der Regelung und überspielt die Programmierung einfach via SD-Karte oder Bus-System auf das Gerät. Die Lernschwelle ist dabei zwar niedrig, ein dreitägiges Einsteigerseminar ist dennoch gut investiertes Geld. Zumal darin auch die Visualisierung der sogenannten Funktionsübersicht erlernt wird. Dabei handelt es sich um die Bedienoberfläche der Endkunden, die vollständig an die jeweiligen Wünsche und Anforderungen angepasst werden kann. TAPPS2 und der für die Visualisierung zuständige TA-Designer sind nur zwei der Programme, die das österreichische Unternehmen selbst entwickelt hat. Sie werden laufend aktualisiert und kostenlos auf der Website zur Verfügung gestellt. Um den Programmieraufwand weiter zu verringern, liegt seit diesem Jahr eine umfangreiche Programmbibliothek vor. In dieser werden Programmierungen für die gängigsten Schemen mit zwei bis fünf Heizkreisen samt Funktionsübersicht, Bedienungsanleitung und Anschlussplan kostenlos zur Verfügung gestellt.

Nichts geht mehr ohne App

Ein wesentlicher Aspekt beim Thema Komfort ist die Bedienung und (Fern-) Wartung. Einerseits möchten Kunden von der Couch aus ein bestimmtes Lichtszenario aktivieren oder am Rückweg vom Urlaub den Heizmodus wieder auf ‚Normal‘ stellen. Andererseits soll aber auch der Heizungstechniker oder Installateur Zugriff haben können, um sich und den Kunden die Anfahrt zu ersparen, wenn mal etwas zu überprüfen oder ändern ist. Dem kann man mit dem Zusatzgerät C.M.I. Rechnung tragen. Das Control and Monitoring Interface sorgt dafür, dass die Anlage entweder nur im eigenen Heim-Netzwerk via Internet-Browser oder wenn gewünscht auch über das Webportal der Technische Alternative (https://cmi.ta.co.at) und die App ‚C.M.I.‘ für Android und iOS unterwegs erreichbar ist. Das C.M.I. fungiert zudem als Datenlogger. Die Visualisierung erfolgt dabei entweder über das Webportal oder die Software Winsol.

Sicherheit und Privatsphäre

In Zeiten steigender Angriffe auf verschiedene Clouddienste ist es wichtig zu wissen, dass auf die Anlage niemals von Außen zugegriffen wird. Alle Daten bleiben am C.M.I. und werden nur temporär für die Darstellung an das Webportal übermittelt (z.B. die anonymisierten Logging-Daten). Für Firmware-Updates (für sich selbst und die Geräte im Netzwerk) fragt das Gerät selbst nach und lädt die Installationsdaten erst bei Bedarf.

Profis als Zielgruppe

Hersteller aus dem Bereich Heizung und Smart Home stecken in einem sehr komplexen Thema in einem Dilemma: Die ‚Smart Home in Deutschland‘ Studie 2017 von Splendid Research zeigt, dass selbst technikaffine Menschen Probleme bei der Inbetriebnahme haben. Der Markt ist unübersichtlich und proprietäre Systeme mischen sich mit offenen Standards. Welche Komponenten miteinander ‚können‘, ist mitunter gar nicht so einfach in Erfahrung zu bringen. Mit dem Bewusstsein, dass vor allem der Bereich Heizung, aber natürlich auch die Vernetzung verschiedener Bus-Systeme und deren Teilnehmer zu einem Smart Home komplex ist (und zum Großteil auch bleiben wird), geht man bei der Technische Alternative den Weg über das Handwerk.

Schulung, Support, Reparaturservice

Die Schulungen (auch ausschließlich für das Fachhandwerk) finden etwa 20 mal im Jahr in Deutschland und am Firmenstandort in Österreich statt. Für weitere Fragen gibt es zudem eine eigene Supportabteilung. Nachhaltigkeit ist ebenfalls ein fester Bestandteil der Philosophie, die nur dann seriös sein kann, wenn man defekte Geräte auch repariert. Daher wird auch ein Reparaturservice angeboten, der günstig kalkuliert ist, um den Neukauf eines Ersatzgeräts überflüssig zu machen.

Was bringt die Zukunft?

Neben der beständigen Weiterentwicklung der aktuellen Geräte, wird es bei der Technische Alternative in naher Zukunft eine Lösung geben, um überschüssige PV-Erträge für die Wärmegewinnung zu nutzen. Parallel wird auch an der Entwicklung eines neuen Funk-Systems gearbeitet.

Jürgen Prazak, Marketing,
Technische Alternative RT GmbH
www.ta.co.at

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