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Wohlfühlen auf Rügen

Dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung

Der historische Gebäudekomplex des unvollendeten Seebads in Prora auf Rügen wurde in den letzten Jahren schrittweise saniert. Als Wohnraum und Museum fand die Anlage bereits neue Belebung, jetzt hat auch das Mariandl am Meer dort sein Zuhause gefunden – ein Erholungsdomizil aus 128 Ferienwohnungen. Dies machte einen effizienten Lüftungsplan erforderlich, der den Anforderungen der Küstenlage, mit einer erhöhten Luftfeuchte, ebenso genügt wie den Komfortwünschen der Gäste.

Seit 2019 hat das Mariandl am Meer im denkmalgeschützten Bau in Prora auf Rügen sein Zuhause gefunden - Ein Erholungsdomizil aus 128 Ferienwohnungen mit einzigartigem Konzept. (Bild: Lunos Lüftungstechnik GmbH)

(Bild: Lunos Lüftungstechnik GmbH)

Über mehrere Jahrzehnte wurde das längste Gebäude der Welt an der Küste Rügens weitestgehend sich selbst überlassen. In den 1930er Jahren nahe Binz errichtet und nie ganz fertig gestellt, folgte nach Kriegsende eine Zeit als Kaserne, bevor die Blöcke bis auf Grundsicherungsmaßnahmen und einer Teilnutzung als Dokumentationszentrum immer weiter verfielen. In den 2000ern fanden sich schließlich Investoren, die den Gebäuden zu einer besseren Nutzung verhelfen sollten. Neben Museen und Wohnungen zählen heute auch Erholungsangebote dazu. Eine der neuesten Urlaubseinrichtungen ist seit 2019 das Mariandl am Meer, das im Block IV 128 Ferienwohnungen sowie Wellnessangebote betreibt. „(…) Komfort und Entspannung stehen im Vordergrund“, erklärt Dennis Brosseit, touristischer Direktor. „Daher war ein unsichtbares und intelligentes Lüftungskonzept von Beginn an ein wichtiges Ziel.“ Es galt u.a., den Geräuschpegel im Betriebsstatus so gering wie möglich zu halten und der höheren Luftfeuchte außerhalb sowie in den Ferienwohnungen über eine Feuchteregelung zu begegnen. Zudem sollte sich das System so regulieren lassen, dass Schimmel- und Geruchsbildung in den Wohnungen verhindert werden. „Als Geräte der Wahl erwiesen sich verschiedene Modelle von Lunos Lüftungstechnik für Raumluftsysteme“, berichtet Vanessa Knoth, zuständige Projektleiterin bei der Bauart GmbH. Den Ausschlag gaben u.a. die Energieeffizienz der Systeme sowie die Möglichkeit der intelligenten Steuerung bzw. Vernetzung. So können Integrationen in Hausautomatisierungen oder Fernzugriffe auf die Geräte per Internet realisiert werden. Auch Präsenzmelder lassen sich in vorhandene Systeme integrieren.

Die Abluftgeräte vom Typ Silvento mit integriertem Feuchte- und Temperatursensor überwachen fortlaufend die Beschaffenheit der Luft und legen einen Referenzwert für den Lüfter fest, der sich dementsprechend automatisch reguliert. (Bild: Lunos Lüftungstechnik GmbH)

Die Abluftgeräte vom Typ Silvento mit integriertem Feuchte- und Temperatursensor Überwachen fortlaufend die Beschaffenheit der Luft und legen einen Referenzwert für den Lüfter fest, der sich dementsprechend automatisch reguliert. (Bild: Lunos Lüftungstechnik GmbH)

Schalldämmende Bauweise

In den Apartments sind e²-Lüfter verbaut, die sich das Prinzip des regenerativen Wärmetausches zu Nutze machen. Über einen speziellen Speicherstein wird Wärme gebunden und je nach gewählter Intervall-Einstellung und Richtung an die Raum- oder Außenluft abgegeben. Dabei sorgen strömungsoptimierte Motoren und eine geräuscharme Ventilator-Einheit in einem schalldämmenden Chassis für einen leisen Betrieb. Auf diese Weise nimmt der Gast die in der Wand eingelassenen Geräte nicht bewusst wahr und wird nicht durch deren Betrieb gestört. „Aufgrund der Küstenlage und dem Umstand, dass es sich um Ferienwohnungen mit Küche handelt, war mit einem erhöhten Feuchtigkeitsaufkommen zu rechnen“, so Knoth. „Deshalb galt es insbesondere, für eine effektive Feuchtereduktion und Geruchsvermeidung und möglichst gute Ansteuerungsmöglichkeiten zu sorgen.“ Um dies zu gewährleisten, wurden die Ablufträume wie Bad und Küche mit Geräten vom Typ Silvento ausgestattet. Die Abluftgeräte mit integriertem Feuchte- und Temperatursensor überwachen die Beschaffenheit der Luft und legen einen Referenzwert für den Lüfter fest. „Das vollautomatische, adaptive System orientiert sich an der absoluten Luftfeuchte“, erklärt Michael Merscher, Entwicklungsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung bei Lunos. „Befindet sich diese oberhalb der Grenzwerte, wird der mehrstufige und intelligente Abluftbetrieb aktiviert, sodass Frischluft hineingelangt und Gerüche und überschüssige Feuchtigkeit beseitigt werden.“ So wird auch aktiv der Schimmelbildung vorgebeugt. Die Ablüfter können zudem mit verschiedenen, teils geringen Volumenströmen betrieben werden, sodass ein effizienter sowie leiser Betrieb dauerhaft gewährleistet ist. Die integrierte Regelung sorgt vollautomatisch für den Betrieb und lüftet immer nur so wenig wie möglich aber so viel wie nötig, um Geruchsbelästigungen und Feuchteproblemen vorzubeugen.

Einbau trotz Denkmalschutz

Von Anfang an arbeiteten Betreiber, Bauleitung und Lunos eng zusammen, um die Fertigstellung der Installationsarbeiten der ersten 65 Wohnungen und der Gemeinschaftsbereiche bis zur Mitte 2019 abschließen zu können. Nach der Teileröffnung erfolgte die Fertigstellung der restlichen 63 Ferienwohnungen, die aktuell noch möbliert werden. Auch die Herausforderung, dass der Komplex unter Denkmalschutz gestellt wurde und das einen starken Eingriff in die Bausubstanz verhinderte, konnte gemeinsam gemeistert werden. „Die dezentralen Lüftungssysteme von Lunos können nahezu unsichtbar in denkmalgeschützte Fassaden integriert werden. Zahlreiche Lüftungsgitter auf einer Fassade gehören so der Vergangenheit an“, bestätigt Merscher. „Integrationen z.B. in die Fensterlaibung oder unter die Fensterbretter sind einfach und kostengünstig realisierbar. Unsere Geräte werden weltweit auch in denkmalgeschützten Gebäuden wie Kirchen, Tempeln oder schutzwürdigen Bauten eingesetzt und kaum jemand merkt, dass die Geräte überhaupt da sind.“

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