Anzeige
Anzeige

Energiemonitoring schafft Überblick

Aktuelle Situation im Bereich der Energieeffizienz

Deutschland ist nach wie vor weit von den vereinbarten Klimaschutzzielen für 2020 entfernt. Dies liegt auch an den geringen Fortschritten im Bereich der Energieeffizienz. Laut den Zahlen des aktuellen Fortschrittsberichts zur Energiewende hat sich der Primärenergieverbrauch 2017 gegenüber 2008 lediglich um 5,5 Prozent verringert. Der politisch vorgegebene Zielwert für 2020 liegt bei einem Minus von 20 Prozent, 2050 sollen es 50 Prozent weniger sein.

 (Bild: ABB Stotz-Kontakt GmbH)

(Bild: ABB Stotz-Kontakt GmbH)

Die Zahlen für den Stromverbrauch spiegeln eine ähnliche Entwicklung wider. Mit der erreichten Reduktion um 3,3 Prozent wird der Zielwert für 2020 von -10 Prozent deutlich verfehlt. Und auch bei der Endenergieproduktivität liegt noch vieles im Argen. Hier konstatiert der im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellte Bericht eine Steigerung um ein Prozent pro Jahr in der vergangenen Dekade von 2008 bis 2017. Von der Politik angestrebt ist jedoch bis 2050 eine jährliche Steigerungsrate der Endenergieproduktivität von 2,1 Prozent.

Potenziale für Einsparungen

Besonders groß sind die Potenziale für Energieeinsparungen in Industrie, Handel, Gewerbe sowie im Dienstleistungssektor. Laut der Deutschen Energieagentur Dena beträgt deren Anteil am Endenergieverbrauch in Deutschland rund 44 Prozent. Bis zu 30 Prozent ihres Energieverbrauchs können Unternehmen durch typische Energieeffizienzmaßnahmen einsparen. Dies ist auch ökonomisch sinnvoll, da die Steigerungsrate der Energiekosten in den vergangenen 15 Jahren der Dena zufolge etwa 200 Prozent betrug. Energieeinsparpotenziale sind in vielen Bereichen gegeben. Vor allem in den sogenannten Querschnittstechnologien eines Unternehmens – zu denen elektrische Motoren und Antriebe, Pumpen, Druckluftsysteme, raumlufttechnische Anlagen ebenso zählen wie Beleuchtungssysteme – lassen sich Energieeinsparungen häufig über schnell greifende und sich rasch amortisierende Maßnahmen erschließen.

Bewertung des Ist-Zustands

Für die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen ist die detaillierte Kenntnis des Energieverbrauchs vonnöten. Eine wesentliche Grundlage ist die systematische Erfassung und Dokumentation der Energieverbrauchsprofile. Diese ermöglichen eine Analyse der energetischen Situation. Um die spezifischen Einsparpotenziale im eigenen Unternehmen zu erschließen, empfiehlt es sich, mit der Bewertung des Ist-Zustands, der Ermittlung des Bedarfs und der Bewertung der Energieeffizienz zu beginnen. Der erste Schritt ist hier das Energiemonitoring und damit die Messung und Erfassung energiebezogener Daten. Die Messungen dienen der Beobachtung und Überwachung von Objekten ebenso wie von Prozessen. Auch die Beratung, Planung, Installation und der Betrieb von Mess- und Zählsystemen oder Visualisierungssoftware von Energiedaten wird vom Energiemonitoring erfasst.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

1865 gegründet, musste die Gesangbuchfabrik J. Schäfer im pfälzischen Grünstadt 2006 ihre Tore schließen. Der seitdem andauernde Dornröschenschlaf des Gebäudes wird nur hin und wieder durch Ausstellungen des örtlichen Kulturvereins unterbrochen. Anders erging es dem östlich der alten Fabrik gelegenen Gelände: Auf der innerstädtischen Baulücke plante die Bauherrengemeinschaft Gesangbuchfabrik Grünstadt gemeinsam mit dem ABüro P4-Architekten BDA in Frankenthal eine Wohnanlage. Entstanden sind sechs Gebäude, die auf ein nachhaltiges Energiekonzept mit Produkten von Stiebel Eltron setzen. ‣ weiterlesen

Anzeige

Einen Sparkurs, den man gern fährt - das sind die mehr als eine Million Kilowattstunden an Energie, die der Hersteller von Verbindungstechnik- und Automatisierungslösungen Wago an seinem Produktions- und Logistikstandort im thüringischen Sondershausen nun einspart. Technischer Dreh- und Angelpunkt des Effizienzprojekts ist die kombinierte Bereitstellung von Druckluft, Wärme und Kälte.‣ weiterlesen

Anzeige

Der österreichische Hersteller M-Tec macht aus seinen Wärmepumpen intelligente Zentralen für das ganzheitliche Energiemanagement. Seit 2016 bietet das Unternehmen Erd- und Luftwärmepumpen mit integriertem Energiemanagementsystem für Einfamilienhäuser an. Jetzt bringt der Wärmepumpenspezialist ergänzend leistungsstarke, modulare Pumpen für Gewerbebetriebe, Hallen und Mehrfamilienhäuser auf den Markt. ‣ weiterlesen

Anzeige

Ab März 2021 ist es soweit: Die ersten Geräte mit dem neuen Energielabel sind im Handel erhältlich. Die auffälligste Neuerung ist die geänderte Effizienzklassen-Skala. Statt wie bisher meist von A+++ bis D reicht sie dann von A bis G. Die Initiative Hausgeräte+ erklärt die wichtigsten Änderungen.‣ weiterlesen

Anzeige

Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie fanden die diesjährigen Vorstandswahlen der EEbus Initiative e.V. im Rahmen der 12. Mitgliederversammlung am 30. Oktober virtuell statt. Dabei wurde der bisherige Vorsitzende Peter Kellendonk in seinem Amt bestätigt.  ‣ weiterlesen

Das Thema Klimaschutz ist präsenter denn je und immer mehr Strom wird aus erneuerbaren Energien gewonnen. Auch die Elektrifizierung, vor allem im Bereich Mobilität, schreitet immer weiter voran: Die Nutzung von Elektroautos statt kraftstoffbetriebener CO2-Schleudern ist stark im Trend. Doch Strom produziert sich nicht von selbst und der Ertrag aus erneuerbaren Energien reicht immer noch nicht aus, um den Gesamtbedarf zu decken.‣ weiterlesen