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2. Halbjahr weiterhin angespannt

Geschäftslage der Sicherheits-Fachfirmen

Die Sicherheitsbranche hat auch im 2. Halbjahr 2020 mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Im Vergleich zum Frühjahr hat sich laut der Herbst-Konjunktur-Umfrage des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. die Situation zwar leicht entspannt, aber die Auswirkungen sind immer noch spürbar.Die Geschäftslage hat sich nach einem Tiefstand im Frühjahr (2,46) etwas erholt und liegt derzeit bei 2,04 auf der Schulnotenskala. Beim Blick auf die letzten fünf Jahre, die durchschnittlich immer die Note ’sehr gut‘ erhielten, werden die Folgen der Pandemie sichtbar. Trotzdem bezeichnen über die Hälfte der Fach-Errichter die wirtschaftliche Situation im Herbst 2020 wieder als gut (April 2020: 45%) und 23% als sehr gut (April 2020:12%; Oktober 2019: 35%). Nachdem im Frühjahr 2020 über 10% der Betriebe sogar ein schlechtes bzw. sehr schlechtes Bild zeichneten, sind dies im Herbst nur noch knapp 2%.

Auch die Lage in den einzelnen Kundengruppen hat sich stabilisiert, ist aber noch nicht wieder auf Vor-Pandemie-Niveau angekommen. Eine positive Entwicklung ist vor allem im gewerblichen Bereich erkennbar. Im Frühjahr noch mit 2,41 bewertet, stieg die Note im Herbst 2020 auf 2,07. Der Bestwert 1,72 aus 2018 ist jedoch noch weit entfernt. Der Privatsektor konnte von 3,10 im April 2020 auf jetzt 2,83 zulegen. Zum Vergleich: Die Jahre 2016-2019 wurden mit einem Durchschnittswert von 2,48 beurteilt. Die Kundengruppe ‚Behörden‘, die zu Beginn der Pandemie von einem weniger starken Rückgang betroffen war (April 2020: 2,65), konnte sich leicht auf 2,60 verbessern.

Die einzelnen Fachsparten erfuhren im Vergleich zur Frühjahrs-Umfrage teils erhebliche Zuwächse. Verschiedene Gewerke profitieren offensichtlich von der Corona-Pandemie. Nachdem der Bereich Rauch- und Wärmeabzugsanlagen im Frühjahr ein Allzeittief (3,26) zu verzeichnen hatte, erzielt er nun mit einer Note von 1,90 das zweitbeste Ergebnis seit Beginn der Erhebungen. Einen beträchtlichen Aufschwung erlebt auch die Zutrittssteuerung: Nach dem Rückgang im 1. Halbjahr (3,09) wurde mit 2,08 nun eine neue Bestnote erreicht. Gleiches gilt für die Videosicherheit: Auf das Allzeittief im Frühjahr (2,81) folgt im Herbst 2020 mit 2,20 ein neuer Spitzenwert. Auch die Einbruchmeldeanlagen (2,38; April: 2,78) und die Brandmeldeanlagen (1,88; April: 2,33) konnten sich im Vergleich zum Frühjahr steigern.

Ein Zeichen für eine Entspannung im Sicherheitsmarkt ist außerdem in der Personalpolitik der Unternehmen zu erkennen. Nachdem im Frühjahr nur 28% auf der Suche nach neuem Personal waren, sind dies mittlerweile wieder 44% der Betriebe. Und lediglich 1% muss Personalabbau einplanen. Die Unsicherheiten aus der Corona-Pandemie spiegeln sich auch in der erwarteten künftigen Geschäftslage wider. Mit einer Note von 2,23 blicken die Fach-Errichter zwar etwas optimistischer in die Zukunft als noch im Frühjahr (2,47). Jedoch ist dieser Wert zurückhaltender als in den Jahren zuvor.

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