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Bundesförderung für effiziente Gebäude

„BEG ist ein historischer Schritt für die Smart-Living-Branche in Deutschland“

Mit der ‚Bundesförderung für effiziente Gebäude‘ (BEG) werden ab Januar 2021 erstmalig Digitalisierungsmaßnahmen zur Verbrauchsoptimierung (‚Efficiency Smart Home‘) eigenständig förderfähig. Für 2021 wird ein Fördervolumen im Gebäudebereich von über 8Mrd.€ erwartet.

Bild: Wirtschaftsinitiative Smart Living

Davon profitieren das Klima und die Smart-Living-Branche. Die Wirtschaftsinitiative Smart Living (WI SL) begrüßt, dass mit der BEG die energetische Gebäudeförderung vollständig neu aufgestellt wird und Smart-Living-Anwendungen in die Förderung einbegriffen sind.

„Das ist ein großer Schritt für die gesamte Branche und wird den Erfolg von Smart Living in Deutschland weiter beflügeln. Die BEG ist ein mutiges und zukunftsgerichtetes Vorhaben, die mit Weitblick die Grundlage für die Erreichung der Klimaziele im Gebäudesektor legt“, kommentiert Ingeborg Esser, Leiterin des Strategiekreises der WI SL und Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (GdW). Mit der Bundesförderung wird ein Teil der Lücke bei der Erreichung der CO2-Ziele im Gebäudesektor geschlossen, dem fast ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland zuzurechnen ist.

„Allein durch die Förderung energieeffizienter Smart-Living-Anwendungen kann diese Lücke um bis zu 37% reduziert werden“, ergänzt Hans-Georg Krabbe, Leiter des WI SL-Lenkungskreises und Vorstandsvorsitzender der ABB AG. „Die neue Förderung ist ein klares Bekenntnis dazu, dass Smart Living einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz leistet. (…).“

Förderung von Smart-Living-Anwendungen

Durch die BEG werden ab dem 1. Januar 2021 Smart Living-Anwendungen gefördert, die zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung bzw. zur Verbesserung der Netzdienlichkeit von technischen Anlagen beitragen. Das Spektrum der förderfähigen Maßnahmen reicht dabei von Smart Meter über Mess- und Steuerungs- bis hin zur Regelungstechnik. Gefördert werden können sowohl die Anschaffung von System- und Schalttechnik, Tür-, Antriebs- und Energiemanagementsystemen als auch die dafür notwendigen Elektroarbeiten und Einregulierungen. Übernommen werden bis zu 20% der Kosten dieser Einzelmaßnahmen.

Im Zusammenhang mit Effizienzhäusern können pro Wohneinheit maximal Kosten bis zu 120.000€ geltend gemacht werden. Die Zuschüsse variieren beim Neubau zwischen 15 und 25%, bei Sanierungen zwischen 25 und 45%, wobei bei der Nutzung erneuerbarer Energien jeweils ein Zuschlag von 5% gewährt wird. Die Förderung ist technologieoffen gestaltet, um Antragstellerinnen und Antragstellern eine hohe Flexibilität an Fördermöglichkeiten zu bieten. Auf diese Flexibilität zielt auch, dass die BEG wahlweise als direkter Investitionszuschuss (BAFA) oder als zinsverbilligter Förderkredit mit Tilgungszuschuss (KfW) gewährt wird. Antragsberechtigt sind Eigentümer, Pächter, Mieter und Kontraktoren.

Zum 1. Januar 2021 startet die Zuschussförderung für Einzelmaßnahmen (EM) im Teilprogramm BEG EM durch das BAFA. Die BEG Nichtwohngebäude (NWG) und BEG Wohngebäude (WG) (Zuschuss- und Kreditvariante) sowie die BEG EM in der Kreditvariante sind zur Durchführung durch die KfW für den Sommer 2021 geplant. Für ein Sanierungsvorhaben genügt ein einziger Antrag für die Förderung aller relevanten Teilaspekte: Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Fachplanung und Baubegleitung.

Die BEG fasst das bestehende Förderangebot im Gebäudebereich aber nicht nur zusammen – erwartet wird auch eine Erweiterung auf über 8Mrd.€ pro Jahr. „Diese Vervierfachung der Mittel“, so Esser, „zeigt die Entschlossenheit der Politik, die ehrgeizigen Klimaziele im Gebäudebereich zu erreichen und gleichzeitig auf Digitalisierung und Zukunftstechnologien zu setzen, die die Wettbewerbsfähigkeit von Anbietern aus Deutschland stärken wird. Besonders die Zuschussförderung kann helfen, bezahlbares Wohnen mit modernen Smart-Living-Lösungen in der Breite zu ermöglichen. Die Wirtschaftsinitiative Smart Living ist erfreut über den Mut der Politik, auf innovative und digitale Lösungen im Gebäudebereich zu setzen.“

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