Normen und Standards

Im VDE-Verlag ist die sechste, neu bearbeitete und erweiterte Auflage des Buchs ‚Projektierungshilfe elektrischer Anlagen in Gebäuden‘ erschienen. Dieses eingeführte Standardwerk zeigt dem Anwender in nun 19 Kapiteln, wann Berechnungen erforderlich bzw. aus Kostengründen sinnvoll sind.

Die aktualisierte Normensammlung ist eine anerkannte Arbeitsgrundlage für die betriebliche Praxis, die Ausbildung sowie die Vorbereitung auf die Meisterprüfung. Bereiche der aufgenommenen Normen: Elektroninstallationstechnik, Bautechnik, Wärmetechnik, Dokumentation, Sicherheitskennzeichen, Symbole, Schutzeinrichtungen, Technische Vertragsbedingungen.

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In der siebten aktualisierten und erweiterten Neuauflage der VDE-Schriftenreihe Band 45 werden aktuelle zugrunde liegende technische Regeln und behördliche Vorschriften sowie technische Neuerungen bei Geräten und relevanten Einrichtungen berücksichtigt. Aktuelle Themen werden aufgegriffen oder erweitert, andere Themen, die nach dem heutigen Stand der Technik etwas an Bedeutung verloren haben, werden nun straffer gefasst.

Im Fachbuch Photovoltaik werden die Möglichkeiten und Probleme bei der direkten Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom und dessen Einspeisung ins öffentliche Stromnetz dargestellt. Dabei werden nur geringe Vorkenntnisse aus Physik und Elektrotechnik vorausgesetzt.

Das Europäische Parlament hat ein neues Kühlgeräte-Energielabel entschieden, das ab 2011 gültig werden wird. Das neue Energieetikett baut auf dem bekannten System ‚A‘ bis ‚G‘ auf, erweitert aber die Skala nach oben um neue Klassen ‚A-20%‘, ‚A-40%‘ und ‚A-60%‘. So können die Hersteller auf dem Energielabel künftig deutlich zeigen, wie viel Energie mit effizienten Kühl- und Gefriergeräten gegenüber der bekannten Effizienzklasse ‚A‘ eingespart werden kann.

Die Arbeitsgemeinschaft Errichter im ZVEI weist anlässlich der Neuerscheinung der Norm DIN VDE1000-10 darauf hin, dass Sicherheitsfacherrichter eine Elektrofachkraft nachweisen müssen. Die Norm wurde überarbeitet und ist im Januar 2009 erschienen. Sie legt die Anforderungen an die im Bereich Elektrotechnik tätigen Personen fest.

Seit Juni 2007 ist die überarbeitete Ausgabe der Norm DIN VDE0100-410 (VDE0100-410) für das Elektrohandwerk bindend bezüglich der Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag. Sie bietet jedoch immer noch einen gewissen Spielraum für die Auslegung durch die verantwortlichen Planer und Errichter der elektrischen Anlage.

Fluke stellt Installations- und Gerätetester mit Software vor. Der Installationstester 1653 erfüllt die Anforderungen von DIN VDE0100-600 (Errichten von Niederspannunganlagen, Prüfungen), Ausgabe Juni 2008, während die Gerätetester 6200 und 6500 die Anforderungen von DIN VDE0701-0702 (Prüfung nach Instandsetzung, Änderung elektrischer Geräte – Wiederholungsprüfung elektrischer Geräte), Ausgabe Juni 2008, erfüllen. Elektriker und Elektroinstallateure müssen zunehmend ihre Einsätze und die geprüften Installationen und Geräte dokumentieren.

Bei der Normung der Anlagen- und Betriebssicherheit, der Energieeffizienz und der Spannungsqualität arbeiten zukünftig die DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE) und der VIK (Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V.

Mit der neuen Richtlinie lässt sich auf einfache Art die Jahresarbeitszahl berechnen, die den Ausgangswert für die Ermittlung des Energieverbrauchs und der Heizkosten von Wärmepumpenanlagen bildet. Die Richtlinie VDI4650 Blatt 1 unterstützt Unternehmen, die Elektrowärmepumpen planen und herstellen, sowie Behörden, Förderungsinstitutionen, Energieberater und Fachausbilder. Das vorgestellte Berechnungsverfahren wird an Hand von Praxisbeispielen aus ausgeführten Anlagen verdeutlicht.

Der Kunde muss über die Messdaten seines Energieverbrauchs frei verfügen und sie an Dritte weitergeben können: Das wichtigste Anliegen der elektro- und informationstechnischen Handwerke bei der Formulierung der neuen Messzugangsverordnung (MessZV) ist erfüllt. In der aktuellen Verordnung ist vorgesehen, dass der Kunde die Messdaten auch anderen Dienstleistern als den zuständigen Energieversorgern zugänglich machen kann.

Der Energieausweis, der über den Gesamtenergieverbrauch von Gebäuden Auskunft gibt, ist jetzt auch für Nichtwohngebäude vorgeschrieben. Für Nichtwohngebäude im Bestand wird dieser zum 1. Juli 2009 zwingend. Erfasst werden in der Gesamtenergiebilanz von Wohngebäuden die Heizkosten sowie die Kosten zur Warmwasseraufbereitung; für Nichtwohngebäude werden bei der Verbrauchsermittlung noch Werte aus Lüftung, Kühlung und Beleuchtung hinzugezogen.

Die Richtlinie VDI6006 der VDI-Gesellschaft Technische Gebäudeausrüstung befasst sich mit den Ursachen und Möglichkeiten der Vermeidung von Druckstößen, z. B.

Nicht alle Begriffe aus dem Energiemanagement waren bisher eindeutig definiert, was zu Missverständnissen in der Praxis führte. Die neue Richtlinie VDI 4602 Blatt 1 der VDI-Gesellschaft Energietechnik schafft hier Abhilfe. Sie enthält eindeutige Begriffsdefinitionen, die auf verschiedene Bereiche wie zum Beispiel Objekte öffentlicher Gebietskörperschaften, gewerbliche und industrielle Objekte sowie Objekte von Energieversorgungsunternehmen anwendbar sind.

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