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Die neue Generation der Gebäudeautomation

Verschiedene Standards in einem System

Smart Home Systeme hatten einen schweren Start. Das Thema war in aller Munde und Aufhänger unzähliger Messestände – aber von einem echten Durchbruch konnte lange nicht gesprochen werden. Zu viele verschiedene Standards waren am Markt und die meisten Hersteller versuchten eigene proprietäre Systeme zu entwickeln.

 (Bild: alonco GmbH)

(Bild: Alonco GmbH)

Das es viel einfacher und besser geht zeigen neue offene Systeme, die es ermöglichen verschiedene Standards in einem System zu vereinen. Bei der Umsetzung von technischer Gebäudeausrüstung, Gebäudeautomation, MSR-Technik und Energiemanagement greift z.B. die Lösung von Alonco auf den Einsatz am Markt bewährter Komponenten und Industriestandards in Synergie mit Ihrer eigenen Software zurück. Herz des Systems ist eine schlüsselfertig vorkonfigurierte Hauptverteilung mit einem Industrie-PC, Security Gateway und einem Ethernet-basierten Kommunikationsbackbone und allen notwendigen Installationen (Überspannungsschutz, FI-Schalter, Leistungsschutzschalter, alle Geräte für die Konnektivität etc.). Die übergeordnete Leittechnik für die Visualisierung, Push-Benachrichtigungen, Benutzerverwaltung, usw. wird über einen eigenständigen lüfterlosen Mini-PC innerhalb der Hauptverteilung realisiert. Dies garantiert eine ausfallsichere Steuerung aller Gewerke und Sicherheit gegenüber Hackerangriffen. Die Skalierung der Gesamtanlage auf die Gebäudegröße erfolgt über weitere ebenfalls schlüsselfertige Verteilerschränke, wahlweise mit eigener Automationsintelligenz oder entsprechenden Ethernet-Kopplern. Die Auswahl der unterstützen Standards und Feldbusse ist theoretisch unbegrenzt. Neben Industriestandards, wie z.B. SMI (Jalousiesteuerung), DALI (Lichtsteuerung), Modbus und BACnet (HLSK) oder M-Bus (Zähler) werden auch gängige Funkstandards wie z.B. EnOcean unterstützt, damit für alle Anwendungsfälle optimale und kosteneffiziente Lösungen umgesetzt werden können. Derartige offene Systeme bieten zahlreiche Vorteile. Sie können mit neuen Anforderungen des Technologiefortschritts mitwachsen. Die eingesetzte Soft- und Hardware lässt sich über den Lebenszyklus des Gebäudes hinweg aktualisieren oder austauschen und die Konnektivität zu bestehenden und auch zu kommenden neuen Standards, Geräten und IoT-Plattformen lässt sich jederzeit erweitern. Ein weiteres Highlight der Lösung ist ein webbasierter Konfigurator als TGA BIM-Tool. Mit ihm lässt sich schon in der Planungsphase eine gesamtheitliche Koordination der Gewerke und Dokumentation der Projekte erstellen:

  • • Erfassung der Gebäudedaten wie Größe, Außenwände, Fenster, Keller, Dach, Dämmung, Energieerzeugung, etc.
  • • Detaillierte Konfiguration der Raum- und Gebäudeautomationsfunktionen
  • • Einfache Erstellung von Grundrissen, zur Positionierung der konfigurierten Elemente
  • • Erstellung von Ausschreibungsunterlagen
  • • Automatische Erstellung von Stromlaufplänen
  • • Automatische Erstellung der Schaltschrankplanung
  • • Übertragung der abgeschlossenen Konfiguration an die Gebäudesteuerung

Zukünftig werden auch die Erstellung eines Bausummenreports nach einzelnen Gewerken und die Berechnung und Anzeige der Baukosten und Energieeffizienz möglich sein.

 (Bild: Alonco GmbH)

(Bild: Alonco GmbH)

Das System im Einsatz

Im Zuge einer Umstrukturierung des Gebäudeensembles der Daimler AG in Stuttgart Möhringen, wurde das Haus 3 komplett saniert und technisch für eine Multi-Tenancy-Nutzung ausgebaut. Alonco übernahm dabei die komplette MSR- und Gebäudetechnik – von der Planung und Umsetzung bis zur Installation vor Ort. Um die 150 Raumeinheiten der ca. 6.000m² Bürofläche auf 5 Stockwerken abzudecken, umfasst und steuert das Alonco System dabei rund 180 Beschattungen, 210 Leuchten, 280 Heizkörper, neun Umwälzpumpen und Mischerventile für die Heiz- und Kühlkreise, sowie sämtliche Aktoren der Zu- und Abluftanlage. Überwacht werden zudem 70 Brandschutzklappen, 12 Hygienespülventile, die Präsenz, Helligkeit und Temperaturen der Räume, sowie ca. 90 Sensorwerte der gesamten Heiz-, Kühl- und Lüftungsanlage. Die Bedienung erfolgt dabei über 110 IP-basierte Raumbediengeräte, durch Taster und per App, bequem vom Arbeitsplatz aus. Neben der Automations-Hauptverteilung besitzt das Gebäude neun Unterverteilungen und 34 Raumverteilerboxen, die den erforderlichen Kabelzug deutlich reduzieren und somit die Brandlast durch Kabel drastisch senkt. Die Lösung verfügt auch über ein umfassendes Monitoring zur Überwachung der Gewerke in der Betriebsphase. Dies sichert neben maximaler Betriebssicherheit auch eine schnelle Fehlerbehebung im Fall der Fälle sowie maximale Energieeffizienz.

Skalierbar

Offene Systeme haben noch einen Vorteil: Sie lassen sich gut skalieren. Es können auch Einfamilienhäuser oder moderne Wohnungen mit vergleichsweise geringen Kosten eine Gebäudeautomation in Industriequalität bekommen. Das Erreichen der Energieeffizienzklasse A für die Nutzung und Verteilung der Energie eröffnet wiederum maximale Fördermöglichkeiten.

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