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Investitionssicherheit erfordert das richtige Handeln

Smart-Home, aber Sicher!

Für das Jahr 2020 spricht die Prognose bereits von über 20Mrd. vernetzten Geräten – diese reichen vom Kühlschrank über die Fenster bis hin zu Heizungen, von Medizingeräten bis hin zu Industriemaschinen. Treiber des wachsenden Interesses an smarten Lösungen sind in besonderer Weise die Themenfelder Energiemanagement bei Immobilien und das Smart Home, bieten sie doch recht praxisnahe Beispiele, um Kosten zu senken und gleichzeitig den Komfort zu steigern. Doch was gilt es zu beachten?

20 Mrd. vernetzte Geräte – diese Zahl weist auf einen umkämpften Markt mit vielen Anbietern aus unterschiedlichsten Segmenten hin. Neben IT-Riesen und Start-ups digitalisieren auch etablierte Anbieter ihre Angebote und erweitern das Portfolio. Damit einher geht aber die Unsicherheit, auf welche Technik es zukünftig zu setzen gilt. Nicht, dass sich die Investition von heute bereits in wenigen Jahren als Fehler erweist.

Offene Plattform

Damit stellen sich der Gebäudeautomatisierung einige zentrale Fragen: Welche Technik soll unterstützt werden? Welches Protokoll wird zum Einsatz kommen? Die Antwort kann eigentlich nur lauten, Offenheit. Denn es ist nicht absehbar, welche Lösung sich in Zukunft am Markt durchsetzt. War für viele Marktteilnehmer vor zwölf Monaten noch das Smartphone das unumstrittene Userinterface der Zukunft, so hat diese Rolle mittlerweile die Sprachsteuerung übernommen. Und zukünftig entstehen eventuell Geschäftsmodelle oder Partnerschaften zwischen Herstellern, auf die eine eindimensional ausgerichtete Technik nicht vorbereitet ist. Das bedeutet etwa, dass beim Netzwerkprotokoll neben dem bewährten BACnet selbstverständlich auch eine auf dem Internet Protocol (IP) basierende offene API unterstützt werden sollte. Bei der Datenübertragung sind Lösungen gefragt, die ebenso kabelbasierte Anbindungen wie Funkstandards unterstützen. Dazu zählen – neben dem oftmals überlasteten WLAN – Ansätze wie Narrow Band IoT (NB-IoT), das bei schmalbandigen Übertragungen kleiner Datenmengen an schwer zugänglichen Stellen seine Stärken ausspielt. Im Segment Smart Home gilt es, zudem nicht mehr nur eine App, sondern auch die systemübergreifenden Sprachassistenten von Amazon, Apple, Google und Microsoft zu unterstützen, sind diese doch auf vielen Smartphones vorinstalliert und in modernen digitalen Assistenten bereits im Einsatz. Last but not least gewinnen Dienste wie IFTTT (IF This Then That) zunehmend an Bedeutung. Dadurch können verschiedene Webanwendungen einfach und problemlos miteinander verbunden werden. So ist beispielsweise mit Hilfe eines Triggers wie ‚Auto nähert sich dem Haus‘, direkt das Auslösen der Aktion ‚Öffnen des Garagentors‘ denkbar. Die Herausforderung dieses Ansatzes besteht darin, dass Gebäudesystemtechnik auch die Einbindung bereits vorhandener Lösungen ermöglichen sollte, also Retrofit-fähig sein muss. Diesen Weg hat beispielsweise Schüco beschritten, die ihren vorhandenen Automationsmanager erweitert haben. Das bisher verbaute lokale Steuergerät war via Kabel mit Fenstern, Türen und Fassaden verbunden und wurde manuell vor Ort konfiguriert. Ein extern entwickeltes, neues Gateway gestattet nun ein einheitliches Eco-System bestehender und zukünftiger Produktserien, ergänzt um eine auf Wunsch zentrale Steuerung aller Komponenten aus einer eigenen IoT-Cloud. Zudem ist sie über BACnet IP-kompatibel zur Gebäudetechnik anderer Hersteller z.B. von Klima- oder Sicherheitsanlagen. Die neue App ermöglicht die einfache Authentifizierung von Anwendern ergänzt um Funktionen wie Öffnen/Schließen, Fernsteuerung und -wartung oder zentrale Konfiguration – ein Beispiel für die Ergänzung des eigenen Portfolios bei gleichzeitiger Integration der installierten Basis. Und das, ohne die Zukunftsfähigkeit der Lösung zu gefährden.

Sichere Plattform

Bei allen Maßnahmen darf jedoch die Sicherheit der Vernetzung nicht außer Acht gelassen werden – unabhängig davon, ob es sich um gewerbliche Gebäudeautomation handelt oder eine Smart-Home-Installation. Denn negative Folgen wie gehackte Lampen, fremdgesteuerte Aufzüge oder das Ausspähen von Leistungsdaten untergraben das Kundenvertrauen. So reichen herkömmliche physische Sicherheitsmaßnahmen zur (Ab-) Sicherung von Gebäuden und Produkten nicht mehr aus. Zugriffe auf oder gar die Übernahme intelligenter Geräte gilt es zu vermeiden, denn dadurch sinkt nicht nur die Akzeptanz der Smartification bei den Anwendern. Vielmehr entstehen mit der Integration vernetzter Geräte in ein Bot-Netz immense wirtschaftliche Schäden wie das IoT-Geräte-Botnetz Mirai Ende 2016 mehrfach bewiesen hat. Es gibt nur ein Mittel, das in der Lage ist die Kommunikation zwischen allen Geräten sicher und reibungsfrei zu garantieren, die Verschlüsselung. Damit können unberechtigte Eingriffe in die Infrastruktur ebenso wie Datendiebstahl unterbunden werden. Vorbehalte gegenüber der Verschlüsselung und deren komplizierter Handhabbarkeit lassen sich gezielt umgehen – werden die für die Verschlüsselung notwendigen Schlüssel bereits bei der Produktion in Microcontroller, Sensoren und Geräte integriert. Die Einrichtung der Verschlüsselung entfällt, das Risiko einer Fehlbedienung läuft gegen Null und das Mitlesen von Daten oder das Einbringen eines Events von außen wird verhindert. Moderne Lösungen gehen noch einen Schritt weiter und setzen auf vorinstallierte Schlüssel zur Generierung neuer Schlüssel in vorab definierten Abständen. Erhält ein Angreifer einmal einen Schlüssel, so ist dessen Gültigkeit zeitlich begrenzt. Gebäudeautomation eröffnet zahlreiche Chancen auf Anbieter- und Anwenderseite. Dabei sollten zur Wahrung wirtschaftlicher Interessen und des dauerhaften Erfolges vor allem zwei Grundprinzipien beachtet werden – die Offenheit der Installation gegenüber verschiedenen Technologien und die Absicherung vor unberechtigten Zugriffen Dritter. Bei Wahrung dieser beiden Aspekte steht einem Durchbruch smarter Lösungen auf breiter Front dauerhaft Nichts mehr im Wege.

Q-loud GmbH
www.q-loud.de

Smart-Home, aber Sicher!



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