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Raumautomation 4.0

Intelligente Vernetzung bringt Komfort & Effizienz

Wer heute ein neues Zweckgebäude plant, denkt in Energieeffizienzklassen, Sicherheitskategorien und Komfortlösungen. Unter dem Begriff Gebäudeautomation subsummieren sich vernetzte Geräte, die mit übergeordneten Steuerungsebenen kommunizieren und deren aufgenommenen Messwerte per softwaregestützten Apps und Analysetools ausgewertet werden. Diese Datengrundlage dient zur Optimierung der Energieeffizienz, zur Steigerung des Komforts und der Sicherheit und nicht zuletzt dem Schutz von Assets. Aber nicht nur für Neubauten ist die intelligente Steuerung und Einsparung realisierbar. Heutige Lösungen richten sich verstärkt an Bestandsbauten, an Gebäudekomplexe, die über Jahrzehnte mit den entsprechend unterschiedlichsten technischen Standards ihrer jeweiligen Zeit erbaut wurden. Im Fokus dieser Lösungen stehen Skalierbarkeit und offene Standards.

Jalousiemodul zur Ansteuerung und Versorgung von Jalousiemotoren (Bild: Schneider Electric GmbH)

Jalousiemodul zur Ansteuerung und Versorgung von Jalousiemotoren (Bild: Schneider Electric GmbH)

Das IoT erweitert heute die Konnektivität auch in Zweckbauten. Die intelligente Verknüpfung bezieht sich dabei auf die gesamte technische Gebäudeausstattung. Alle Akteure sind involviert und profitieren von der gesteigerten Effizienz, dem besseren Bedienerlebnis, dem höheren Komfort und vor allem den sinkenden Kosten. Allein die Modernisierung des Gebäudebereichs, der sich für 40 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich zeichnet, kann mit bis zu 30 Prozent Reduzierung in den Betriebskosten nicht nur bares Geld sparen und Unternehmenskapital für Innovationen freisetzen. Sie trägt auch wesentlich zur Senkung der CO2-Emissionen bei. Um diese Effekte zu nutzen, betrachten Verantwortliche mehr und mehr nicht nur die Erstinvestition, sondern vor allem die Kosten über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes hinweg.

Decken-Multisensor für Helligkeits- und Präsenzerfassung (Bild: Schneider Electric GmbH)

Decken-Multisensor für
Helligkeits- und Präsenzerfassung (Bild: Schneider Electric GmbH)

Nach dem Kauf ist vor dem Betrieb

Und genau diese Betrachtungsweise birgt das große Potenzial bei der Effizienzsteigerung im Gebäudemanagement. Heute werden noch überwiegend zwei Perspektiven eingenommen: die des Corporate Real Estate Mangers (CREM), und die des Facility Managers (FM). Während der eine Eigentürmer und Investoren vertritt, hat der andere die Bedürfnisse der Nutzer und Betreiber im Blick. Getrieben von unterschiedlichen Zielen agieren beide nicht nur unabhängig, sondern teilweise sogar konträr – obwohl sie konvergente Ziele verfolgen sollten. Die heißen, Kosten über den gesamten Lebenszyklus hinweg reduzieren, Effizienzsteigerungen über Jahre ermöglichen und Infrastrukturen derart modernisieren und aufbauen, dass sie auch bei fortschreitender technischer Entwicklung skalierbar nachgerüstet werden können. Besonders für FM im Bestandsbau ist dies eine der größten Herausforderungen: In ihren Portfolios finden sich in erster Linie Mischbestände mit Teilsanierungen und Neubauanteilen, die eine Anflanschung neuer Technologien mit offenen Standards erfordern. Solange nicht beide Manager dem übergeordneten Ziel der Effizienzsteigerung und Kostenreduktion verpflichtet sind, werden CapEx- und OpEx-Betrachtung um die Oberhand kämpfen. Die Argumentation liegt dagegen auf der Hand: Übereinstimmende Studien prognostizieren Einsparungen bei den Energiekosten um bis zu 30 Prozent mit entsprechender Gebäudeautomation. In anderen Worten, die Anschaffungskosten eines aufeinander abgestimmten Energiemanagements basierend auf vernetzten Produkten, intelligenten Steuerungen und Analysetools haben sich in Kürze amortisiert.

RP-C Raumautomationsstation mit Cover (Bild: Schneider Electric GmbH)

RP-C Raumautomationsstation mit Cover (Bild: Schneider Electric GmbH)

Richtlinien spiegeln veränderte Anforderungen wider

Dies bestätigen auch die VDI-Gremien: Die bisherige VDI3813 für Raumautomation wird 2020 in der dann neu bearbeiteten Richtlinie VDI3814 aufgehen. Mit dieser Überarbeitung bündeln die Fachleute Handlungsfelder und setzen sie in Bezug zueinander: Übergeordnet ist das Gebäudeautomationsmanagement (GA-M) angesiedelt. Unter diesem ordnen sich die Anlagenautomation (AA) und die Raumautomation (RA) gleichberechtigt ein. Zu den klassischen Anwendungsbereichen der Raumautomation gehören: Raumluftkonditionierung, Beleuchtungsautomatik, Sonnen-/Blendschutz gegebenenfalls mit Tageslichtlenkung, Zutrittsüberwachung oder Gefahrenmeldung. Immer mehr an Bedeutung gewinnen Funktionen wie Energieoptimierung und systemübergreifende Abstimmung einzelner Funktionen im Raum. Genau diese lassen sich nicht mehr in einzelne Gewerke des technischen Ausbaus trennen – sie erfordern schon in der Planungsphase eine integrierte Betrachtung im Rahmen aller Funktionen der Gebäudeautomation. Voraussetzung für die energieeffiziente Steuerung eines Gebäudes sind intelligente Messgeräte, Sensoren und Steuerungselemente. Sie müssen bis in den kleinsten Lastabnehmer hinein exakte Verbrauchsdaten liefern und miteinander kommunizieren können. Und sie müssen mit der bestehenden Infrastruktur kompatibel sein. Schneider Electric hat Anfang des Jahres hierfür den SmartX RP-C gelauncht. Der für Raumautomation vorgesehene IP-basierte Feldcontroller ist frei programmierbar und für eine breite Palette von HLK-, Beleuchtungs- und Verschattungs-Applikationen geeignet.

SmartX LSS Raumsensoren & Raumbediengeräte (Bild: Schneider Electric GmbH)

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