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Fehlerfreie Funktion und Effizienz sicherstellen

Gebäudeautomation muss funktionieren

Durch den Einsatz einer gut geplanten, fachgerecht integrierten und kontinuierlich überwachten Gebäudeautomation sind erhebliche Einsparungen im Gebäudebetrieb von bis zu 30 Prozent realistisch. Tüv Süd zeigt, wie die wachsenden Herausforderungen bei der Technik und den gesetzlichen Vorgaben zum Erreichen der Klimaziele sicher zu beherrschen sind.

 (Bild: Tüv Süd Industrie Service GmbH)

(Bild: Tüv Süd Industrie Service GmbH)

Im Jahr 2050 soll die EU klimaneutral sein. Das ist das vorgegebene Ziel des sogenannten Europäischen Grünen Deals vom 11. Dezember 2019. Um dieses Ziel zu erreichen, wird der energieintensive Gebäudesektor ein wesentlicher Treiber sein. Allein 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs fällt in Gebäuden an. Zudem ist der Gebäudesektor für mehr als 30 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Wenn es also darum geht, die Energieeffizienz weiter zu steigern, nehmen die Systeme der Gebäudeautomation (GA) eine Schlüsselrolle ein. Nach DIN V18599-11 und DIN EN15232 spart ein vollautomatisiertes Bürogebäude (Automationsklasse A) gegenüber einem geringer automatisierten Referenzgebäude (Automationsklasse C) 30 Prozent Wärmeenergie und 13 Prozent Strom. Es lohnt sich also, in gut funktionierende und effiziente vollautomatische GA-Systeme angemessen zu investieren und diese auch kontinuierlich zu überwachen.

Bestimmte Anforderungen sind bis 2025 umzusetzen

Verbindliche regulatorische Vorgaben zur Energieeffizienz in Gebäuden kommen schon jetzt neu auf den Markt. Jüngstes Beispiel ist die EU-Richtlinie Energy Performance of Buildings Directive (EPBD). Sie wird voraussichtlich schon in diesem Jahr in deutsches Recht umgesetzt und fordert einheitliche Energieeffizienzstandards in ganz Europa bis zum Jahr 2030. Mit Blick auf die GA-Systeme sind manche Ziele sogar schon bis 2025 zu erreichen. Dazu zählt z.B., dass GA-Systeme den Energieverbrauch kontinuierlich überwachen, protokollieren und analysieren, aber auch, dass deren Anpassung möglich sein muss. Zudem ist vorgeschrieben, dass die Anlagen fähig sind, einerseits Effizienzverluste zu bemerken und andererseits realisierbare Verbesserungen anzuzeigen. Aufgrund dieser Entwicklungen erhalten die Planung, die Integration und die Überwachung der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) ein zusätzliches Gewicht: Optimal funktionierende und wirtschaftlich arbeitende GA-Systeme entwickeln sich zum ausschlaggebenden Faktor für den langfristigen Werterhalt des Gebäudes. Die GA sollte daher nicht als belastender Kostenblock verstanden werden, der per Gesetz verordnet wird. Bezogen auf den Lebenszyklus des Gebäudes, amortisieren sich die Investitionen im Gebäudebetrieb schon nach kurzer Zeit.

Mehr Möglichkeiten – mehr Fehler

Schlagworte wie BIM, Smart Building oder Smart Grid stehen beispielhaft für die vielfältigen Möglichkeiten, die sich aufgrund der zunehmenden Digitalisierung der Infrastruktur eröffnen. Dabei allerdings inhaltlich und kapazitiv Schritt zu halten und das neue technische Know-how in kurzer Zeit aufzubauen, wird zur wachsenden Herausforderung. Als Folge kann es bei der Umsetzung von Maßnahmen zu Fehlern kommen. In der Prüfpraxis zeigt sich, dass immer mehr GA-Systeme nicht das gewünschte Ergebnis hervorbringen. Doch welche Mängel sind festzustellen, wenn man die Systeme genau untersucht? Das können z.B. die Anlagen der Raumautomation sein, die zu viel Energie für die Klimatisierung und die Belüftung verbrauchen und hohe Betriebskosten verursachen. Oder aber die Funktionalität und der Komfort der GA-Systeme werden von den Nutzern als nicht optimal empfunden und deshalb bemängelt. Nicht selten fehlen geeignete Instrumente zur Messung und Überprüfung der Anlagen, was zur Folge haben kann, dass die Fehler unter Umständen erst viel später im laufenden Gebäudebetrieb bemerkt werden. Das kann zur teuren Überraschung werden: Denn zu den kostenintensiven Auswirkungen einer schlechten Anlagenleistung des zurückliegenden Betriebszeitraums addieren sich dann noch die Kosten für die Optimierung der Systeme.

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