ZVEH-Umfrage: Leichte Eintrübung in den E-Handwerken

Die Ergebnisse der Herbstkonjunkturumfrage des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) haben gezeigt, wie sich die positive Binnenkonjunktur in Deutschland und das günstige Konsumverhalten in den vergangenen Monaten auf die Stimmungslage in den E-Handwerksunternehmen auswirkt. Demnach melden die Betriebe stabile Auftragspolster, die abgearbeitet werden müssen. Die Erwartungen für das kommende Halbjahr sind jedoch etwas eingetrübt. 93% der befragten E-Betriebe beurteilten ihre Geschäftslage positiv mit den Noten befriedigend (34%) oder gut (59%). Der Geschäftsklimaindex hat sich im Jahresvergleich auf 76 Punkte verbessert (Herbst 2011: 74 Punkte). Vor allem im Osten der Republik herrscht bessere Stimmung als im Westen. Während die Unternehmen der Elektroindustrie die Eurokrise bereits deutlich spüren, profitieren die E-Handwerke von der immer noch günstigen Wirtschaftslage im Land. 37% der Umfrageteilnehmer berichten, dass der Umsatz im Handwerksbereich im vergangenen Halbjahr gestiegen sei (Herbst 2011: 34%), im Handelsbereich verzeichneten 15% (Herbst 2011: 12%) ein Umsatzwachstum. Der Ausblick auf die kommenden sechs Monate ist etwas eingetrübt, der aktuelle Index für diesen Wert hat sich um 0,4 Punkte verringert. Der Anteil der Befragten, die davon ausgehen, dass die Geschäftslage unverändert bleibt, liegt im Vergleich zum Herbst 2011 unverändert bei 77%. Immerhin melden 30% offene Stellen, 80% gehen von einer stabilen Beschäftigungslage aus. Erste Anzeichen für eine Abkühlung könnte der leicht nachlassende Auftragsbestand von Privathaushalten sein, ebenso haben die Orders aus der gewerblichen Wirtschaft abgenommen.

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