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ZVEH: E-Handwerke sind fit für die Energiewende

Die Ergebnisse der Jahrestagung des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), die vom 29. bis 31. Mai 2012 in Warnemünde stattfand, hat ZVEH-Präsident Walter Tschischka mit den Worten zusammengefasst: ‚Die E-Handwerke sind fit für die Energiewende. Den Grundstein dafür haben wir schon bei der Neuregelung der Ausbildungsordnung zu Beginn des neuen Jahrtausends gelegt. Jetzt erwarten wir von der Politik die entsprechenden Signale.‘ Die rund 150 Teilnehmer tauschten sich in den Sitzungen über aktuelle Themen wie den Erhalt der Netzstabilität (50,2Hz-Problematik), die Wettbewerbssituation bei Energiedienstleistungen oder neue Techniken bei der Gebäudevernetzung aus. Vorgestellt wurde auch die Richtlinie zum neuen E-Check PV, der Prüfung von Photovoltaikanlagen durch die E-Handwerke, zu der es ab Herbst 2012 Schulungen geben soll. Festredner Peer Steinbrück, MdB und Bundesminister a.D., stellte bei der öffentlichen Festveranstaltung vor rund 350 Gästen die aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation Deutschlands in den Fokus. Dabei betonte er die günstige Lage und verglich Deutschlands derzeitige Situation im weltweiten Vergleich mit ‚Alice im Wunderland‘. Mit Blick auf die demografische, die gesellschaftliche und arbeitsmarktpolitische Entwicklung gebe es in naher Zukunft jedoch gewaltige Herausforderungen zu bewältigen. Tschischka ehrte zum Abschluss der Festveranstaltung Frank Herrmann, Bruno Kirsch, Torsten Heinje und Ulrich Liesenjohann sowie die Sieger aus dem Bundesleitungswettbewerb 2012. Bei der Mitgliederversammlung referierte Steffen Joest (Bild rechts) von der Deutschen Energieagentur (dena) über ‚Die Energiewende und das E-Handwerk‘ und stellte fest: ‚Im Moment tun sich alle schwer mit Energiedienstleistungen. Die Mehrzahl der Player im Markt hat dieses Feld noch nicht wirklich erschlossen. Das ist eine große Chance auch für die E-Handwerke. Als Gäste präsentierten auf der Vorstandsratssitzung ZVEI-Sprecher Dirk Giersiepen und ZVEI-Geschäftsführer Klaus Jung die Kampagne ‚Pro Regionalmessen‘. Mit dieser Werbeinitiative wollen die industriellen Aussteller den Besuch der regionalen Branchenmessen belektro, efa, Elektrotechnik, Eltec, eltefa und Get Nord stärken. Beim E-Markentag am Freitag, 1. Juni 2012, stand die E-Marke im Mittelpunkt. Sie hatte im Herbst 2007 in Warnemünde Premiere, heute gehören dem E-Markenkonzept über 6.000 Mitgliedsbetriebe und 43 Partner aus Industrie, dem Großhandel und der Versicherungswirtschaft an. Fazit der Diskussionsrunde: Die E-Marke kam zum richtigen Zeitpunkt und hat noch viel Potenzial, um den E-Handwerksbetrieben in Zeiten härter werdenden Wettbewerbs zu einer starken Position zu helfen. Die nächste ZVEH-Jahrestagung wird vom 20. bis 22. Mai 2013 in Erfurt stattfinden.

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