Zukünftiger Energiemix – PV-Industrie als wesentlicher Bestandteil

Bis 2022 sollen in Deutschland alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden – diese Entscheidung traf der Deutsche Bundestag am 1. Juli dieses Jahres. Damit haben die Abgeordneten einen richtungsweisenden Schritt zur Energiewende vollzogen. Konsequent sind die Politiker auf diesem Weg allerdings nicht, wie die kürzlich abgesegnete EEG-Novelle 2012 zeigt. Die Bundesregierung lässt in der Novellierung das große Potenzial der Photovoltaik-Branche vollständig außer Acht. Statt die Energiewende voranzutreiben, bremst die Novelle sie vielmehr aus. Denn insbesondere die Solarindustrie weist ein enormes Leistungsspektrum für eine sichere Energieversorgung im erneuerbaren Energiemix auf.
Über die Tragweite ihrer Entscheidung am 1. Juli waren sich Regierungs- und Oppositionspolitiker zu Recht einig: Der von ihnen beschlossene Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahr 2022 ist von historischer und international wegweisender Bedeutung. So sollen laut Beschluss bis zu diesem Zeitpunkt alle deutschen Atommeiler stufenweise abgeschaltet werden. Mit dieser Entscheidung gewinnen die regenerativen Energiequellen als Stromlieferanten der Zukunft mehr denn je an Bedeutung. Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Atomausstieg und der damit verbundenen Energiewende ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz. In ihm werden seit 2000 die Rahmenbedingungen zur Förderung der Erneuerbaren Energien in Deutschland umfassend geregelt. Der Plan der Bundesregierung sah die Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ursprünglich für den Herbst dieses Jahres vor. So hätten die Politiker ausreichend Zeit gehabt, sich mit der Materie ausführlich zu befassen und eine konstruktive Regelung für die erneuerbaren Energien zu entwickeln. Doch nach der Katastrophe in Japan änderte sich der angedachte Zeitplan radikal. Und so verkündete die deutsche Bundesregierung Anfang Juli nicht nur den endgültigen Ausstieg aus der Atompolitik, sondern versuchte zeitgleich, die komplette Energiewende auf den Weg zu bringen, indem sie die Abstimmung über die Novellierung des EEG an die Atomgesetze koppelte. Dieser erzwungene Eilschritt durch die verschiedenen politischen Instanzen erweist sich für die erneuerbaren Energien nun als hinderlich. Die Bundesregierung vergibt mit der EEG-Neufassung 2012 leichtfertig die große Chance, für eine wirkliche, nachhaltige und beschleunigte Energiewende zu sorgen. Stattdessen richtet sie ihren Fokus auf Kohlekraftwerke und riesige Offshore-Windparks. Wobei sich die großen Konzerne bereits die meisten Standorte und Projekte gesichert haben. Das enorme Potenzial der Erneuerbaren Energien, wie es hierzulande unzweifelhaft vorliegt, kann sich durch die neuen Vorgaben seitens der Bundesregierung nicht voll entfalten. Vielmehr wird es durch die starren Regelungen ausgebremst und behindert – eine konsequente Umsetzung der bestehenden Möglichkeiten bleibt damit aus.

Auswirkungen auf gesamte Solarbranche

Dies hat selbstverständlich Auswirkungen auf die gesamte Solarbranche, für die in der EEG-Novelle keine Nachbesserungen vorgesehen sind. Dabei konnte die Photovoltaik, wie keine andere regenerative Energiequelle, ihren Anteil an der deutschen Stromversorgung nahezu verdoppeln, wie eine aktuelle Auswertung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ergab. Nicht ohne Grund sieht sich die PV-Industrie mit diesem Leistungsvermögen als kompetenter, wichtiger Partner der übrigen regenerativen Energiequellen und damit als elementarer Bestandteil des zukünftigen Energiemixes, mit dessen Hilfe die Energiewende herbeigeführt werden soll. Die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten im Photovoltaikbereich sind durch die fortschreitenden technologischen Innovationen immens: Leistungsfähigere Solarmodule bei steigender Kosteneffizienz sind das Ergebnis.

Intelligente Verschaltungskonzepte

Photovoltaikunternehmen, wie die Hamburger Colexon Energy AG, die spezialisiert sind auf die Realisierung von Solar-Aufdachanlagen, nutzen diese Fortschritte, indem sie die Qualitätskomponenten ausgesuchter Hersteller zu hocheffizienten und leistungsfähigen Komplettsystemen verbinden. Die aufeinander abgestimmten Komponenten überzeugen dank intelligenter Verschaltungskonzepte mit guten Energieerträgen. Die Aufdach-Systemlösung Colexon Flex beispielsweise vereint Markenkomponenten von First Solar, SMA und Würth zu einer flexibel einsetzbaren Funktionseinheit für dachparallele Photovoltaik­anlagen. Angeboten wird das System in fünf verschiedenen Basis-Kits mit Generatorleistungen zwischen 10,08 und 17,92kWp. Die Kunden können sich so das PV-Leistungspaket schnüren, das ihren individuellen Anforderungen und Wünschen entspricht. Dank vorgefertigter Systemelemente gestaltet sich die Montage äußerst einfach und ist durch die Wahl der entsprechenden Dachanbindungselemente nahezu auf allen Schrägdächern möglich.

Solare Energiewende beschleunigen

Dieses Beispiel zeigt das große Potenzial der Photovoltaik, das von Seiten der Politik stärker gefördert werden muss, um die mit dem beschlossenen Atomausstieg eingeleitete Energiewende zu beschleunigen und somit eine atomfreie Stromversorgung zu gewährleisten.

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