Anzeige

3.400 LED-Leuchten bringen bedarfsgerechtes Licht

Wiesloch setzt auf Modernität und Sicherheit

Die LED-Technologie ist aus der Beleuchtungsindustrie schon lange nicht mehr wegzudenken. Im Vergleich zu althergebrachten Quecksilberdampflampen bestechen LED-Module durch erheblich höhere Effizienz, niedrigere Wartungs- bzw. Energiekosten sowie hohe CO² Einsparung – kurzum: mit einer besseren Ökobilanz. Die LED hat sich daher auch in der Außenbeleuchtung durchgesetzt und ist z.B. in Neubaugebieten stets die erste Wahl. Doch was geschieht mit den Beleuchtungsanlagen, die bereits seit Jahrzehnten installiert sind und sich noch der alten Technologie bedienen?

Intelligente Radwegbeleuchtung: SCHUCH-Leuchten der Baureihe 48 LMS reagieren, dank eingebautem Lichtmanagementsystem LIMAS, auf Bewegung und steuern die Beleuchtung bedarfsgerecht. (Bild: Jan A. Pfeifer)

Intelligente Radwegbeleuchtung: Schuch-Leuchten der Baureihe 48 LMS reagieren, dank eingebautem Lichtmanagementsystem LIMAS, auf Bewegung und steuern die Beleuchtung bedarfsgerecht. (Bild: Jan A. Pfeifer)

Gerade hier verbirgt sich ein enormes Einsparpotenzial, das jetzt immer mehr Städte nutzen. Der monetäre Mehrwert einer solchen Umrüstung zeigt sich allerdings erst Jahre später, denn die Anschaffung und Installation neuer LED-Leuchten ist erst einmal mit Kosten verbunden. Um die Kommunen hierbei zu unterstützen, werden Umrüstungen von Altanlagen im Bereich der kommunalen Straßenbeleuchtung unter anderem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) in Form der ‚Kommunalrichtlinie‘ gefördert. Die aktuelle Fassung sieht derzeit eine Bezuschussung von bis zu 30 Prozent der förderfähigen Ausgaben bis in das Jahr 2022 vor.

Stadtgebiet Wiesloch: Leuchten der Baureihe 48 erhellen dieses Wohngebiet. (Bild: Adolf Schuch GmbH)

Stadtgebiet Wiesloch: Leuchten der Baureihe 48 erhellen dieses Wohngebiet. (Bild: Adolf Schuch GmbH)

Für jeden Bereich die passende Leuchte

Die Stadt Wiesloch hat den Umrüstungsbedarf schon früh erkannt und sich ein hohes Ziel gesetzt: Die gesamte Außenbeleuchtung soll innerhalb von fünf Jahren auf LED umgestellt sein. Und dabei beschränkt sich die Stadt nicht etwa nur auf die Fußgängerzone, die Wohnbereiche oder verschiedene Stadtgebiete – nein, hier soll alles saniert werden. Von der Innenstadt über die Anliegerstraßen bis hin zu städtischen Gebäuden und das in allen Stadtteilen. Ein Großprojekt mit einem Volumen von rund 2,5 Millionen Euro, das seit 2015 sukzessive in die Tat umgesetzt wird. Wichtiger Partner hierbei ist der Leuchtenhersteller Schuch. Als Lichttechnische Spezialfabrik bietet das Unternehmen ein umfassendes Portfolio an technischen und dekorativen Außenleuchten sowie moderne Lichtlösungen, die bei der Vielzahl von unterschiedlichen Einsatzbereichen und Anforderungen auch benötigt werden. Heute, über vier Jahre nach dem Start, befindet sich das Vorhaben auf der Zielgeraden und es ist einiges passiert. Die Stadtteile Frauenweiler, Baiertal, Schatthausen und Altwiesloch erstrahlen bereits in neuem Licht, ebenso wie ein Großteil der Kernstadt. Für die optimale Ausleuchtung der Verkehrsstraßen sorgen dabei in erster Linie die modernen LED-Außenleuchten der Baureihen 47 und 48. Grünanlagen oder Innenstadtbereiche werden hingegen mit der etwas klassischeren LED-Pilzleuchte 541 ausgestattet, so dass ein harmonisches Gesamtbild gegeben ist. Doch eine smarte Umrüstung der Beleuchtungsanlagen geht über den Eins-zu-eins-Austausch hinaus: Dank verbesserter LED-Lichttechnik und neuer Lichtplanung konnte Wiesloch allein in der Fußgängerzone rund 130 Leuchtenaufsätze und knapp 30 Leuchtenstandorte einsparen. Dies ist – abgesehen von der Optik – auch ein monetärer Vorteil, wenn man die zukünftigen Wartungen bedenkt und ein weiterer Beweis für die hohe Effektivität der LED-Beleuchtung. „Die bisherigen Ergebnisse können sich wirklich mehr als sehen lassen“, berichtet Oberbürgermeister Dirk Elkemann, “ denn eine Auswertung des Verbrauchs bestätigt schon jetzt, vor der finalen Fertigstellung, eine Stromeinsparung von satten 65 Prozent im gesamten Stadtgebiet.“

 (Bild: Adolf Schuch GmbH)

(Bild: Adolf Schuch GmbH)

Herausforderung smarte Radwegbeleuchtung

Im Zuge des Großprojekts sollte, neben der Sanierung der Altanlagen, auch ein lang gehegter Wunsch der Bürger in Erfüllung gehen: Die Ausleuchtung der Radwege zwischen Baiertal und Schatthausen, Frauenweiler und Walldorf sowie von Wiesloch in Richtung Dielheim. Vor allem Pendler und Schüler nutzen diese Wege am frühen Morgen und späten Nachmittag um von Ort zu Ort zu radeln. Doch gerade in der dunklen Jahreszeit fühlte man sich auf den unbeleuchteten Strecken unsicher und unwohl. Mit Standardleuchten war es dort jedoch nicht getan, denn die Radwege verlaufen durch ein Naturschutzgebiet. Mit speziellen Leuchtenausführungen konnte allerdings auch diese Hürde genommen werden. Rund 170 intelligent gesteuerte LED-Straßenleuchten sorgen jetzt für optimale Lichtverhältnisse. „Die Beleuchtung kommt sehr gut an“, teilt Bürgermeister Thomas Glasbrenner mit, „und auf den neu ausgeleuchteten Strecken scheint mir noch mehr los zu sein, als zuvor.“ Durch die Ausrüstung der Leuchten mit dem Lichtmanagementsystem Limas von Schuch sind diese sensorgesteuert und funkvernetzt. Die Radwege werden dadurch nur im Bedarfsfall beleuchtet, also wenn vor Ort eine Bewegung erkannt wird. Die Leuchten sind vorrausschauend programmiert, halten so zu sagen Wache und schalten sich dann in einer Art Kettenreaktion ein. Sie eilen dem jeweiligen Radfahrer ein Stück voraus, wandern mit ihm die Strecke entlang und stellen damit eine bedarfsgerechte und naturschutzkonforme Ausleuchtung sicher. „Der Naturschutz ist uns natürlich genau so wichtig, wie die Interessen unserer Bürger. Wir sind froh, eine Lösung gefunden zu haben, bei der wir auf keiner Seite Abstriche machen mussten. Jetzt sieht man nicht nur den Gegenverkehr besser, auch etwaige Hindernisse wie Steine oder Äste können von den Radfahrern stets rechtzeitig erkannt und so Unfälle vermieden werden – ein enormes Plus für die Sicherheit auf den Wegen,“ zieht Oberbürgermeister Dirk Elkemann Bilanz. Auch wenn das eigentliche Projektziel bereits erreicht ist, so wird es in 2019 noch weiter gehen, denn ein Ausbau der Beleuchtungsanlagen auf den Radwegen ist bereits in Planung. Hierbei sollen dann nicht nur Infrarot- sondern auch Radarsensoren eingesetzt werden. Ganz Wiesloch rückt sich mit dem Austausch der Stadtbeleuchtung in ein energieeffizientes Licht, das Umwelt- und Klimaschutzbelange berücksichtigt und sich auf Dauer bezahlt machen wird. Eine Investition in die Zukunft, die Schuch als kompetenter Partner maßgeblich mitbegleiten durfte.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Der neue Flughafen Beijing Daxing International Airport, rund 50km südlich der chinesischen Hauptstadt, wird nicht umsonst schon jetzt als Mega-Flughafen bezeichnet: Enorme Kapazitäten, einzigartige Architektur, eine schnelle Bauzeit und eine besondere, individuell anpassbare Beleuchtung zeichnen das Gebäude aus. Für das optimale Licht sorgt unter anderem Tridonic. Das Technologieunternehmen ist mit Treibern, einer intelligenten Lichtsteuerung und Light on Demand mit tageslichtabhängiger Steuerung an dem Megaprojekt beteiligt.‣ weiterlesen

Anzeige

Auch in Zeiten zunehmender Digitalisierung und Industrie 4.0 hängen gute Produktionsergebnisse in Industrie- und Fertigungsbetrieben von der Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter ab. Gutes Licht spielt hier seine Stärken aus: Es unterstützt den Sehvorgang, schützt die Beschäftigten vor Unfällen und Gesundheitsgefahren. Die Beleuchtung beeinflusst physiologische Prozesse und somit auch die psychische Verfassung. Human Centric Lighting (HCL) bringt eine tageslichtähnliche Beleuchtung in Innenräume. Kurzfristige und langfristige Effekte fördern Konzentration, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.‣ weiterlesen

Latécoère, ein Zulieferer für internationale Flugzeugbauer, hat die industrielle Umsetzung seiner LiFi-Technologie bekannt gegeben. Grundlage ist eine Absichtserklärung, die mit Signify über die Trulifi-Technologie unterzeichnet wurde, sowie eine weitere Absichtserklärung über Datenkommunikationselektronik und -software mit Huneed Technologies. ‣ weiterlesen

Mit einer modernen sensorgesteuerten Beleuchtung können sporadisch genutzte Raumbereiche in Industrie und Gewerbe effizient und bedarfsabhängig beleuchtet werden. So lassen sich bis zu 90 Prozent Energie einsparen und gleichzeitig Komfort und Sicherheit für die Nutzer verbessern.‣ weiterlesen

Beleuchtungslösungen für die Industrie müssen primär extrem leistungsfähig, robust und sparsam sein. Durch neue Technologien und die fortschreitende Digitalisierung stellen immer mehr Unternehmen zusätzlich die Frage nach der Zukunftsfähigkeit eines Beleuchtungssystems: Stichwort Vernetzung, Lichtmanagement und IoT. Trilux erklärt, welchen Anforderungen Lichtlösungen in der Industrie genügen müssen - und wie sie sich erfüllen lassen.‣ weiterlesen

Anzeige

Wer Beleuchtungsszenarien entwirft, weiß, dass eine maßgeschneiderte Planung die halbe Miete ist. Um Fachkräfte aus den Elektrohandwerken bei der Beratung zu unterstützen, hat die Initiative Licht.de in Zusammenarbeit mit dem ZVEH zwei Online-Checklisten für Lichtplaner aufgelegt, die als Leitlinie für Kundengespräche dienen und bei der Bestandsaufnahme unterstützen sollen. ‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige