Wie die Digitalisierung Geschäftsprozesse optimiert

Mit der Digitalisierung ist es wie mit einem Zahnarztbesuch: Früher oder später kommt niemand daran vorbei. Das erkennen auch immer mehr Unternehmen aus der Elektroinstallation. Doch bei der Auswahl von passenden Softwarelösungen für den betrieblichen Alltag gibt es einiges zu beachten.

 (Bild:  Moser GmbH & Co. KG)

(Bild: Moser GmbH & Co. KG)


Lassen Sie mich Ihnen zu Beginn eine kleine Geschichte erzählen: Vor einiger Zeit besuchte ich einen Elektroinstallationsbetrieb, der mitten in einem Generationswechsel steckte. Ich fühlte mich in die 80er-Jahre zurückversetzt. Die Mitarbeiter reichten wöchentlich ihre Zettel mit den geleisteten Arbeitsstunden und Materialvebräuchen ein, die anschließend händisch erfasst werden mussten. Letztlich tippte die Seniorchefin Rechnungen und Angebote noch mit der Schreibmaschine ab. Ich gebe zu: Dabei handelt es sich um ein Einzelbeispiel, das in dieser Form nicht repräsentativ ist, aber doch eindrücklich zeigt: Das Handwerk generell, aber auch die Elektroinstallateure haben oft noch ein enormes Optimierungspotenzial bei der Digitalisierung ihrer Prozesse. Gewiss, der Computer hat überall in der Branche Einzug gehalten – aber nicht immer werden dabei aktuelle Technologien und Programmversionen genutzt. Woanders behelfen sich die Verwaltungsmitarbeiter umständlich mit Excel-Tabellen in Kombination mit Handzetteln. Diese Arbeitsweise sorgt im Alltag für spürbare Reibungsverluste.
BU (Bild:  Moser GmbH & Co. KG)

BU (Bild: Moser GmbH & Co. KG)

Digitalisierung ist kein Selbstzweck

Man muss kein Experte sein, um zu verstehen: Diese Verfahrensweisen sind heutzutage nicht mehr zeitgemäß. Trotzdem setzen viele Unternehmen aus Elektroinstallation und Gebäudetechnik – wenn überhaupt – immer noch auf veraltete Technologien. Dabei bietet der allerortens beschriebene Megatrend „Digitalisierung“ enorme Chancen: „Unternehmen, die ihren Digitalisierungsgrad als gut oder sehr gut einschätzen, verzeichnen deutlich häufiger ein Umsatzwachstum. Insbesondere kleine Unternehmen profitieren von neuen Technologien“, heißt es etwa in einer Studie des Mobilfunkunternehmens Vodafone. Aber was steckt letztlich dahinter? Warum sollte man sich gerade jetzt als Unternehmer mit dem Thema auseinandersetzen und eine Umsetzungsstrategie entwickeln? In erster Linie spricht vor allem die effektivere und effizientere Abwicklung von Geschäftsprozessen für die Digitalisierung. Zugleich werden die Mitarbeiter in der Verwaltung von einfachen Arbeiten entlastet und die Transparenz innerhalb des Unternehmens erhöht. Der Chef, der bei Knopfdruck einsehen kann, welchen Status ein Projekt hat und dies zugleich mit der Vorkalkulation abgleichen kann – das ist keine Spielerei, sondern eine Realität, die die Wertschöpfung im Unternehmen signifikant erhöht.

Kaufmännische Softwarelösungen unterstützen den Handwerker mit allen notwendigen Funktionen und bieten noch deutlich mehr, um den beruflichen Alltag des Elektrikers zu erleichtern. Modular aufgebaute Systeme können genau an die Größe und an die Ansprüche des Elektrobetriebes angepasst werden. (Bild:  Moser GmbH & Co. KG)

Kaufmännische Softwarelösungen unterstützen den Handwerker mit allen notwendigen Funktionen und bieten noch deutlich mehr, um den beruflichen Alltag des Elektrikers zu erleichtern. Modular aufgebaute Systeme können genau an die Größe und an die Ansprüche des Elektrobetriebes angepasst werden. (Bild: Moser GmbH & Co. KG)

Individuelle Lösungen notwendig

Kern des Digitalisierungsprozesses sind kaufmännische Softwarelösungen, speziell auf die Bedürfnisse des Handwerks zugeschnitten. Diese Anwendungen decken alle wesentlichen betriebswirtschaftlichen Arbeitsabläufe möglichst auf einer Plattform ab. Projekte und die damit verbundenen Prozesse können dabei von der Angebotserstellung über die Kalkulation bis hin zu Auswertungen sowie dem Controlling transparent in der Software abgebildet werden. Gleichwohl wäre es falsch zu sagen, es gäbe die eine perfekte Lösung für alle Anwender. Die Erfahrung zeigt, dass jedes Unternehmen eine sehr individuelle Betrachtung benötigt, um zu identifizieren, an welchen Stellen und bei welchen Prozessen eine Digitalisierung Sinn macht bzw. gewünscht ist. Viele Kunden kommen zu uns und sagen, dass sie auf dem Markt bisher keine passenden Lösungen für ihre Bedürfnisse finden konnten. Auf der einen Seite dominieren kleine Anbieter mit Standardlösungen, die keine individuellen Anpassungen und wenig bis gar keinen Service bieten. Das andere Extrem sind die großen Hersteller, deren Produkte für die kleinen und mittelgroßen Betriebe der Branche schlichtweg überdimensioniert sind. Als Lösung in der Mitte sind modular aufgebaute Systeme zu empfehlen, die unserer Erfahrung nach genau die Bedürfnisse des Marktes treffen.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Mit der störlichtbogengeprüften Schutzkleidung ArcFit und dem passenden Online-Konfigurator bietet Dehn Individualität und Komfort für das Arbeiten an elektrischen Anlagen. Mit dem einfach zu bedienenden Konfigurator führen wenige Klicks zur gewünschten Schutzkleidung. Neben der Größen- und Farbwahl kann diese durch Logos und Namen individuell angepasst werden.‣ weiterlesen

Anzeige

Spätestens durch die Corona-Pandemie wird das Thema Digitalisierung auch für die Elektroindustrie immer bedeutsamer. OBO reagiert auf diese Entwicklung mit digitalen Tools, die den Kunden mit Mehrwerten unterstützen sollen. Das Bekannteste ist die Planungssoftware OBO Construct, die Bauplaner, Elektroinstallateure und Handwerker bereits seit einigen Jahren bei der Projektierung verschiedener Elektroinstallationen unterstützt. Die Software soll in erster Linie dabei helfen, bei über 30.000 Produkten den Überblick nicht zu verlieren. ‣ weiterlesen

Anzeige

Für Anwender der Unternehmenslösung esoffice steht seit Februar ein neues Release bereit: Version 12.0 überzeugt mit circa 1.500 funktionalen Erweiterungen sowie einer optimierten Usability. Weitere Entwicklungen sind die neuen Module, die hinzugebucht werden können, wie etwa die Kontingentverwaltung von Dienstleistungsverträgen oder ein umfassendes Ersatzteilmanagement. Darüber hinaus dürfen sich die Anwender auf ein innovatives Re-Design der mobilen Technikerlösung esmobile freuen.‣ weiterlesen

Nicht erst seit Beginn der Corona-Krise steht das Thema Digitalisierung bei vielen Handwerksunternehmen auf der Agenda. Doch hat die Situation die Dringlichkeit des Anliegens deutlich verschärft, sodass der Beratungsbedarf in Bezug auf entsprechende Softwarelösungen spürbar gestiegen ist. Denn: Die Arbeit von unterwegs aus oder im Homeoffice birgt neue Herausforderung, die bei der Wahl der passenden Lösung bedacht werden muss. Nur wer auf die richtigen Werkzeuge setzt, profitiert. ‣ weiterlesen

Nahezu täglich wird ein technischer Fortschritt vermeldet. Neue Technologien, Anwendungen und Produkte machen auch vor der Elektrobranche keinen Halt, im Gegenteil. Rasante Entwicklungen sind einerseits spannend, andererseits verlangen sie allen Beteiligten ein hohes Maß an Lernbereitschaft sowie einen guten Orientierungssinn ab. Denn aus der Menge an online verfügbaren Informationen gilt es, die für sich relevanten herauszufiltern und gewinnbringend zu nutzen. Eine neue Lern-Welt von Sonepar soll dabei helfen, diesen Prozess zu vereinfachen‣ weiterlesen

Effizient, anpassungsfähig, flexibel: Die Vorteile der Digitalisierung sind im Handwerk angekommen. Das belegt der neue 'Digitalisierungsindex Mittelstand 2019/2020. Der digitale Status quo im deutschen Handwerk'. Im Auftrag der Telekom hat Technoconsult zum vierten Mal Unternehmen aus allen Handwerksbranchen befragt. Maximilian A. Moser, Geschäftsführer von Moser, die seit über 40 Jahren Lösungen für das mittelständische Handwerk entwickelt, schätzt die Ergebnisse ein.‣ weiterlesen