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Webfactory:
Visualisierungssystem für Zentrum der Zukunft

Der größte Energiedienstleister für den Nordwesten Deutschlands, EWE, hat in seinem ‚Zentrum Zukunft‘ u.a. verschiedene Technologien zur dezentralen Energieversorgung installiert und lädt Interessierte zu Besichtigungen und Schulungen vor Ort ein. Zur Steuerung und Visualisierung der einzelnen Anlagen wird die Prozess- und Gebäudeautomatisierungssoftware der Webfactory GmbH eingesetzt.
Die Häuser von heute müssen ebenso energieeffizient und altersgerecht wie ressourcenschonend, sicher und komfortabel sein. Die moderne Gebäudeautomation kann diese verschiedenen Ansprüche und Herausforderungen miteinander vereinbaren. Experten sind sich einig, dass der Bereich der Gebäudeautomation in den kommenden Jahren einen regelrechten Boom erleben wird. Intelligente Technologien könnten z.B. die Waschmaschine genau dann einschalten, wenn die autarke Energieversorgung des Hauses gerade mehr Energie erzeugt als verbraucht wird. Die Webfactory-Software zur Gebäudeautomatisierung ermöglicht die Visualisierung, Überwachung und intelligente Steuerung dieser inhomogenen Landschaft aus Geräten und Systemen.

Haus der Zukunft

Der größte Energiedienstleister für den Nordwesten Deutschlands, EWE, hat in seinem ‚Zentrum Zukunft‘ u.a. verschiedene Technologien zur dezentralen Energieversorgung installiert und lädt Interessierte zu Besichtigungen und Schulungen vor Ort ein. Das gesamte Gebäude besteht aus einer Energiezentrale, Schulungsräumen und einem dreigeschossigen Wohnbereich. Letzterer wurde als eigenes Gebäude im Gebäude in Form eines Wohnkubus realisiert. Über drei Stockwerke verteilen sich darin eine Küche, ein Schlaf und ein Wohnzimmer. Dank durchdachter Architektur können die einzelnen Einrichtungen zur Energieerzeugung im Wechsel betrieben werden und auch innovative Neuentwicklungen lassen sich nachträglich mit wenig Aufwand einbauen. In dem als Ausstellungsfläche dienenden Wohnkubus und den modernen Schulungsräumen können sich Marktpartner, Schulen, Hochschulen, Handwerksunternehmen, Architektur- und Planungsbüros sowie Kommunen und Verbände eine Vorstellung vom Möglichen und bald Möglichen machen.

Regenerative Energiequellen im Vergleich

Energie wird zukünftig immer stärker aus dezentralen Einheiten stammen. Aus diesem Grund wurden im Zentrum Zukunft verschiedene regenerative Energiequellen integriert. Eine Solaranlage z.B. versorgt die Klimaanlage mit der benötigten Energie und Brennstoffzellen erzeugen sowohl Strom als auch Wärme. Auch eine Holzpellet-Heizung oder ein mit Pflanzenöl betriebenes Blockheizkraftwerk mit einem integrierten Stirling-Motor sind im Gebäude vorhanden. EWE integriert die einzelnen Arten der Energieversorgung und zeigt auf, wie sie sich im regulären Betrieb verhalten. Daher war eine flexible Gebäudeleittechnik vonnöten, mit deren Hilfe sich zudem die Funktion und Arbeitsweise der einzelnen Versorgungseinheiten steuern und visualisieren lassen. Mit der Gebäudeautomation wurden die Experten für Automatisierungstechnik der Sipatec Prozessautomationstechnik GmbH beauftragt. Diese wiederum entschieden sich zur Steuerung und Visualisierung der einzelnen Anlagen für den Einsatz der Prozess- und Gebäudeautomatisierungssoftware der Webfactory GmbH.

Offenheit dank OPC-Schnittstelle

Ziel war es, alle Energie-, Heiz- und Kühlgeräte zentral an einer Stelle steuern und anzeigen zu können und zudem dezentral an verschiedenen Stellen des Hauses Möglichkeiten zur Visualisierung zu schaffen. Dafür ist das Leitsystem von Webfactory gut geeignet. Heinz Schildgen, Geschäftsführer der Sipatec GmbH, nennt die Gründe, warum man sich für dieses System entschieden hat: ‚Es ist in dieser Anwendung wie momentan noch meistens in der Gebäudeautomation: Bei der Integration einer komplexen Leittechnik stellt die Anbindung der einzelnen Fremdsysteme immer eine besondere Herausforderung dar. Das ist jedoch mit der OPC-Schnittstelle von Webfactory einfach zu realisieren.‘ Insgesamt wurden sechs Fremdsysteme ins Gebäudeleitsystem integriert. Ein Beispiel: Der Schulungsleiter kann über sein Touchpanel steuern, welche Visualisierungen auf den jeweiligen Displays über den einzelnen Energieversorgungs-Einheiten oder auf der zentralen Großanzeige angezeigt werden. ‚Durch den Einsatz eigener OPC-Software hat die Kommunikation problemlos funktioniert‘, so Schildgen. Gleichzeitig sollen sich die aktuellen und historischen Betriebswerte der einzelnen Anlagen unkompliziert und übersichtlich darstellen lassen. So können die verschiedenen Technologien besser miteinander verglichen und die Ergebnisse in Schulungen ohne großen Mehrauf wand verständlich präsentiert werden. Die in der Webfactory-Software standardmäßig integrierten Trend- und Analysefunktionen für Prozess- und Wirtschaftlichkeitsanalysen stellen sowohl aktuelle als auch historische Daten übersichtlich dar und ermöglichen eine Betrachtung über verschiedene Zeitabschnitte.

Visualisieren und Steuern

Neben funktionierender Technik ist den Automatisierungsexperten der Sipatec GmbH ein verständliches Bediendesign äußerst wichtig. ‚In industriellen Anwendungen haben wir uns ja fast schon an unverständliche und unübersichtliche Benutzeroberflächen gewöhnt‘, meint Schildgen. ‚Unser Ziel ist es, da ein Umdenken zu schaffen. Deshalb haben wir uns auch das Motto ‚Design meets Automation‘ auf die Fahne geschrieben. Gerade im Bereich der Gebäudeautomation verlangt der Anwender nach verständlichen Bedienkonzepten und ein gutes Design gehört da eben auch dazu. Auch hier eignet sich Webfactory wieder, weil es ja speziell für das Internet konzipiert wurde‘, so Schildgen. Durch die webbasierte Systemarchitektur und den konsequenten Einsatz von Standards in Kommunikation, Datenhaltung und Visualisierung ist gewährleistet, dass die erstellten Anwendungen ohne zusätzliche Anpassungen und Einstellungen direkt im Intranet und Internet verwendet werden können. Klickt der Benutzer am Bildschirm auf die Außenansicht des kompletten Gebäudes, wird ins Innere ‚gezoomt‘. In der Schnittansicht kann der Anwender dann wieder intuitiv per Mausklick den Bereich auswählen, den er vergrößert anzeigen möchte. Das webbasierte Gebäudeleitsystem dient aber nicht nur der Visualisierung, es übernimmt zudem auch die Steuerung einzelner Anlagen. Diese lassen sich einerseits einzeln im Browser direkt ansteuern. Andererseits können für einzelne Anlagenteile, ganze Anlagen oder alle Einheiten zur Energieversorgung auch verschiedene Profile angelegt und bei Bedarf abgerufen werden. Entsprechend der Gebäudebelegung wird dann z.B. der Schulungsraum bzw. die Ausstellungsfläche je nach Bedarf geheizt oder gekühlt. Webfactory Add-Ons wie der SchedulerPro eignen sich für diese Funktionen. Mit dem SchedulerPro lassen sich komplexe Schaltvorgänge wie mit einer Zeitschaltuhr für bestimmte Tage, Wochen, Monate oder auch Jahre automatisieren. Mitarbeiter werden so von Routinetätigkeiten entlastet.

Heutige und künftige Anforderungen

Gebäudeautomation wird in Zukunft immer stärker gefordert werden. Aspekte wie reduzierter Stromverbrauch, intelligente Verknüpfung der kompletten Haussteuerung mit nützlichen Informations- und Entertainmentfunktionen, vielseitige Vernetzbarkeit und einfache Bedienung liegen im Fokus. Sie entsprechen den heutigen sowie künftigen Anforderungen und Lebensgewohnheiten unserer Kunden, die umweltbewusst und kostenoptimiert handeln wollen. Im Zentrum Zukunft kann man schon einmal einen Blick darauf erhaschen, was uns in den nächsten Jahren erwartet. Die Offenheit und das moderne Design der Webfactory-Software zur Gebäudeautomation leisten dazu einen wesentlichen Beitrag.

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