Was ist die bessere Variante?

Festinstallierte Programme vs. Online-Lösungen

Die Zeiten, in denen das Software-Programm in einer CD-Hülle beim Fachmarkt gekauft und manuell auf dem Heimrechner aufgespielt wurde, sind vorbei. Der gute alte Rohling hat ausgedient. Stattdessen werden die Programme nun aus dem Internet geladen – auch im Bereich kaufmännischer Software. Wer es noch moderner mag, der setzt in Sachen Buchhaltung, Lohnabrechnung oder Kundenmanagement auf eine Online-Lösung und speichert die Programme gar nicht mehr auf seinem Rechner ab, sondern ruft sie zentral über das Internet ab. Das wird auch als Cloud Computing bezeichnet. Doch was ist eigentlich die bessere Variante?

 Online-Lösungen bieten den Vorteil, dass man sie über eine Internetverbindung überall nutzen kann, ob daheim, im Ausland oder eben auf der Baustelle. (Bild: Fotolia)

Online-Lösungen bieten den Vorteil, dass man sie über eine Internetverbindung überall nutzen kann, ob daheim, im Ausland oder eben auf der Baustelle. (Bild: Fotolia)


Die Diskussion um die Datensicherheit spielt in Deutschland historisch bedingt eine größere Rolle als in vielen anderen Ländern. Dennoch weicht auch hierzulande die Online-Skepsis mittlerweile einer Online-Omnipräsenz. Das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. 77% aller Deutschen ab dem Alter von zehn Jahren nutzen es heute täglich, wie das Statistische Bundesamt in einer Befragung 2012 erhoben hat. Wer sowieso schon alles im Internet erledigt – vom Shopping bis zum Urlaub buchen – hat ein größeres Vertrauen ins Netz. „Berührungsängste, meine Lohnabrechnung online zu machen, habe ich nicht. Ob Online-Banking, die Meldungen an Krankenkassen oder Finanzamt: Das alles nutze ich ohnehin schon“, berichtet Günther Wimmer, Inhaber von Elektro Wimmer in Achim. Er vertraut auf die Sicherheitsstandards der Rechenzentren. Und die sind in Deutschland am strengsten. Insbesondere Kleinunternehmer, die wenig Wissen und häufig auch wenig Geld haben, um höchste Sicherheitsstandards ihrer Rechner zu gewährleisten, profitieren von den hochprofessionellen Online-Diensten. Während Feuer-, Wasser- und sonstige Geräteschäden oder auch ein Diebstahl bei festinstallierten Programmen einen vollständigen Datenverlust auslösen können, bleiben die Daten in der Cloud immer abrufbar – auch wenn mal ein PC oder Notebook den Geist aufgibt. Mittelständler können in den seltensten Fällen eine ebenso hohe Sicherheit gewährleisten wie ein Rechenzentrum.
 Flexibler arbeiten mit der Online-Lösung oder traditionell die Software auf den Rechner spielen? Diese Frage stellen sich viele Unternehmer. (Bild: Sage Software GmbH)

Flexibler arbeiten mit der Online-Lösung oder traditionell die Software auf den Rechner spielen? Diese Frage stellen sich viele Unternehmer. (Bild: Sage Software GmbH)

Immer auf dem neuesten Stand

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal von Online-Lösungen zu festinstallierter Software sind die Updates. Insbesondere kaufmännische Software-Lösungen müssen immer aktuell gehalten werden, wenn es gesetzliche Neuerungen gibt. Grundsätzlich bieten alle Hersteller ihren Kunden mithilfe von Updates entsprechende Aktualisierungen an. Ein wenig mehr Komfort wird aber den Online-Kunden geboten: Sie müssen nicht auf Service-Packs warten und manuell Updates vornehmen. Da die Software zentral vom Anbieter bereitgestellt wird, spielt er ganz automatisch die wichtigen Neuerungen ein. Bernd Wedermann, Inhaber Jura Elektroanlagen in Postbauer-Heng, weiß es sehr zu schätzen, dass er sich keine Gedanken darum machen muss. Er erledigt seit circa drei Jahren seine Lohnabrechnung über eine Online-Lösung. „Mir bietet ‚Sage einfachLohn‘ den Vorteil, dass ich mich darauf verlassen kann, dass alle gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. Da bin ich auf der sicheren Seite. Wenn es Neuerungen gibt, dann weist mich Sage darauf hin“, so Wedermann.

 Die Daten von Online-Lösungen sind immer abrufbar: Mit dem Smartphone oder Tablet lässt sich Sage einfachLohn beispielsweise auch mobil nutzen - ob unterwegs oder auf dem Sofa daheim. (Bild: Sage Software GmbH)

Die Daten von Online-Lösungen sind immer abrufbar: Mit dem Smartphone oder Tablet lässt sich Sage einfachLohn beispielsweise auch mobil nutzen – ob unterwegs oder auf dem Sofa daheim. (Bild: Sage Software GmbH)

Unterschiedliche Softwares, aber gleiches Preismodell

In punkto Preismodell haben inzwischen die Anbieter festinstallierter Softwares nachgelegt. Mittlerweile bieten viele von ihnen, darunter auch Sage mit seiner Komplettlösung GS-Office für Kleinunternehmer oder der Office Line 24 für mittlere Unternehmen, eine monatliche Nutzungsgebühr an, statt einer Einmal-Lizenz. Doch was ist günstiger? Am Ende entscheiden darüber viele Faktoren. Die Vorteile einer monatlich bezahl- und kündbaren Lösung – so ist es bei Online-Lösungen wie z.B. der Buchhaltungslösung Sage One (www.sageone.de) üblich – liegen auf der Hand: Der Kunde kann die Software flexibel nutzen und schnell wechseln. Ein Nachteil kann es sein, dass nach einer bestimmten Laufzeit, die Kosten, die beim Kauf einer einmaligen Lizenz angefallen wären, überschritten werden.

Was ist die bessere Variante?
Bild: Fotolia Bild: Fotolia


Das könnte Sie auch interessieren

Herzlichen Glückwunsch!

„Die GEBÄUDEDIGITAL ist immer top-aktuell und innovativ und informiert ihre Leser stets zuverlässig über Lösungen und Trends rund um die Gebäudeautomation. Wir sind stolz darauf, von Beginn an mit unserer ersten Titelseite und Beiträgen über die batterielose Funksensorik dabei zu sein. Zum 10-jährigen Jubiläum wünschen wir dem gesamten Team der GEBÄUDEDIGITAL alles Gute!“

Andreas Schneider,

CEO und Mitgründer von EnOcean

Alles Gute zum 10-jährigen Bestehen!

GEBÄUDEDIGITAL beschäftigt sich praktisch seit der ersten Stunde mit der Vernetzung im Haus und hat sich so zu einem führenden Medium in diesem Bereich entwickelt – quer durch alle Gewerke, Technologien und Branchen. Ihr Magazin gibt dem vernetzten Haus eine übergreifende Stimme – deshalb ganz herzlichen Glückwunsch zum 10-jährigen Bestehen! Uns verbindet einiges, denn die EEBUS Initiative steht für eine gemeinsame Sprache über Energie – für vernetzte Heizungen, Haushaltsgeräte, Photovoltaik- und Speichersysteme ebenso wie für die E-Mobility-Technik und andere energieintensiven Anwendungen rund um das digitale Gebäude.

Peter Kellendonk, 

1. Vorsitzender des Vorstands der EEBus Initiative e.V.

und Geschäftsführer Kellendonk Group

Alles Gute von der Messe Stuttgart!

„Das Geheimnis des Erfolges ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.“ (Henry Ford)

Herzlichen Glückwunsch zum ersten Jahrzehnt erfolgreicher Werbe- und Kommunikationsarbeit. Ihre fachliche Begleitung als erfahrener Medienpartner hat auch zum Erfolg der eltefa seit dem Umzug in das neue Messegelände am Flughafen beigetragen – das sind genau zehn Jahre. Auch für die nächsten Jahre freuen wir uns auf eine gute und faire Zusammenarbeit und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und eine treue Leserschaft.

 

Reiner Schanz,

Senior Projektleiter der eltefa

Zum 10-jährigen Bestehen

Liebes GEBÄUDEDIGITAL-Team,

zum 10-jährigen Bestehen möchte ich im Namen des gesamten Light + Building Teams herzlich gratulieren! Seit einer Dekade berichten Sie bereits über alle Themen rund um Gebäude-, Haus- und Lichttechnik – das ist wirklich beachtlich! Auch die Light + Building feiert 2018 ihre 10. Ausgabe und blickt – ähnlich wie Sie – auf eine großartige Erfolgsstory zurück. Und es gibt noch mehr Überschneidungen: Gemeinsam greifen wir regelmäßig die Themen von morgen auf und sind Kommunikationsplattformen für die digitale Revolution im Gebäude. Wir freuen uns auch weiterhin auf eine tolle Zusammenarbeit mit Ihnen. Machen Sie weiter so!

Maria Hasselman,

Leiterin Brandmanagement Light + Building

GEBÄUDEDIGITAL 4 2017

  • Smart Home von Anfang an leicht gemacht
  • Smarte Gebäude mit batterieloser Funktechnologie
  • Mit ausgesuchter Technik zum optimalen Ergebnis

Zukunftssicherung im Unternehmen Roth

Manfred Roth, geschäftsführender Gesellschafter der Roth Industries, überträgt die oberste operative Gesellschafterverantwortung an seine Kinder. Mit Wirkung zum 1. April 2017 wurden Claus-Hinrich Roth, Christin Roth-Jäger und Dr. Anne-Kathrin Roth in die Geschäftsführung der Roth Industries berufen.